Deutsche Wirtschaft sieht Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs


BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft sieht den Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs - allerdings hat es in der Corona-Krise zum Teil herbe Einbrüche gegeben. Der Tiefpunkt sei durchschritten, teilte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mit. Im ersten Halbjahr sei der Handel mit den Ländern Mittel- und Osteuropas im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent gesunken. "Wir sind zuversichtlich, dass wir im zweiten Halbjahr wirtschaftlich weitere Aufholeffekte sehen", so der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Oliver Hermes.

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Der wichtigste Handelspartner der Region ist Polen. Der deutsch-polnische Handel ging in den ersten sechs Monaten "nur" um 7,4 Prozent zurück. Überdurchschnittliche Einbußen bei den deutschen Importen habe es dagegen im Handel mit Russland, Kasachstan und Aserbaidschan gegeben, so der Ausschuss. In allen drei Fällen lasse sich dies eindeutig auf eine geringere Nachfrage nach Energieträgern und dem daraus folgenden starken Rückgang der Öl- und Gaspreise im zweiten Quartal zurückführen.

Der Rückgang des deutschen Handels mit Russland um 24 Prozent auf nun 22 Milliarden Euro habe dazu geführt, dass das Land im ersten Halbjahr in der Osteuropa-Tabelle an vierter Stelle lag, hinter Polen, Tschechien und Ungarn. Insgesamt handelte Deutschland den Angaben zufolge mit allen 29 Ländern des Ost-Ausschuss Waren im Wert von 197 Milliarden Euro; das waren 34 Milliarden Euro weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Anteil des Osthandels am gesamten deutschen Außenhandel betrug demnach 18,5 Prozent./hoe/DP/stk

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