KI-Blase

CoreWeave- und Oracle-Aktie im Fokus: Kritiker nennt OpenAI die Lehman Brothers der KI-Blase


CoreWeave- und Oracle-Aktie im Fokus: Kritiker nennt OpenAI die Lehman Brothers der KI-Blase

Ein Tech-Experte sieht in OpenAI den zentralen Risikofaktor der gesamten KI-Branche, mit möglichen Folgen bis zu Infrastrukturanbietern wie der Oracle-Aktie.

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  • Zitron vergleicht ein mögliches OpenAI-Scheitern mit dem Lehman-Kollaps 2008
  • Infrastrukturanbieter wie Oracle und CoreWeave hängen an OpenAI-Zahlungen
  • Einen konkreten Zeitpunkt für ein Scheitern nennt der Kritiker nicht
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Der Technologieanalyst und KI-Kritiker Ed Zitron bezeichnet OpenAI als die Lehman Brothers der KI-Blase und warnt laut Business Insider, ein Scheitern des ChatGPT-Entwicklers könnte weite Teile der Finanzmärkte erschüttern. Seine These: Die gesamte KI-Euphorie sei im Kern die Blase eines einzigen Unternehmens, und deren Fortbestand hänge allein daran, dass OpenAI bislang nicht zusammengebrochen ist.

Wie OpenAI zum Fixpunkt der KI-Manie wurde

Zitron datiert den Beginn der aktuellen Phase auf den ChatGPT-Start im November 2022, der einer Technologiebranche ohne neue Ideen genau zur rechten Zeit gekommen sei. Nach seiner Lesart rechtfertigte allein die Existenz von OpenAI eine Ära der Manie und des Überflusses, die seither Investoren, Öffentlichkeit und zahlreiche Zulieferunternehmen in ihren Bann gezogen habe. Auch der wichtigste Konkurrent Anthropic verdanke seine Marktstellung diesem Sog, da mehrere Gründer zuvor bei OpenAI arbeiteten und konkurrierende Technologiekonzerne gezielt in das Unternehmen investiert hätten, um einen Gegenspieler aufzubauen.

Oracle und CoreWeave als Nervenknoten der Infrastruktur

Besonders verwundbar sieht Zitron jene Unternehmen, die massiv in KI-Rechenzentren investiert haben, um OpenAIs Rechenlast zu bedienen. Sollte der ChatGPT-Entwickler etwa aufhören, Infrastrukturanbieter wie Oracle oder CoreWeave zu bezahlen, drohten diesen nach seiner Einschätzung eigene Zahlungsschwierigkeiten. Verschärfen könnte sich die Lage zusätzlich, falls OpenAI die kostenlose ChatGPT-Version einstellt oder die Preise anhebt, was Investoren bei der Finanzierung weiterer KI-Startups deutlich vorsichtiger werden ließe.

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Vom Kapitalmarkt-Vergleich zur Fehlallokations-These

Die derzeitigen KI-Investitionen stellen nach Zitrons Einschätzung die größte Fehlallokation von Kapital in der Geschichte dar. Diese Formulierung deckt sich mit der Einschätzung des KI-Forschers Gary Marcus, der ebenfalls wiederholt vor einer Überbewertung des Sektors gewarnt hat. Eine Prognose, wann oder wie OpenAI tatsächlich scheitern könnte, liefert Zitron ausdrücklich nicht.

Ein belastbarer nächster Prüfstein dürfte der geplante Börsengang von OpenAI sein. Erst die dabei offengelegten Finanzkennzahlen werden zeigen, ob die von Zitron beschriebene Abhängigkeit des KI-Sektors von einem einzigen Unternehmen tatsächlich so groß ist wie behauptet.

Thomas Zoller, Bettina Schneider, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: JarTee / Shutterstock.com, Deemerwha studio / Shutterstock.com

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11.06.26 Oracle Sector Perform RBC Capital Markets
11.06.26 Oracle Buy Goldman Sachs Group Inc.
11.06.26 Oracle Buy UBS AG