Alphabet rückt für Verizon in den Dow Jones auf - Aktien im Blick
Wechsel im US-Aktienindex Dow Jones: Seit Montag sind die Anteilscheine der Google-Mutter Alphabet im US-Standardwerteindex notiert.
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Sie rücken für die Papiere des US-Telekomunternehmens Verizon nach, wie der Indexanbieter S&P Dow Jones Indices am Dienstag vergangener Woche mitgeteilt hatte.
Keine Änderungen ergeben sich dagegen durch die Abspaltung der Honeywell-Luftfahrtsparte. Die Papiere des Anbieters von Industrie- und Gebäudeautomation, der künftig Honeywell heißt, bleiben im Dow Jones Industrial.
Bei der Ausgliederung erhalten die Honeywell-Aktionäre für jeweils zwei gehaltene Anteilscheine ein Papier von Honeywell Aerospace. Die Titel der Honeywell-Luftfahrtsparte sind ab Montag im S&P 100 und S&P 500 gelistet.
Der Aufstieg des Internet- und Technologiekonzerns Alphabet war von Experten bereits seit einiger Zeit erwartet worden, da der Aktienkurs in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen ist. Zudem erfüllte das Unternehmen schon länger die qualitativen Aufnahmekriterien des Auswahlkomitees.
Anders als bei vielen Indizes ist beim Dow Jones nicht die Marktkapitalisierung das wichtigste Kriterium. Das Auswahlkomitee beurteilt vielmehr eine Reihe qualitativer Faktoren, darunter die Repräsentation des US-Markts, nachhaltiges Wachstum sowie ein hohes Anlegerinteresse.
Alphabet gehört bereits seit einiger Zeit zu den wertvollsten US-Unternehmen. Mit einem Börsenwert von etwas mehr als vier Billionen Dollar liegt der Konzern derzeit hinter NVIDIA und Apple.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) ist ein rein preisgewichteter Index. Er wird seit 1896 berechnet und ist damit der zweitälteste US-Aktienindikator. Das bedeutet, dass Unternehmen mit einem hohen Aktienkurs ein stärkeres Gewicht und damit größeren Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Derzeit trifft dies auf Goldman Sachs zu, deren Aktie über 1.000 Dollar kostet.
Da sich die Berechnung ausschließlich am Kurs orientiert, werden - anders als etwa beim DAX - keine Dividenden berücksichtigt. Weltweit sind die meisten wichtigen Börsenbarometer Kursindizes.
Für einen Vergleich mit dem deutschen Aktienmarkt ist es daher sinnvoll, den DAX Kursindex und nicht den bekannteren und meist verwendeten Dax-Performanceindex heranzuziehen. In den vergangenen zwölf Monaten ist er inklusive der Dividenden um 3,2 Prozent gestiegen und hat sich damit um knapp 2,7 Prozentpunkte besser entwickelt als der Kursindex.
Wichtig sind Indexänderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Diese müssen ihre Portfolios entsprechend umschichten und neu gewichten, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.
Für die Alphabet-Aktie ging es im NASDAQ-Handel um 4,96 Prozent nach oben auf 351,28 US-Dollar. Für die Papiere von Verizon ging es via NYSE derweil um 5,29 Prozent nach unten auf 4 44m08 US-Dollar.
/zb/he
NEW YORK (dpa-AFX)
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