Innenminister Dobrindt verlängert Grenzkontrollen


BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts Zehntausender Flüchtlinge in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an der Kontrolle der deutschen Landesgrenzen festhalten. "Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern", kündigte der CSU-Politiker an. Um die bisherigen Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration zu erhalten, müssten "flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen" aufrechterhalten werden. Bis wann die Kontrollen verlängert werden sollen, sagte Dobrindt nicht.

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Obwohl die Grenzen innerhalb der EU eigentlich offen sein sollen, wird seit dem 16. September 2024 wieder an allen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen. Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung dreimal verlängert - zuletzt bis Mitte September 2026.

"Die Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration", erklärte Dobrindt die erneute Verlängerung. In den vergangenen Tagen waren Schätzungen der regionalen Behörden zufolge rund 60.000 Migranten von Marokko aus irregulär in die spanische Exklave gelangt./ax/DP/mis

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