Institut: Abwärtstrend bei Immobilienpreisen teilweise gestoppt


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KIEL (dpa-AFX) - Der Preisrutsch bei Immobilien hat nach Erkenntnissen des Kieler Wirtschaftsforschungsinstitutes IfW vielerorts nachgelassen - zumindest vorerst. "Gegenüber dem ersten Quartal 2023 ziehen viele Preise sogar wieder leicht an, allerdings zeigt sich noch ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahr und den Höchstständen", berichtete das IfW am Donnerstag. Basis ist der Immobilienindex Greix, für den die Wissenschaftler tatsächliche Verkaufspreise für Immobilien in 18 deutschen Städten auswerten. Dies macht die Daten im Vergleich zur Auswertung von Verkaufsannoncen besonders aussagekräftig.

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Ob der Trend anhält, ist aus Sicht von IfW-Präsident Moritz Schularick ungewiss. "Nach einem historisch so ungewöhnlich starken und schnellen Preisverfall, wie wir ihn gesehen haben, ist eine Phase der Gegenbewegung durchaus normal, der abermalige Preisrückgänge folgen könnten", sagte Schularick laut Mitteilung.

Häuserpreise haben laut IfW die Phase der Preiskorrektur zunächst überwunden und zogen vom ersten zum zweiten Quartal wieder an. Die Preise für Eigentumswohnungen gingen zwar zurück, allerdings nur noch leicht und regional sehr unterschiedlich. In einzelnen Städten seien auch steigende Preise zu beobachten. Verglichen mit dem Vorquartal errechneten die Ökonomen für Eigentumswohnungen ein Minus von 0,3 Prozent, für Einfamilienhäuser ein Plus von 2,3 Prozent und für Mehrfamilienhäuser einen Zuwachs um 1,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal lagen die Preise für Eigentumswohnungen 9,9 Prozent tiefer. Bei Einfamilienhäusern waren es 10,5 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern 20,9 Prozent.

Die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschlands Top-7-Metropolen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) hätten im Vergleich zum Vorquartal teilweise sogar angezogen, berichten die IfW-Ökonomen. Ausreißer nach unten ist demnach Hamburg, wo die Preise um 3,9 Prozent zurückgingen. Den zweitkräftigsten Preisrückgang verzeichnete Frankfurt mit minus 0,9 Prozent. In Düsseldorf (plus 2,9 Prozent) und Berlin (plus 1,3 Prozent) stiegen die Preise für Eigentumswohnungen wieder./kf/DP/mis

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