Euroraum-PMI im September höher als erwartet


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Wachstum der Euroraum-Privatwirtschaft hat sich im September nicht ganz so stark wie bisher angenommen abgeschwächt. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank in zweiter Veröffentlichung auf 50,4 (August: 51,9) Punkte. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten eine Bestätigung der ersten Veröffentlichung von 50,1 Punkten prognostiziert. Der Dienstleistungs-PMI ging in zweiter Veröffentlichung auf 48,0 (50,5) Punkte zurück. In erster Veröffentlichung waren 47,6 gemeldet worden.

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Laut IHS Markit zeigen die Sektoren der Euroraum-Wirtschaft gegenwärtig zwei Geschwindigkeiten: Angeführt von einem starken Deutschland sei die Industrieproduktion so kräftig wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren gestiegen. Im Gegensatz dazu sei der Service-Sektor wieder in den negativen Bereich abgerutscht und habe die höchsten Geschäftseinbußen seit Mai gemeldet.

Der Zuwachs bei den Auftragseingängen falle demnach noch schwach aus, allerdings verlor auch der Stellenabbau an Tempo. Die Einkaufspreise der Unternehmen stiegen der Mitteilung zufolge "recht solide", während die Verkaufspreise zum vierten Mal in Folge sanken. Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist fielen so optimistisch aus wie zuletzt vor sieben Monaten. Der entsprechende Index lag in etwa auf seinem Langzeit-Durchschnittswert. Spitzenreiter in dieser Kategorie war Italien. Hier blicken die Unternehmen aktuell so positiv auf die kommenden zwölf Monate wie seit Anfang 2016 nicht mehr.

Deutschlands PMI stieg auf 54,7 (54,4) Punkte, wobei der Service-PMI auf 50,6 (52,5) Punkte nachgab. Frankreichs PMI notierte bei 48,5 Punkten, der Service-PMI sank wie erwartet auf 47,5 (51,5) Punkte. Italiens PMI lag bei 50,4 Punkte, der Service-PMI ging auf 48,8 (47,1) Punkte zurück. Erwartet worden waren 46,9 Punkte.

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