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SpaceX-Aktie vor Indexaufnahme fester: Was der NASDAQ 100-Einstieg für Anleger wirklich bedeutet


SpaceX-Aktie vor Indexaufnahme fester: Was der NASDAQ 100-Einstieg für Anleger wirklich bedeutet

Milliardenschwere Fondskäufe stehen bevor, doch die Geschichte früherer Indexneulinge zeigt: Der Automatismus wirkt anders, als viele Anleger erwarten.

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  • SpaceX wird morgen in den NASDAQ 100 aufgenommen
  • JPMorgan schätzt die Fondskäufe dadurch auf 4,3 Milliarden Dollar
  • Historische Daten zeigen gemischte Kursreaktionen früherer Indexneulinge
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Am morgigen Dienstag nimmt die NASDAQ den Raumfahrt- und Satellitenkonzern SpaceX in ihren Auswahlindex NASDAQ 100 auf - das ist längst kein Geheimnis mehr. Für Anleger, die passiv über Indexfonds investiert sind, bedeutet das automatisch eine neue Position im Depot, denn Fonds, die den Index abbilden, müssen ihre Zusammensetzung anpassen. Wie Barron's unter Verweis auf eine Auswertung von Dow Jones Market Data zeigt, verlief der Handelsstart neu aufgenommener Werte in den vergangenen zwei Jahren jedoch keineswegs automatisch positiv. Wer auf den reinen Automatismus der Indexaufnahme setzt, sollte deshalb sowohl die Mechanik der Fondskäufe als auch die historische Kursbilanz kennen.

Warum der NASDAQ-100-Eintritt Kapital bewegt

Anders als beim S&P 500, der eine einjährige Notierungspflicht verlangt, kennt der NASDAQ 100 seit einer neuen "Fast Track"-Regel eine Ausnahme für Mega-Börsengänge: Aktien können bereits am 15. Handelstag aufgenommen werden. Wie The Motley Fool berichtet, geht die Investmentbank JPMorgan davon aus, dass die Aufnahme über 4,3 Milliarden US-Dollar an passiven Käufen allein bei Indexfonds von Invesco auslöst, die laut Motley Fool gemeinsam etwa 570 Milliarden US-Dollar verwalten.

Beim Indexgewicht dürfte SpaceX dabei deutlich hinter etablierten Werten wie Amazon zurückbleiben, obwohl beide Unternehmen in einer ähnlichen Größenordnung bewertet werden. Der Grund liegt laut Motley Fool im sogenannten Streubesitz: Nur ein kleiner Teil der SpaceX-Aktien ist bislang frei handelbar, weil ein Großteil bei Insidern liegt oder Haltefristen unterliegt. Steigt der Streubesitz künftig, dürfte auch das Indexgewicht zunehmen.

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Was die Geschichte der Neuzugänge zeigt

Ein Blick auf frühere NASDAQ 100-Neuzugänge dämpft dabei die Erwartung automatischer Kursgewinne. Laut Barron's legten von 21 Aktien, die in den vergangenen zwei Jahren in den Index aufgenommen wurden, nur sechs in der ersten Woche zu, im Schnitt verloren die Neulinge in diesem Zeitraum 3,8 Prozent.

Besonders deutlich traf es CoreWeave, Nebius und Rocket Lab, die nach ihrer Aufnahme am 22. Juni 2026 im Zuge eines breiten Tech-Ausverkaufs jeweils mehr als 15 Prozent verloren.

Versöhnlicher liest sich die Bilanz auf längere Sicht: Nach Angaben von Barron's liegt die durchschnittliche Kursentwicklung neu aufgenommener Werte einen Monat nach der Indexaufnahme bei plus 3,6 Prozent, nach drei Monaten bei plus 6,3 Prozent.

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Darauf sollten Anleger jetzt achten

Für SpaceX-Anleger heißt das, dass der erzwungene Kauf durch Indexfonds real und beziffert ist, aber wenig darüber aussagt, wie sich der Kurs in den ersten Handelstagen entwickelt. Der nächste Beobachtungspunkt dürfte der erste vollständige Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen sein, der weiteren Aufschluss über die operative Entwicklung jenseits der reinen Indexmechanik gibt.

Einen Tag vor der Indexaufnahme schien die Stimmung bei den Anlegern gedämpft: Im NASDAQ-Handel verlor die SpaceX-Aktie schlussendlich 0,98 Prozent auf 160,42 US-Dollar.

Benedict Kurschat, Thomas Zoller, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Thrive Studios ID / Shutterstock.com

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17:21 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
14:06 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
12:11 SpaceX Outperform Bernstein Research
09:21 SpaceX Outperform RBC Capital Markets
08:01 SpaceX Buy Goldman Sachs Group Inc.