Handelskonflikt eskaliert

NVIDIA-Aktie: Überraschendes Importverbot in Shenzhen könnte KI-Rally ausbremsen


NVIDIA-Aktie: Überraschendes Importverbot in Shenzhen könnte KI-Rally ausbremsen

Berichten zufolge steht der Vertrieb von NVIDIAs H200-Prozessoren in China vor massiven Hürden. Lokale Zollbeamte blockieren die Einfuhr, woraufhin wichtige Teilelieferanten ihre Fertigung eingestellt haben.

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• Chinesische Zollbeamte in Shenzhen sollen Logistikfirmen angewiesen haben, keine Anträge auf Zollabfertigung für H200-Chips mehr zu stellen
• Zulieferer von essenziellen Komponenten wie Leiterplatten haben angeblich die Produktion gestoppt
• NVIDIA rechnete wohl ursprünglich mit über einer Million Bestellungen von chinesischen Konzernen

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Zoll-Blockade trifft NVIDIA überraschend

Wie die Financial Times unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, hat die Blockade der H200-Chips durch chinesische Behörden die Beteiligten unvorbereitet getroffen. Erst im vergangenen Monat hatte US-Präsident Donald Trump Signale für eine Exportgenehmigung der älteren Chip-Generation gegeben. Doch just als die ersten Lieferungen in Hongkong eintrafen, sollen Zollbeamte in Shenzhen die weitere Abfertigung für das chinesische Festland untersagt haben.

Die Reaktion in der Lieferkette erfolgte wohl unmittelbar: Hersteller von Bauteilen, die spezifisch für den H200-Chip entwickelt wurden und nicht für andere Produkte verwendet werden können, haben dem FT-Bericht zufolge die Produktion in dieser Woche eingestellt. Besonders betroffen seien Anbieter von spezialisierten Leiterplatten, heißt es weiter.

Politisches Tauziehen um KI-Vorherrschaft

Hinter den Kulissen scheint ein Kompetenzstreit zwischen verschiedenen chinesischen Regierungsbehörden die Lage zu verkomplizieren. Während Tech-Giganten die NVIDIA-Chips aufgrund ihrer Leistung bevorzugen, dränge Peking verstärkt auf die Nutzung heimischer Halbleiter, um die nationale Selbstversorgung zu sichern. Diskutiert werden laut Financial Times derzeit restriktive Maßnahmen wie Lizenzsysteme oder feste Quoten für den Anteil importierter Hardware.

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Die Unsicherheit führe bereits zu ersten Reaktionen auf Kundenseite: Viele chinesische Abnehmer stornieren ihre H200-Bestellungen und weichen auf leistungsstärkere Modelle wie den B200 oder B300 aus, berichtet die FT mit Verweis auf die Kreise-Informationen. Da deren Export offiziell untersagt ist, floriert laut Marktberichten ein aktiver Schwarzmarkt für diese Hochleistungschips.

Neue Belastung für die NVIDIA-Aktie voraus?

Die NVIDIA-Aktie notierte zum NASDAQ-Handelsschluss am Freitag bei 186,23 US-Dollar (-0,44 Prozent). Da am gestrigen Montag aufgrund des Martin Luther King Jr. Days kein Handel an den US-Börsen stattfand, kann das Papier dort erst am heutigen Dienstag reagieren: So geht es stellenweise 4,01 Prozent auf 178,76 US-Dollar nach unten. Anleger blicken zudem auf den 25. Februar 2026, wenn NVIDIA seine Bilanz für das vierte Quartal vorlegen wird.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Casimiro PT / Shutterstock.com, Below the Sky / Shutterstock.com

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