Kein Verzug

Lufthansa-Aktie in Rot: Bei Erstattungen wieder auf Vorkrisen-Niveau - Bordverpflegung künftig aus München


Lufthansa-Aktie in Rot: Bei Erstattungen wieder auf Vorkrisen-Niveau - Bordverpflegung künftig aus München

Bei der Erstattung von stornierten Flugtickets sieht sich der Lufthansa-Konzern nicht mehr im Verzug.

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Aktuell seien noch rund 100 000 Vorgänge im Wert von rund 43 Millionen Euro offen, berichtete das Unternehmen am Montag in Frankfurt. Das entspreche dem normalen Niveau vor der Corona-Krise und werde im laufenden Jahr voraussichtlich noch leicht abnehmen, wegen fortlaufender Neu-Stornierungen aber nie gänzlich null erreichen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

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Wegen der zahlreichen Flugabsagen hatte es im vergangenen Sommer bei der Lufthansa-Gruppe und anderen Airlines erhebliche Staus bei den Erstattungen gegeben. Kunden hatten monatelang auf ihr Geld warten müssen, das ihnen laut einer EU-Richtlinie innerhalb von sieben Tagen zugestanden hätte. Die Lufthansa Group hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit der einfachen elektronischen Erstattungsanmeldung in ihren Buchungsprozessen abgeschaltet. Seit Beginn der Pandemie wurden dann bis Donnerstag vergangener Woche (21. Januar) 3,9 Milliarden Euro an mehr als 9,8 Millionen Kunden erstattet.

"Ständig wechselnde Reiserestriktionen und -warnungen zwingen Lufthansa dazu, Flugpläne immer wieder zu ändern. Das führt zu unvermeidlichen Flugstreichungen. Die damit verbundenen Erstattungsanträge werden so schnell wie möglich bearbeitet", sagte ein Unternehmenssprecher. Die elektronische Anmeldung der Ansprüche sei längst wieder aktiviert und führe zur Bearbeitung "in marktüblichen Zeiten". Verbraucherschützer hatten hingegen wiederholt eine Ende der Praxis gefordert, dass Tickets weit im Voraus bezahlt werden müssen.

Lufthansas kostenpflichtige Bordverpflegung kommt künftig aus München

Der Lufthansa-Konzern kooperiert bei seiner künftig kostenpflichtigen Bordverpflegung mit Firmen aus München. Neben den bereits zuvor angebotenen Heißgetränken aus dem Hause Dallmayr liefert nun das Gastro-Unternehmen "dean&david" die Rezepte für Snacks, die beim Flugzeug-Caterer Gate Gourmet zubereitet werden. Das neue Konzept soll im Laufe des Sommerflugplans eingeführt werden, teilte der Lufthansa-Konzern am Montag in Frankfurt mit.

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Auf den Europaflügen der Lufthansa-Gruppe wird es künftig in der Economy-Klasse keine kostenfreie Verpflegung mehr geben, wie der Konzern bereits im November angekündigt hatte. Eine Tasse Kaffee oder Tee oder auch der beliebte Tomatensaft sollen für drei Euro angeboten werden. Bei den Marken Swiss und Lufthansa gibt es noch eine Flasche Wasser und eine kleine Schokolade gratis. Dieses Detail hat Lufthansa vom einstigen Konkurrenten Air Berlin übernommen.

Via XETRA fällt die Lufthansa-Aktie derzeit um 3,65 Prozent auf 9,60 Euro.

/ceb/DP/stw

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Robert Sarosiek / Shutterstock.com

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