Michael Burry sieht SpaceX-Aktie kritisch - und scheut dennoch die Wette gegen Elon Musk

Michael Burry hält die Bewertung von SpaceX für überzogen. Dennoch verzichtet der Investor aktuell auf eine Short-Wette gegen Musks Raumfahrtkonzern.
Werte in diesem Artikel
• Michael Burry sieht derzeit weder eine Long- noch eine Short-Position in SpaceX
• Keine Put-Optionen wegen der hohen Kosten
• Burry hält die Bewertung von SpaceX für schwer nachvollziehbar
Michael Burry, bekannt durch seine Wette gegen den US-Hypothekenmarkt vor der Finanzkrise 2008, hat in einem Beitrag auf der Plattform Substack klargestellt, dass er aktuell keine Position in SpaceX hält. Wie CNBC berichtet, schrieb er wörtlich: "Ich bin derzeit nicht bei SpaceX tätig. Weder short noch long." Damit stellt er klar, dass er sich trotz seiner Skepsis bewusst gegen eine Wette entschieden hat - sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse.
Put-Optionen zu teuer
Zwar habe Burry verschiedene Put-Optionen analysiert, um auf fallende Kurse bei SpaceX zu setzen, letztlich aber darauf verzichtet - nicht aus Überzeugung, sondern wegen der hohen Kosten am Optionsmarkt. Demnach lag ein Put mit Strike bei 100 US-Dollar und Laufzeit bis Dezember 2028 bei rund 25 US-Dollar pro Kontrakt. Eine Variante mit Laufzeit bis Juni 2027 kostete etwa 13 US-Dollar, ein Kontrakt mit Fälligkeit Dezember 2026 rund 6,75 US-Dollar. Gerade die kürzer laufende Option habe ihn gereizt.
Im Mittwochshandel hatte die an der NASDAQ gelistete SpaceX-Aktie bei 191,82 US-Dollar (-4,95 Prozent) geschlossen. Am Donnerstag geht es zeitweise weitere 6,5 Prozent auf 179,35 US-Dollar runter.
Scharfe Kritik an der SpaceX-Bewertung
Inhaltlich bleibt Burry gegenüber dem Unternehmen deutlich skeptisch. So bezeichnete er SpaceX als "im Grunde ein kleines Raumfahrtunternehmen, einen Nischenanbieter im Telekommunikationsbereich, ein von Problemen geplagtes Social-Media-Unternehmen und eine Art ‚CoreWeave-Light‘".
Zudem stellte er die Relation zwischen operativer Größe und Börsenwert infrage. SpaceX erziele demnach weniger als 20 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, wird am Markt aber inzwischen mit 2,7 Billionen US-Dollar bewertet.
Vergleich mit Berkshire Hathaway
Besonders deutlich wurde Burrys Kritik durch einen Vergleich mit Berkshire Hathaway. Er verwies darauf, dass SpaceX inzwischen höher bewertet sei als Warren Buffetts Konglomerat, "das über zwei Jahrhunderte hinweg in mühevoller Arbeit aufgebaut wurde" von den "beiden größten Investoren unserer Zeit", so der durch den Film "The Big Short" weltbekannt gewordene Investor. Für Burry ist das ein Hinweis darauf, wie stark sich die Bewertung von fundamentalen Größen entfernt hat.
Was das für Anleger bedeutet
Der Fall zeigt, dass selbst ausgewiesene Short-Spezialisten wie Michael Burry bei extrem hoch bewerteten Wachstumsstories vorsichtig agieren. Für Anleger bedeutet das: Eine skeptische Sicht auf die Bewertung allein reicht nicht automatisch als Investmentthese aus - insbesondere dann nicht, wenn Absicherung oder Gegenwetten teuer sind.
Thomas Zoller, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
Übrigens: Berkshire Hathaway und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Berkshire Hathaway
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Berkshire Hathaway
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Berkshire Hathaway News
Bildquellen: Jim Spellman/WireImage/Getty Images, SpaceX
