Deutsche Pfandbriefbank: Schub durch Nahost?
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Kein Aufschwung ohne Rückschlag: Die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank hat die erwartete Zinserhöhung der EZB verdaut und sich in den kurzfristigen Aufwärtstrendkanal zurückgekämpft.
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Es hätte so schön sein können: Die Mitte März gestartete Aufholjagd ist am Widerstand bei rund 3,75 Euro abgeprallt. Neben der Charttechnik waren es aber auch fundamentale Gründe, die den Aufwärtstrend des Papiers erst einmal gestoppt haben: die Zinsen. Ende Mai zogen die Renditen am Anleihemarkt nochmals an und die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte auf die steigende Inflation infolge des Kriegs am Golf mit einer Leitzinserhöhung.
Risikovorsorge im Blick
Für zinssensitive Werte wie etwa die Deutschen Pfandbriefbank (pbb) waren das keine guten Nachrichten. Denn steigen die Zinsen, steigt auch die Gefahr von Kreditausfällen. 2025 gelang es, das Ergebnis aus der Risikovorsorge auf minus 2 Mio. Euro (GJ 2024: minus 26 Mio. Euro) spürbar einzugrenzen. Ob sich dieser Trend auch 2026 fortsetzt, ist noch offen. Denn vor wenigen Tagen veröffentlichte Coface Deutschland seine Insolvenzprognose für Deutschland. Demnach rechnet der Kreditversicherer hierzulande mit einer Zunahme der Unternehmensinsolvenzen um 5 Prozent.
Dreh- und Angelpunkt Nahost
Zum Gamechanger könnte nun aber das am Wochenende ausgehandelte Abkommen zwischen den USA und dem Iran werden. Pendeln sich Rohölpreise – und damit auch die Inflation – deutlich unterhalb des zuletzt gezeigten Niveaus ein, sollte sich dies auch sukzessive auf die Zinsen auswirken. Niedrigere Zinsen wiederum könnten das Neugeschäft beleben und das Ausfallrisiko senken.
Fazit
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt für die pbb herausfordernd. Anleger werden neben der Erwartung des endgültigen US-Exits noch genauer auf die Entwicklung der Risikovorsorge blicken. Die guten Nachrichten vom Golf dürften die berechtigte Skepsis aber zunächst in den Hintergrund drängen. Technisch ist die Aktie wieder in den unteren Bereich des kurzfristigen Trendkanals geklettert. Das nächste Kursziel liegt zunächst bei 3,75 Euro. Hält die gute Stimmung an, sind auch rund 3,95 Euro drin.
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Erstellung am 15.6.26 um 9:22 Uhr.
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