K+S: Hier droht jetzt Gefahr

08.06.26 10:00 Uhr

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K+S: Hier droht jetzt Gefahr | finanzen.net

Die Aktie von K+S hat den Rückwärtsgang eingelegt und den Großteil der Kursgewinne aus dem Jahr 2026 wieder abgegeben. Die Q1-Zahlen und die jüngste M&A-Transaktion helfen bislang wenig.

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Bis Mitte März erzielte die Aktie von K+S im Börsenjahr 2026 ein Kursplus von rund 45 Prozent. Getrieben von der Furcht vor einem Mangel an Düngemitteln und Harnstoffen durch den Krieg am Golf kletterten die Kalipreise. Ein Szenario, das dem Düngemittelhersteller K+S in die Karten spielte. Damit dürfte es allerdings erst einmal vorbei sein: Der Industrieverband Agrar (IVA) ist sich sicher, dass die Düngemittelversorgung in Europa nicht gefährdet ist.

Sonderkonjunktur ist ausgereizt

Denn Deutschland und Europa nutzen alternative Importmärkte für Harnstoffe. Dazu gehören Algerien und Ägypten. Das Volumen, das die Meerenge von Hormus passieren muss, wird vom Verband auf 30 Prozent des globalen Handels geschätzt. Offensichtlich geht es aber ohne Sonderkonjunktur bei K+S nicht so schwungvoll voran. Die Aktie befindet sich wieder in einem stabilen Abwärtstrend. Aktuell liegt das Jahresplus noch bei rund 13 Prozent. Dass sich das Unternehmen wieder auf die operativen Stärken besinnt und das Geschäft regional weiter ausbaut, ist dabei eigentlich eine gute Nachricht.

Hohe EBITDA-Marge

So hat K+S das polnische und deutsche Salzgeschäft von Qemetica aus Warschau übernommen – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Bei einem erfolgsabhängigen Kaufpreis von 350 bis 380 Mio. Euro erzielten die beiden Siedesalz-Standorte in Janikowo (Polen) und Staßfurt 2025 ein beachtliches EBITDA von knapp 50 Mio. Euro. Das EBITDA-Ziel von K+S für 2026 liegt bei 630 bis 730 Mio. Euro. Gemessen am Umsatz ist die Übernahme jedoch eher ein kleiner Fisch: Die beiden Qemetica-Einheiten erzielten 2025 rund 125 Mio. Euro Umsatz: Das sind ungefähr 3,5 Prozent der 2025er-Erlöse von K+S.

Fazit

Strategisch dürfte der Zukauf gut ins Portfolio von K+S passen und gut finanzierbar sein. So bieten die Polen unter anderem Salzspezialitäten zur Wasserenthärtung und für die Lebensmittelindustrie. Erfreulich ist zudem die EBITDA-Marge der Qemetica-Einheiten, die auf Basis der vorliegenden Angaben zuletzt satte 40 Prozent betrug. Kräftig auf die Euphorie-Bremse trat hingegen die Deutsche Bank. Trotz des Zukaufs behält diese ihre Einschätzung mit „Verkaufen“ und einem Kursziel von 10,50 Euro bei. Ob erneute Spannungen am Golf der Aktie von K+S spürbar helfen, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Zudem mahnt die technische Situation der Aktie zur Vorsicht.

Eine fortgeschrittene Bodenbildung ist hingegen bei der Aktie von Pyramid zu beobachten. Eine Analystenkonferenz könnte am 10. Juni neue Impulse geben: zum Artikel

Bei Pyrum dauert es noch etwas, aber im dritten Quartal steht dann eine wichtige News an, die den Kurs stark beeinflussen kann:  zum Artikel

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Erstellung am 8.6.26 um 9:53 Uhr.

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