Im Abwärtssog

BMW, Continental, VW & Co.: Anleger machen im Autosektor weiter Kasse


BMW, Continental, VW & Co.: Anleger machen im Autosektor weiter Kasse

Anhaltende Gewinnmitnahmen haben am Dienstag den europäischen Automobilsektor belastet.

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Die Automobilwerte büßten bis zum späten Vormittag am Ende des Sektortableaus rund ein Prozent ein.

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Am deutschen Aktienmarkt hatten die Papiere der Hersteller Volkswagen (VW), BMW und Daimler sowie von Continental und des Zulieferers Stabilus im XETRA-Handelsverlauf jeweils Tiefststände seit Mai erreicht und büßten zuletzt zwischen einem halben und zwei Prozent ein. Die wichtigsten Börsenbarometer hierzulande hingegen bewegten sich nur wenig.

Der Branchenindex der Automobilwerte war erst Anfang Juni nach einer monatelangen Rally haarscharf an einem Rekordhoch vorbei geschrammt. Angetrieben wird der Sektor generell von dem aktuellen Konjunkturaufschwung und dem starken Trend zur Elektrifizierung in der Branche. Zuletzt aber brachte der Chipmangel die verwundbare Autoindustrie weltweit aus dem Takt.

Anbieter von Computerchips waren auf IT oder Unterhaltungselektronik umgeschwenkt, nachdem die Autobauer wegen des Corona-Einbruchs große Halbleiter-Mengen quasi wieder abbestellt hatten. Das rächte sich: Wie bereits am Montag bekannt wurde, erholte sich hierzulande der Neuwagen-Markt im ersten Halbjahr nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Krise. Händlern zufolge reagierten die Anleger nun an diesem Dienstag mit etwas Verzögerung auf die Nachricht, da der Handel zu Wochenbeginn wegen des nachgeholten Unabhängigkeitstages in den USA recht mau verlaufen war.

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Daimler teilte an diesem Dienstag mit, insbesondere im Juni hätten die Lieferengpässe für Probleme bei den Auto-Auslieferungen gesorgt. Man erwarte, dass sich der Engpass noch bis zum Jahresende negativ auf den Absatz auswirken werde.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen wurden derweil etwas von der Meldung gestützt, dass die Wolfsburger die Mehrheit an ihrer prestigeträchtigen französischen Luxusmarke Bugatti abgeben. Zwar will man über die Sportwagentochter Porsche AG einen Restanteil an Bugatti behalten, Kontrolle und Haupteigentümerschaft gehen aber auf das kroatische Unternehmen Rimac über. Entsprechende Gerüchte habe es bereits seit Wochen gegeben, kommentierte ein Händler.

Laut dem Analysten Thomas Besson von der Investmentbank Kepler Cheuvreux ist die Veränderung bei der Eigentümerstruktur von Bugatti strategisch sinnvoll. Langfristig könne daraus Wert für die Aktionäre entstehen. Andere Experten halten bei VW auch das Abstoßen weiterer Randaktivitäten für realistisch. Aber das fiele nicht leicht.

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Konzernchef Herbert Diess machte bereits klar: Eine große Markenzahl per se ist kein wichtiges Kriterium mehr. Es störe ihn auch nicht, dass Toyota beim Absatz wieder an der VW-Gruppe vorbeizog, sagte er der Deutschen Presse-Agentur im Frühjahr. "Wir brauchen ausreichend Größe für Skalenvorteile, aber Größe an sich ist für uns kein Maßstab." Es gehe eher um Marktführerschaft beim E-Auto: "Hier wollen wir schneller wachsen und profitabler sein als die Wettbewerber."

/la/ag/eas

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Radu Bercan / Shutterstock.com

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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