Gespräche voraus

EU und China planen weitere Zusammenarbeit bei Handelsfragen

30.06.26 08:40 Uhr

Neuer Anlauf im Handelsstreit: EU und China ziehen überraschend an einem Strang | finanzen.net

Die Europäische Union (EU) und China werden ein System zur Überwachung von Handelsströmen einrichten und streben weitere Gespräche in diesem Herbst an.

Das sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Brüssel. Die EU will die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Regionen verbessern.

Die Beziehungen zwischen der EU und China sind zunehmend angespannt, weil sich das Handelsbilanzdefizit der EU gegenüber Peking vergrößert. Unternehmen sind jedoch weiterhin auf die Region angewiesen, wenn es um Schlüsselexporte wie kritische Rohstoffe geht. "Die Kluft vergrößert sich", sagte Sefcovic. "Dieser Trend ist nicht nachhaltig, und der Status quo ist keine Option."

Sowohl Sefcovic als auch Wang forderten die Arbeit an vier Kernbereichen: dem Handels- und Investitionsgleichgewicht, Exportkontrollen, geistigen Eigentumsrechten und der Reform der Welthandelsorganisation. Sie vereinbarten laut einer gemeinsamen Erklärung, sich im Laufe dieses Jahres wiederzutreffen. Sefcovic setzte eine Frist bis Oktober, um weitere Fortschritte zu erzielen. Die beiden Seiten kamen außerdem überein, einen gemeinsamen Überwachungsmechanismus einzurichten, um den Datenaustausch zu erleichtern, Handelsströme zu überwachen und die technische Arbeit zur Verbesserung der Transparenz zu unterstützen.

DOW JONES

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