EU-Kommission: Online-Plattformen löschen vermehrt Hassnachrichten


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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Kampf gegen Hass und Hetze im Internet kommt nach Einschätzung der EU-Kommission voran: Online-Plattformen wie Facebook und Twitter überprüfen mittlerweile deutlich mehr gemeldete Hasskommentare als noch vor vier Jahren. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervor.

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Die Unternehmen Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und Juexvideo.com überprüften demnach zuletzt im Durchschnitt 90 Prozent der mutmaßlich illegalen Hasskommentare innerhalb von 24 Stunden - 2016 waren es nur 40 Prozent gewesen. Gelöscht wurden davon im Schnitt 71 Prozent. Das liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders Beiträge, die Gewalt- oder Morddrohungen enthielten, wurden entfernt. Kommentare, die wegen ihrer diffamierenden Sprache gemeldet wurden, duldeten die Unternehmen hingegen häufiger.

2016 vereinbarte die EU-Kommission mit Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube einen Verhaltenskodex, dem sich seither noch weitere Unternehmen anschlossen. Damit verpflichten sie sich, stärker gegen Hasskriminalität im Internet vorzugehen.

Im Unternehmensvergleich kam Jeuxvideo.com 2020 an erster Stelle. Das Online-Magazin für Videospiele löschte dem Bericht zufolge alle gemeldeten Kommentare. Dahinter kam Facebook mit fast 88 Prozent gelöschter Meldungen. Nur Twitter entfernte in diesem Jahr mit rund 36 Prozent weniger Kommentare als im Vorjahr.

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"Der Verhaltenskodex ist (...) eine Erfolgsgeschichte", sagte die zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova. Allerdings informiert dem Bericht zufolge bisher nur Facebook systematisch jene Nutzer, die betroffene Kommentare erstellt haben oder darin markiert wurden. Alle anderen Unternehmen hätten hier Nachholbedarf. Es sei an der Zeit, dass alle Unternehmen den gleichen Standards und Verbindlichkeiten folgten, sagte Jourova./mre/DP/zb

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