Institute: Wachstum im Euroraum wird im vierten Quartal abflachen
MÜNCHEN (Dow Jones)--Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird nach einer massiven Erholung im dritten Quartal im folgenden Quartal abflachen. Das erwarten die Forschungsinstitute Ifo aus München, KOF aus Zürich und Istat aus Rom in ihrem neuen Eurozone Economic Outlook. "Verlässliche Prognosen sind im derzeitigen Umfeld jedoch schwierig, da niemand weiß, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, wann ein Impfstoff verfügbar ist und wie die Wirtschaftspolitik wirkt", schränkten die drei Institute ein.
Die Institute veranschlagen für das vierte Vierteljahr ein Wachstum von nur 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach einen Plus von 8,2 Prozent im dritten Quartal und einem Einbruch um 11,8 Prozent im zweiten Quartal. Im Gesamtjahr 2020 erwarten die Institute ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 8,0 Prozent. Im ersten Quartal 2021 sehen sie dann noch ein Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Im laufenden dritten Quartal sehen die Institute alle wichtigen Zahlen im positiven Bereich: Die Industrieproduktion wächst um 15,2 Prozent, der private Konsum um 9,2 Prozent und die Investitionen um 10,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. "Danach flachen sich alle Wachstumsraten wieder deutlich ab, wodurch das Gesamtjahr tief in den roten Zahlen landet", sagen die Institute voraus.
Die Preissteigerungsrate dürfte um die Nulllinie schwanken. Die Prognose beruht auf einem Ölpreis von 43 Dollar für ein Fass Nordsee-Öl und einem Kurs von 1,18 Dollar pro Euro.
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September 29, 2020 05:45 ET (09:45 GMT)