EZB: Nettoanleihekäufe sinken im März - PEPP-Nettokäufe enden


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Zentralbanken des Eurosystems haben ihre Nettoanleihekäufe unter dem Pandemiekaufprogramm PEPP mit einem erneut verringerten Volumen beendet. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) nahmen die PEPP-Anleihebestände im März nur noch um 30,214 (Februar: +40,184) Milliarden Euro zu. Die Bestände unter dem APP-Programm stiegen um 21,942 (+20,698) Milliarden Euro. Beim APP entfiel mit 14,172 (+12,095) Milliarden wie üblich der größte Teil auf öffentliche Anleihen. Der Bestand an Unternehmensanleihen stieg um 8,042 (+6,272) Milliarden Euro. Die Bestände an Covered Bonds verringerten sich um 0,606 (+2,376) Milliarden Euro, während sich die an ABS um 0,335 (-0,045) Milliarden Euro erhöhten.

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Die EZB hat ihre PEPP-Nettokäufe Ende März eingestellt, die APP-Nettokäufe aber mit erhöhtem Volumen fortgeführt. Geplant sind für April Nettokäufe von 40 (zuvor: 20) Milliarden Euro. Auf diese Weise würde sich das Volumen der gesamten Nettokäufe von 52 Milliarden Euro im März nur auf 40 Milliarden und nicht gleich auf 20 Milliarden Euro verringern. Im Mai sollen die APP-Nettokäufe auf 30 Milliarden sinken und im vierten Quartal wieder 20 Milliarden Euro erreichen. Allerdings könnte der EZB-Rat diesen Kurs am Donnerstag ändern.

Der Anteil deutscher Bundesanleihen an den gesamten im Rahmen des APP erworbenen Staatsanleihebeständen lag per Ende März wie im Vormonat bei 26,9 Prozent, Frankreichs bei 22,0 Prozent, Italiens bei 18,4 Prozent und Spaniens bei 12,9 (12,8) Prozent. Die Anteile am eingezahlten EZB-Kapital, an denen sich die Staatsanleihekäufe orientieren, liegen bei 26,4 Prozent, 20,4 Prozent, 17,0 Prozent und 12,0 Prozent.

Es sind nicht genügend Staatsanleihen von allen Euro-Ländern vorhanden, was durch höhere Käufe in den großen Mitgliedstaaten ausgeglichen wird. Außerdem werden keine griechischen Staatsanleihen erworben. Zudem kaufen die Zentralbanken Anleihen supranationaler Organisation in schwankenden Mengen.

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Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/cbr

(END) Dow Jones Newswires

April 06, 2022 09:23 ET (13:23 GMT)

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