JDC Group: Fulminantes Wachstum und Insiderkäufe
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Die JDC Group startet mit beeindruckendem Wachstum ins Jahr 2026. Dennoch reagiert der Markt zurückhaltend – eine Chance für langfristig orientierte Anleger.
Werte in diesem Artikel
Mit einem fulminanten Wachstum ist die JDC Group in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Trotz geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten konnte der Finanzdienstleister seinen Umsatz gleich um 20,3 Prozent auf die neue Rekordmarke von 74,9 Mio. Euro steigern. Noch deutlich stärker kam die Ertragsseite voran, das EBITDA legte um 61,1 Prozent auf 8,1 Mio. Euro zu und das EBIT sogar um 85,0 Prozent auf 6,4 Mio. Euro.
Starkes Kerngeschäft
Dazu konnte das kleinere Geschäftsfeld Advisory, also die Betreuung von Privatkunden über die Tochter FiNUM, immerhin einen Erlösanstieg von 6,6 Prozent bei einem stabilen EBITDA von 1,2 Mio. Euro beitragen. Getragen wurde das Wachstum aber vor allem vom Kerngeschäft Advisortech, also dem Plattformangebot für Fonds und Versicherungen. Hier konnten die Wiesbadener ihren Umsatz um 22,4 Prozent steigern und erstmals die Grenze von 65 Mio. Euro überschreiten. Davon profitierte auch das EBITDA der Sparte, das gleich um 62,2 Prozent auf 8,1 Mio. Euro zulegen konnte.
Volltreffer FMK
Maßgeblichen Anteil am starken Wachstum des Kerngeschäfts hatte die im letzten September übernommene FMK-Gruppe. Denn während das Plattformneugeschäft unter den widrigen Rahmenbedingungen litt, konnte das Hamburger Unternehmen, das sich auf die digitale Leadgenerierung spezialisiert hat, die wiederkehrenden Umsätze der JDC Group deutlich ankurbeln. Dieser Effekt soll durch die zunehmende Hebung von Synergien sowie den Einsatz weiterer KI-Tools auf der Plattform in den kommenden Monaten sogar noch zunehmen.
Starke Prognose
Für das Gesamtjahr bleibt das Management daher trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten optimistisch und bestätigte die Jahresprognose, die für 2026 einen kräftiges Umsatzwachstum auf 300 bis 330 Mio. Euro (Vj.: 250,0 Mio. Euro) bei einem überproportionalen Anstieg des EBITDA auf 35 bis 38 Mio. Euro (Vj.: 20,6 Mio. Euro) vorsieht. Damit dürfte sich das KGV für 2026 im Prognosemittel auf etwa 20 stellen, was in Relation zur angepeilten Gewinndynamik erhebliche Bewertungsreserven signalisiert. Zumal das Unternehmen erst kürzlich auch seine Mittelfristprognose überarbeitet hat, die nunmehr unter Einbeziehung von FMK bis 2030 ein EBITDA von mehr als 60 Mio. Euro bei einem Umsatz von über 500 Mio. Euro vorsieht.
Fazit
Auch wenn die Börse heute - in einem allerdings schwachen Gesamtmarkt - überraschend negativ auf die Meldung reagiert hat, womöglich wegen der Delle im Plattformneugeschäft, die aber temporärer Natur sein dürfte, bleibt die JDC-Aktie für längerfristige Anleger ein Top-Pick im Finanzsektor. Das sehen offenbar auch die Leitungsgremien des Unternehmens so, die erst kürzlich den JDC-Aktionären ein Rückkaufangebot zum Preis von 22,50 Euro gemacht haben und sich auch selbst in den letzten beiden Monaten mit „eigenen“ Aktien im Wert von rund 250 Tsd. Euro eingedeckt haben.
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Erstellung am 11.05.26 um 14:47 Uhr.
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