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Elliott greift bei Deutsche Telekom-Aktie zu: Fusion mit T-Mobile US soll verhindert werden


Elliott greift bei Deutsche Telekom-Aktie zu: Fusion mit T-Mobile US soll verhindert werden

Elliott hat Kreisen zufolge einen beträchtlichen Anteil an der Deutschen Telekom aufgebaut - und will die angedachte Fusion mit T-Mobile US verhindern.

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Die nach Bloomberg-Informationen angedachte mögliche Fusion der Deutschen Telekom mit ihrer US-Mobilfunktochter T-Mobile US hat Kreisen zufolge nun auch den aktivistischen Investor Elliott auf den Plan gerufen. Dieser habe einen beträchtlichen Anteil an der Deutschen Telekom aufgebaut, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf Kreise.

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Elliott habe angedeutet, dass die Deutsche Telekom ihre Fusionspläne fallen lassen sollte. Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen.

Die in New York notierten Hinterlegungsscheine der Telekom (ADR) legten in einer ersten Reaktion um bis zu fünf Prozent zu. T-Mobile-US-Papiere gewannen drei Prozent. Ende April hatte Bloomberg unter Berufung auf Kreise berichtet, dass der deutsche Konzern über eine Idee diskutiert habe, wonach eine Holdinggesellschaft Gebote für Aktien beider Unternehmen abgeben würde. Ein solcher Schritt wäre das größte öffentliche Übernahmegeschäft aller Zeiten.

Die Telekom hält etwa 53 Prozent an der US-Mobilfunktochter, die an der Börse aktuell mit etwas mehr als 200 Milliarden Dollar bewertet wird. Die Deutsche Telekom selbst kommt auf umgerechnet rund 160 Milliarden Dollar.

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Das kombinierte Unternehmen könnte eine Börsennotierung in den USA und an einem großen europäischen Handelsplatz anstreben, so die Kreise. Die Details müssten aber noch ausgearbeitet werden. Zudem befänden sich die Diskussionen in einem frühen Stadium und jede Maßnahme erfordere politische Unterstützung, um umgesetzt werden zu können. An der Telekom sind deren Angaben zufolge der Bund mit 14,1 Prozent und die in seinem Besitz befindliche Bank KfW mit 14,2 Prozent beteiligt.

In den vergangenen Jahren hätten sich beide Unternehmen immer mal wieder über einen engeren Zusammenschluss unterhalten, hieß es in den Kreisen weiter. Ob es dieses Mal klappt, war allerdings schon vor dem Einstieg von Elliott ungewiss. Laut der US-Nachrichtenseite Semafor haben Manager von T-Mobile US Bedenken über einen Zusammenschluss mit der Telekom geäußert.

So reagiert die Deutsche Telekom-Aktie

Mit Kursgewinnen haben die Aktien der Deutschen Telekom am Donnerstag auf einen womöglich neuen Aktionär reagiert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hat der aktivistische Investor Elliott einen beträchtlichen Anteil am Bonner Telekomkonzern aufgebaut, um eine kolportierte Fusion des Mutterkonzerns mit der Tochter T-Mobile US zu verhindern. Die Papiere der Deutschen Telekom gewannen via XETRA letztlich 1,05 Prozent auf 28,75 Euro.

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Elliott habe angedeutet, dass die Deutsche Telekom ihre Fusionspläne fallen lassen sollte, berichtet Bloomberg und beruft sich auf informierte Personen. Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen, so die Agentur.

"Aus konzeptueller Sicht sehen wir durchaus Gründe, warum ein aktivistischer Investor auf die Deutsche Telekom schaut", schrieb Akhil Dattani von JPMorgan. Die Aktien erschienen "extrem günstig", trotz eines attraktiven, prozentual zweistelligen Gewinnwachstums. Ein Zusammengehen mit T-Mobile US, an der die Bonner gut 54 Prozent halten, wäre "eine hochkomplexe Transaktion, gegen die sich die meisten Investoren stellen".

Druck seitens eines aktivistischen Aktionärs könnte das Management der Telekom dazu zwingen, sich der Debatte zu stellen. Entweder um ein Fusionsinteresse einzuräumen und die "Logik" dahinter zu erklären - oder aber um einen solchen Deal formal auszuschließen.

Die Aktien von T-Mobile US haben den Nimbus des Highflyers an der Nasdaq Börse längst verloren. Vom Rekordhoch Anfang März vergangenen Jahres bei etwas mehr als 276 US-Dollar haben sie ein Drittel eingebüßt. Dattani nennt hierfür mehrere Gründe: Sorge über Konkurrenz durch Satellitenbetreiber, ein womöglich zunehmender Wettbewerb im Mobilfunkgeschäft, Schwäche im Glasfasersegment und eine lange Liste anstehender Auktionen für Mobilfunkfrequenzen. Diese Unwägbarkeiten lasteten auch auf der Muttergesellschaft und ihren Aktien, argumentiert der Experte.

Mit dem Rückgang des T-Mobile-Kurses ging es auch für die T-Aktie deutlich nach unten. Seit dem Mehrjahreshoch von fast 36 Euro fiel der Kurs der Telekom-Anteile um ein Fünftel. Der Börsenwert der Deutschen Telekom liegt bei rund 140 Milliarden Euro. Das 54-prozentige Paket an der US-Mobilfunktochter ist umgerechnet gut 90 Milliarden Euro wert. Damit steuert T-Mobile US derzeit rund zwei Drittel zur Bewertung der Telekom bei. Im März 2025 hatte dieser Wert noch bei rund 80 Prozent gelegen.

Für Elliott wäre es nicht der erste Einstieg im Telekomsektor, ergänzt Dattani. So hatte die Investmentgruppe beispielsweise in den Jahren 2018 und 2019 Anteile an Telecom Italia (TIM (ex Telecom Italia)) und AT&T aufgebaut.

In Deutschland wäre ein Anteil von drei Prozent der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom meldepflichtig. Das wären gut 145 Millionen Aktien, die zum aktuellen Kurs rund 4,2 Milliarden Euro wert sind. Elliott verwaltet nach eigenen Angaben Investments in Höhe von gut 80 Milliarden Dollar. Großaktionäre der Telekom sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bund mit jeweils gut 14 Prozent, gefolgt vom US-Vermögensverwalter Blackrock mit 5,7 Prozent.

Gut kam die Meldung eines möglichen Einstiegs von Elliott bei der Deutschen Telekom am US-Markt an: Im späten Handel an der Nasdaq verteuerten sich die Aktien von T-Mobile US um knapp drei Prozent. Es ist in dieser Woche nicht das erste Mal, dass Spekulationen um einen Elliott-Einstieg für Anlegerfantasie sorgen. Erst am Dienstag bewegte dies die französische Air Liquide aus der Chemiebranche.

JPMorgan bestätigt Kursziel

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Telekom mit einem Kursziel von 27,50 Euro auf "Overweight" belassen. Prinzipiell sei nachvollziehbar, warum sich ein aktivistischer Investor für die Bonner interessieren könnte, schrieb Akhil Dattani am Donnerstag anlässlich der Spekulationen um einen Einstieg von Elliott. Die Aktie erscheine extrem günstig trotz attraktiven Gewinnsteigerungen. Die Aktien würden belastet von "einem einzigartigen Cocktail strategischer Probleme". Zudem sei der im Raum stehende Zusammenschluss mit der US-Tochter T-Mobile US so komplex, dass sich eine breite Front dagegen gebildet habe. Auch hier könnte ein aktivistischer Investor auf der einen oder der anderen Seite Position beziehen. Für eine Neubewertung müsse die Telekom die künftige Beziehung zur US-Tochter plausibel machen und obendrein deren Probleme angehen.

/he/zb

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Cineberg / Shutterstock.com, Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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03.09.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.09.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.
10.08.26 Deutsche Telekom Overweight Barclays Capital
07.08.26 Deutsche Telekom Buy UBS AG

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