Aktien von LANXESS und Evonik unter Druck: Chemiewerte im Blick nach Jefferies-Report

Besonders Evonik und LANXESS stehen am Mittwoch nach einer Analyse der Chemiebranche der Investmentbank Jefferies im Fokus.
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Deren Analyst Marcus Dunford-Castro empfahl Evonik zum Kauf, worauf die Aktien zunächst positiv reagierten, doch inzwischen verlieren sie 0,29 Prozent auf 17,30 Euro. Für LANXESS senkte er derweil nach der starken Erholungsrally im März den Daumen und stuft sie nun mit "Underperform" ein. Die LANXESS-Aktien fallen daraufhin auf der Handelsplattform XETRA um 1,85 Prozent auf 17,51 Euro.
Die Preise für Chemieprodukte seien aktuell "hot", die Nachfrage allerdings nicht, so der Experte. Angetrieben würden sie vor allem durch Versorgungsprobleme im Zuge des Nahost-Kriegs. Es gebe allerdings bereits Anzeichen der Umkehr des Preisauftriebs. Die Kursrally von LANXESS sei deutlich dynamischer gewesen als bei der Konkurrenz und auch viel deutlicher als der Anstieg der Gewinnerwartungen.
Anders als bei LANXESS passe die Kursentwicklung bei Evonik besser zum Anstieg der Ergebnisschätzungen. Hier sei der Rückenwind und die Nachfrage-Normalisierung auch viel besser absehbar. Der Analyst hob den hohen Geschäftsanteil in vergleichsweise defensiven Endmärkten hervor.
Den Chemikalienhändler Brenntag stuft Dunford-Castro nicht mehr negativ, sondern mit "Hold" ein. Die Papiere des DAX-Konzerns geben 0,07 Prozent auf 59,72 Euro ab.
Der europäische Chemiesektor zählte zunächst zu den größten Leidtragenden des Kriegs in Nahost. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals erreichte nach über 11 Prozent Kriegsminus am 23. März das tiefste Niveau seit Herbst 2022. Anschließend sorgten positive Preiseffekte und nachlassender Konkurrenzdruck aus Fernost aber für eine fulminante Erholung auf ein neues Jahreshoch. Nach einem Monat ebbte die Rally aber im April bereits wieder ab.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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