Rheinmetall-Aktie steigt: Bundeswehr erteilt Auftrag über mehr als 500 Millionen Euro
Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Auftrag mit einem Auftragswert von mehr als 500 Millionen Euro für die Lieferung von mobilen Rettungsstationen erhalten.
Werte in diesem Artikel
Wie der Düsseldorfer Rüstungskonzern mitteilte, soll die Bundeswehr in Erweiterung einer früheren Bestellung zusätzlich insgesamt 149 geschützte und ungeschützte Systeme im Wert von mehr als 500 Millionen Euro brutto erhalten. Der Auftrag sei im Juli gebucht worden und erhöhe die Stückzahl der Rettungsstationen auf insgesamt 165 Systeme im Gesamtwert von mehr als 600 Millionen Euro brutto. Der Abruf erfolge aus einem Ende 2024 erteilten Rahmenvertrag. Die Produktion der Rettungsstationen soll im ersten Quartal 2027 beginnen, so der DAX-Konzern.
Die Rettungsstationen sind Teil des Gesamtsystems Modulare Sanitätseinrichtungen (MSE). Innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr dienen die hochmobilen Rettungsstationen dazu, die erste notfallmedizinische Versorgung der Truppe sicherzustellen.
So reagiert die Rheinmetall-Aktie
Die Aktien von Rheinmetall kletterte via XETRA schlussendlich um 1,00 Prozent auf 1.214,00 Euro. Die Düsseldorfer meldeten am Morgen eine Bestellung der Bundeswehr für mobile Rettungsstationen mit einem Auftragsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro.
Rheinmetall-Papiere präsentierten sich zuletzt erholt vom Jahrestief im Juni. Insgesamt tun sie sich aber seit inzwischen fast einem Jahr schwer, nachdem sie sich zwischen Frühjahr 2022 mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bis Oktober 2025 fast das 22-fache an Wert gewonnen hatten. 2026 liegen sie zwar noch gut 21 Prozent im Minus, hatten zuletzt aber den seit Januar laufenden Abwärtstrend nach oben hin verlassen.
JPMorgan belässt Rheinmetall auf 'Neutral' - Ziel 1350 Euro
Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1.350 Euro auf "Neutral" belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien zwar stark gewesen, schrieb David Perry am Montag. Auf mittlere Sicht gebe es jedoch zunehmend Unsicherheiten. So deuteten die geänderten Prognosen der Düsseldorfer für den Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2026 sowie die Investitionsausgaben bis 2028 auf geringere Umsätze zwischen 2027 und 2030 hin als bisher erwartet - trotz des unveränderten Konzernziels für 2030. Perry wies darauf hin, dass seine unveränderten Ergebnisschätzungen bis 2030 um bis zu 17 Prozent unter dem Konsens lägen. Er bleibt bullisch für den europäischen Rüstungsbereich, bevorzugt aber Namen wie Leonardo, CSG, Renk, Babcock und Vincorion.
DOW JONES / FRANKFURT (dpa-AFX Broker) / NEW YORK (dpa-AFX)
Ausgewählte Hebelprodukte auf Rheinmetall
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Rheinmetall
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Tobias Arhelger / Shutterstock.com