Globale Handelsströme haben sich im August erholt - WSJ-Indikator


Von Paul Hannon

LONDON (Dow Jones)--Die weltweiten Handelsströme haben sich im August zumindest teilweise wieder erholt. Das könnte ein Signal sein, dass die sich schnell ausbreitende Delta-Variante von Covid-19 die weltweite Wirtschaftserholung zwar verlangsamt, aber nicht zum Entgleisen gebracht hat.

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Ein vom Wall Street Journal (WSJ) entwickelter Frühindikator für die Handelsströme deutet auf einen saisonbereinigten Anstieg von 2,0 Prozent im August gegenüber dem Vormonat hin. Dies bedeutet eine Umkehr gegenüber Juli, als der Indikator um 2,5 Prozent zurückging, was der erste Rückgang seit März war, als die Handelsströme durch eine Blockade des Suezkanals beeinträchtigt wurden.

Die Entwicklung erfolgt in einem Umfeld, in dem Unternehmen in der ganzen Welt über Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Teilen und Rohstoffen klagen, die sie für die Herstellung ihrer Produkte benötigen, während wichtige Verkehrsnetze mit größeren Verspätungen arbeiten, als es vor dem Ausbruch der Pandemie üblich war.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Handelsvolumen um 25 Prozent gestiegen. Das zeigt, wie stark der Rückgang der Volumina in den ersten Monaten der Pandemie war, als die Volkswirtschaften intensiv mit Beschränkungen eine Eindämmung des Virus zu erreichen.

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Der Warenhandel hat sich nach dem anfänglichen Rückschlag durch die Pandemie viel schneller erholt als im Zuge der weltweiten Finanzkrise ab 2008.

Anfang dieses Monats erklärte die Welthandelsorganisation (WTO), sie gehe davon aus, dass sich die Handelsströme in diesem und im nächsten Jahr weiter schnell von der Pandemie erholen werden, wobei Asien die stärksten Exportzuwächse verzeichnen werde.

Zur Berechnung des Frühindikators für das Welthandelsvolumen verwendet das WSJ Daten aus acht Ländern mit schnell verfügbaren Handelszahlen aus sechs Regionen. Laut der Welthandelsorganisation entfielen auf diese acht Länder zusammen 39,1 Prozent des weltweiten Warenexportwerts im Jahr 2019. Um die verbleibenden 60,9 Prozent zu berücksichtigen, berechnet das Journal Skalierungsfaktoren für jede Region, die auf der Größe des fehlenden Anteils der Region basieren.

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