Hohe Treibstoffpreise belasten deutsche Fischerei


HAMBURG (dpa-AFX) - Die hohen Treibstoffpreise belasten die deutsche Fischerei und wirken sich nach Einschätzung des Branchenverbands auf das Angebot aus. "Die Fischereibetriebe müssen vor der Fangreise kalkulieren, ob bei einer Fangfahrt die Kosten höher sein werden als die möglichen Erlöse, und dann wird entschieden, ob sie überhaupt losfahren", sagte der Sprecher des Deutschen Fischerei-Verbands. Gegenwärtig blieben Kutter im Hafen, weil sich eine Fahrt nicht rentiere.

Werbung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Beihilfen angekündigt, um die Betriebe anlässlich der Kostensteigerung zu entlasten. Fischer an Nord- und Ostsee können rückwirkend bis zu 50.000 Euro beantragen. Insgesamt stehen 4,5 Millionen Euro bereit. Die EU hat die Hilfen gebilligt.

Der Sprecher des Verbands aus Hamburg sagte, die Fischer könnten die Kosten nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergeben. Die Beihilfen des Ministeriums müssten nachgebessert werden, Krabbenfischer brauchten diese in wenigen Wochen auf. "Die Hilfen sind ein Tropfen auf den heißen Stein."

Für die Fischer sind dem Verband zufolge vor allem die Preise von Marinegasöl relevant. Die Preise des Treibstoffs hätten sich seit Jahresbeginn verdoppelt.

Werbung

Die Preise von Erdöl, Erdölprodukten und Erdgas sind nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar gestiegen. Produktionsstätten sind während des Kriegs beschädigt worden und Lieferketten über See und Land sind gestört./lkm/DP/zb

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.