Jungheinrich: Rebound dank frischer Konjunkturhoffnung?


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Jungheinrich: Rebound dank frischer Konjunkturhoffnung?

Die überraschend starken Ifo-Daten geben deutschen Industriewerten Rückenwind. Auch die Jungheinrich-Aktie versucht sich an einer Bodenbildung, doch die fundamentale Ausgangslage bleibt fragil.

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Die deutsche Wirtschaft kommt in Bewegung. Das Ifo-Geschäftsklima kletterte im August auf den höchsten Stand seit Langem, die Erwartungskomponente sprang stärker, als es Volkswirte erwartet hatten. Das Statistische Bundesamt hob zudem das Wachstum im zweiten Quartal auf 0,3 Prozent an, getragen vom Außenhandel. Von einer solchen Aufhellung profitieren traditionell die konjunktursensiblen Industriewerte, und dazu zählt der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich in besonderem Maße.

Erholung von tiefem Niveau

Der Kurs der Vorzugsaktie legte vor Redaktionsschluss um gut 2 Prozent zu. Seit Jahresbeginn hatte die Aktie aber bereits zeitweise rund ein Drittel an Wert verloren. Insofern kommt die jüngste Erholung von einem sehr niedrigen Ausgangspunkt. Charttechnisch ist sie trotzdem bemerkenswert, denn der Kurs hat die 50-Tage-Linie bei 24,43 Euro zurückerobert und notiert exakt auf der 100-Tage-Linie, die nun zur unmittelbaren Bewährungsprobe wird.

Widerstand von oben

Der übergeordnete Trend bleibt aber bislang bearisch. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 29,31 Euro deutlich oberhalb und fällt weiter, was für eine noch frühe Phase der Bodenbildung spricht. Die Indikatoren sind uneinheitlich: Der RSI notiert mit 53,58 im neutralen Bereich und lässt Luft nach oben, während der MACD nach der jüngsten Erholung wieder nahe der Nulllinie schwankt und noch kein belastbares Kaufsignal liefert. Das Momentum hat immerhin knapp ins Positive gedreht. Die zuletzt eher zurückhaltenden Handelsumsätze mahnen allerdings, den Ausbruchsversuch nicht überzubewerten.

Fundamentale Bremse bleibt

Schwerer als die Charttechnik wiegt die Geschäftsentwicklung. Erst im Juli senkte das Unternehmen den Gewinnausblick: Für 2026 werden nun 340 bis 400 Millionen Euro operatives Ergebnis erwartet, zuvor waren es 380 bis 450 Millionen. Die operative Marge dürfte auf 6,2 bis 7,0 Prozent sinken. Als Belastung wirken der harte Preisdruck durch chinesische Wettbewerber im Einstiegssegment, hohe Materialkosten und die Nachwirkungen des Streiks im Werk Lüneburg. Im zweiten Quartal fiel der operative Gewinn trotz höheren Umsatzes um 17 Prozent auf 88 Millionen Euro, die Marge sank auf 6,3 Prozent. Immerhin fielen die Prognosen für Umsatz und Auftragseingang leicht höher aus, was auf intakte Nachfrage hindeutet.

Entscheidend für den Rebound ist, ob die konjunkturelle Aufhellung tatsächlich in den Auftragsbüchern ankommt. Springt der Kurs nachhaltig über die 100-Tage-Linie, wird als Nächstes der Bereich um die fallende 200-Tage-Linie interessant. Vorerst ist Zurückhaltung angebracht, denn die bessere Stimmung hat sich in den Margen noch nicht niedergeschlagen.

Deutlich gelitten hat im bisherigen Jahresverlauf auch die DEWB-Aktie, die trotz einer leichten Erholung noch immer klar unter ihrem Buchwert notiert. Da dies kaum zu den Fortschritten im Portfolio passt, könnte sich hier eine Gelegenehit bieten: zum Artikel

An fehlenden Impulsen leidet 2G Energy derzeit nicht, denn das Geschäft mit Kraftwerken für Rechenzentren hat dem Unternehmen einen Auftragsboom beschert. Auch dort hat der Kurs zuletzt korrigiert, allerdings deutlich glimpflicher als bei vergleichbaren Titeln: zum Artikel

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Erstellung am 25.08.26 um 13:58 Uhr.

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