Telekom-Aktie in Rot: Abstufung von Orange löst Gewinnmitnahmen im Telekom-Sektor aus
Im europäischen Telekom-Sektor sind die Anleger am Freitag zu Gewinnmitnahmen übergegangen.
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Der Branchenindex hatte am Vortag mit knapp 296 Punkten ein Hoch seit Ende Juni erreicht, doch nun trübte eine Analystenabstufung für Orange das Bild.
Die Titel der französischen Branchengröße sackten in Paris um 5,7 Prozent ab, und dem folgte der Kurs der Deutschen Telekom um 4,6 Prozent nach unten. In London büßten die Papiere von Vodafone und BT Group bis zu 5,5 Prozent ein.
Morgan Stanley hatte zuvor am Freitag das Votum für Orange auf "Underweight" gesenkt, in der Erwartung von mehrseitigem Gegenwind. Gemäß dieser Einstufung rechnet die US-Bank mit einer unterdurchschnittlichen Gesamtrendite der Aktien im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen 12 und 18 Monaten.
Wegen politischer Unsicherheiten verwies das von Emmet Kelly angeführte Analystenteam mit Blick auf den französischen Markt auf die Gefahr eines verlangsamten Gewinnwachstums. Außerdem werden zunehmender Wettbewerb in Spanien und eine anziehende Verschuldung befürchtet.
Die Experten der US-Bank gehen zudem davon aus, dass mehrere wichtige Ereignisse mit Kurseinfluss auf Orange wohl vorüber sind. Erwähnt wurden dabei die Branchenkonsolidierung in Frankreich, der Erwerb der übrigen Anteile an dem Spanien-Ableger MasOrange sowie der Kapitalmarkttag, der im Februar mit der Vorstellung einer Langfriststrategie über die Bühne gegangen war.
Mit dem neuen Kursziel von 15 Euro nennt Emmet Kelly für Orange die derzeit niedrigste Zielmarke unter den Analysten. Er wird damit noch vorsichtiger als seine Kollegen Stephane Beyazian und Mathieu Robilliard von Oddo BHF und Barclays, die zuletzt mit ihren 16,50-Euro-Zielen am Ende der Tabelle lagen.
Börsianer nannten als weiteren Auslöser für die Gewinnmitnahmen im europäischen Sektor auch die Schwäche vieler US-Telekomwerte wie T-Mobile US am Vortag. In New York hatte es Bedenken hinsichtlich der Konkurrenz durch Satellitenbetreiber und der disruptiven Auswirkungen von agentenbasierten KI-Tools gegeben.
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FRANKFURT/PARIS/NEW YORK (dpa-AFX)
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