EZB veröffentlicht Überschussreservedaten nationaler Banksysteme


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Transparenz ihres zweistufigen Systems der Verzinsung von Überschussreserven verbessern. Wie sie auf ihrer Website mitteilte, sollen künftig am Ende einer Mindestreserveperiode aggregierte und nationale Daten zur genehmigten Freistellung der Banken vom (negativen) Einlagenzins, eine Übersicht über tatsächlich frei gestellte und nicht freigestellte Reserven sowie zum nicht genutzten Spielraum bei Freistellungen veröffentlicht werden. Die aktuelle Mindestreserveperiode endet am 26. Januar, die nächste am 16. März.

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Die EZB stellt gegenwärtig das Sechsfache des Reservesolls jeder Bank vom Einlagenzins (minus 0,50 Prozent) frei. Allerdings verteilen sich die Überschussreserven regional recht unterschiedlich über die Länder des Euroraums. Es gibt Länder, deren Banken die Freistellungsmöglichkeiten nicht voll ausschöpfen können und solche, die trotz der Freistellung aufgrund hoher Kundeneinlagen stark unter dem negativen Zins leiden.

Zusätzlich zu diesen Daten will die EZB über Mindestreserveanforderungen, die tatsächlichen Reserven bei der Zentralbank und die Überschussreserven informieren.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

January 11, 2021 09:59 ET (14:59 GMT)

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