Deutsche Elektroindustrie: Auftragseingang legt im Januar leicht zu


Die deutsche Elektroindustrie ist mit einem Plus bei den Auftragseingängen ins Jahr 2021 gestartet: Für Januar verzeichnete die Branche nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) 2,3 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahresmonat, der vom Ausbruch der Pandemie noch weitgehend unbeeinflusst war. "Der Auftragszuwachs im Januar war der nunmehr fünfte in Folge", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. "Gleichwohl fiel das jüngste Plus merklich geringer aus als in den beiden Vormonaten" mit jeweils zweistellige Raten.

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Die Inlandsbestellungen lagen den Angaben zufolge im Januar um 0,1 Prozent über Vorjahr, die Auslandsaufträge um 4,1 Prozent. Während Kunden aus der Eurozone 1,8 Prozent mehr orderten, erhöhten jene aus Drittländern ihre Bestellungen um 5,3 Prozent. Für 2020 steht nach leichten Revisionen ein Auftragsrückgang um 3,4 Prozent in den Büchern. Hier gab es einen Anstieg der Inlandsorders um 1,9 Prozent sowie um 7,3 Prozent reduzierte Auslandsaufträge.

Die preisbereinigte Produktion hat ihren Vorjahreswert im Januar laut ZVEI um 4,0 Prozent verfehlt. "Ursache des geringeren Ausstoßes dürften dabei auch Engpässe bei der Beschaffung von Vormaterialien gewesen sein", sagte Gontermann. Unterdessen wurde der Rückgang 2020 leicht auf 6,0 von 6,1 revidiert.

Mit einem Wert von 14,3 Milliarden Euro lag der nominale Umsatz im Januar 2021 um 2,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. In den drei Monaten zuvor waren die Erlöse jeweils gestiegen. Der Inlandsumsatz gab im Januar um 3,9 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro nach, die Auslandserlöse gingen um 1,8 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zurück. Im Gesamtjahr 2020 hatten die Branchenerlöse um 4,4 Prozent auf insgesamt 181,7 Milliarden Euro nachgegeben.

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Von Andreas Kißler

FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones)

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