electrovac: IPO geht in die heiße Phase - Nachfrage offenbar solide

24.04.26 08:37 Uhr

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Der Börsengang von electrovac tritt in die entscheidende Phase. Das Unternehmen aus Salzweg plant den Handelsstart im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse für den 30. April 2026. Im Rahmen der Transaktion werden bis zu 4,76 Mio. Aktien angeboten, davon bis zu 3,84 Mio. aus einer Kapitalerhöhung. Die Preisspanne liegt bei 7,80 bis 10,20 Euro, was in der Mitte einer Bewertung von rund 144 Mio. Euro entspricht. Laut einem Bericht des Handelsblatts ist das Orderbuch inzwischen gut gefüllt, was auf eine solide Nachfrage sowohl von institutionellen als auch privaten Investoren hindeutet.

Fokus auf sicherheitskritische Anwendungen

Operativ ist electrovac auf hermetische Glas-Metall-Gehäuse spezialisiert, die empfindliche Elektronik in sicherheitskritischen Anwendungen schützen. Die Einsatzgebiete reichen von Airbags und Gurtstraffern über Raumfahrtanwendungen bis hin zu militärischen Systemen. Die Kombination aus technologischer Spezialisierung, hohen Qualifikationsanforderungen und sicherheitsrelevanten Einsatzfeldern sorgt für stabile Kundenbeziehungen und eine starke Marktposition in einer klar abgegrenzten Nische.

Zwei zentrale Wachstumstreiber

Das Wachstum speist sich im Wesentlichen aus zwei Bereichen. Im Segment Personal Safety profitiert electrovac von steigenden Sicherheitsanforderungen im Automobilbereich sowie von zusätzlichen Anwendungen im Zuge der Elektrifizierung. Im Bereich Aerospace & Defense wirken steigende Verteidigungsausgaben und der Ausbau von Satellitenkapazitäten als Impulsgeber. Gerade dieses Segment gilt als margenstark und gewinnt im Mix zunehmend an Gewicht.

Operative Entwicklung mit steigender Dynamik

Die Geschäftszahlen der letzten Jahre zeigen eine insgesamt positive Entwicklung. Der Umsatz erhöhte sich von 85,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022/23 auf 98,2 Mio. Euro im Jahr 2024/25. Das EBIT entwickelte sich schwankend, erreichte zuletzt aber 9,1 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2025/26 wurden bereits 85,9 Mio. Euro Umsatz und 10,5 Mio. Euro EBIT erzielt. Die Profitabilität hat sich damit spürbar verbessert, bei der Marge ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Nach rund 5 Prozent im Geschäftsjahr 2023/24 lag die EBIT-Marge zuletzt bei gut 9 Prozent und erreichte auf Neunmonatssicht bereits mehr als 12 Prozent. Das deckt sich mit der mittelfristigen Zielsetzung des Unternehmens, bei einem Umsatz von rund 150 Mio. Euro eine EBIT-Marge von über 12 Prozent zu erzielen. Unterstützt wird dies durch eine laut Management solide Auftragslage sowie eine Book-to-Bill-Ratio über 1. Die Bilanz wirkt ebenfalls stabil, mit einer Eigenkapitalquote von knapp 54 Prozent und positiven Free-Cashflows.

Kapazitätsausbau im Mittelpunkt

Die Mittel aus dem Börsengang sollen vor allem in den [...]

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