AppLovin-Aktie fällt kräftig: BofA sieht E-Commerce-Wachstum bremsen
Neue Daten zur Expansion des Werbegeschäfts schicken die AppLovin-Aktie deutlich ins Minus, während ein Analyseteam an seiner Kaufempfehlung festhält.
Werte in diesem Artikel
- AppLovin-Aktie verliert am Montag deutlich an Wert
- BofA zählt im Juni rund 750 neue Pixel-Anbindungen nach 950 im Mai
- Bank hält an ihrer Kaufempfehlung und dem Kursziel von 705 Dollar fest
Die AppLovin-Aktie gerät am Montag an der NASDAQ deutlich unter Druck und fällt im Handelsverlauf zeitweise um 10,82 Prozent auf 452,15 US-Dollar. Auslöser ist eine Einschätzung der Bank of America, wonach sich die Expansion des E-Commerce-Geschäfts des Werbekonzerns im Juni gegenüber dem Vormonat verlangsamt hat.
Weniger neue Pixel-Anbindungen im Juni
Laut BofA banden Onlinehändler im Juni rund 750 neue Tracking-Pixel in ihre Shops ein, nach etwa 950 im Mai. Das entspricht einem Rückgang von rund einem Fünftel gegenüber dem Vormonat. Wie GuruFocus berichtet, betont die Bank zugleich, dass die Zahlen erst die ersten beiden Wochen nach dem Start der allgemeinen Verfügbarkeit des Angebots abdecken. Nach eigener Einschätzung sei es noch zu früh, um den kurzfristigen Trend hochzurechnen. Trotz der schwächeren Zahlen bestätigt das Analystenhaus seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 705 US-Dollar.
Warum der Ausverkauf so heftig ausfällt
Der Kursrutsch fällt deutlicher aus, als die reinen E-Commerce-Daten allein nahelegen. Die Meldung trifft nämlich auf einen ohnehin schon nervösen Markt: Technologie- und KI-nahe Aktien geraten insgesamt unter Druck, weil Anleger hohe Bewertungen kritischer hinterfragen und mit länger hohen Zinsen rechnen. TipRanks verweist zudem auf jüngste Insiderverkäufe von Führungskräften und auf öffentliche Diskussionen über politische Spenden des Unternehmens, die die Stimmung zusätzlich belasten.
Was der Rückgang für Anleger bedeutet
Für Anleger bleibt die Lage vorerst unklar: Die Kaufempfehlung von BofA signalisiert Vertrauen in das langfristige Geschäftsmodell aus der werbetreibenden Plattform AppDiscovery und der Publisher-Plattform MAX, während die dünne Datenbasis von nur zwei Wochen noch keinen gesicherten Trend erkennen lässt. Ob der schwächere Juni-Wert ein einmaliger Ausschlag war oder der Beginn einer anhaltenden Abschwächung, lässt sich aus der aktuellen Stichprobe nicht ableiten.
Der nächste belastbare Anhaltspunkt dürften die Pixel-Zahlen für Juli sein. Zeigen sie erneut einen Rückgang gegenüber dem Vormonat, dürfte das die Wachstumssorgen bestätigen, ein Anstieg würde sie dagegen entkräften.
Benedict Kurschat, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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