KI-Software

Meta-Aktie höher: Facebook-Konzern bringt kompaktes KI-Gerät auf den Markt


Meta-Aktie höher: Facebook-Konzern bringt kompaktes KI-Gerät auf den Markt

Der Facebook-Konzern Meta will ein Gerät in der Größe eines Schlüsselanhängers für den Zugriff auf seine KI-Software etablieren.

Werte in diesem Artikel
Aktien

294.40 EUR -2.25 EUR -0.76 %

296.65 EUR 0.40 EUR 0.14 %

673.40 EUR 17.60 EUR 2.68 %

Es heißt Muse Charm und soll bis Jahresende auf den Markt kommen, wie Konzernchef Mark Zuckerberg auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect ankündigte.

Werbung

Das Gerät bekommt ein kleines Display - sowie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch Mikrofon, zwei Kameras und Internet-Anbindung über 5G-Datenfunk. Es sei noch nicht ganz fertig, schränkte Zuckerberg ein. Es gibt keine Angaben dazu, in welchen Ländern es herauskommen soll.

Mit dem Charm übernimmt Meta die Führung bei Versuchen, in der KI-Ära ein speziell darauf ausgerichtetes Gerät zusätzlich zum Smartphone auf den Markt zu bringen. Bisher war bekannt, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI daran arbeitet. OpenAI holte dafür sogar den ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive an Bord, der Aussehen und Funktionsweise von iPhone, iPad und anderen Geräten mitgeprägt hatte.

Das Projekt geriet allerdings zuletzt in schwieriges Fahrwasser, weil Apple OpenAI in einer Klage vorwirft, Geschäftsgeheimnisse von abgeworbenen Mitarbeitern zu verwenden. Dem iPhone-Konzern zufolge arbeiten inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Beschäftigte bei OpenAI.

Werbung

An Konkurrenz "vorbeigeschlichen"

Meta sei es gelungen, an Rivalen wie OpenAI "vorbeizuschleichen", sagte Branchenanalyst Avi Greengart von der Beratungsfirma Techsponential. Auf absehbare Zukunft werde zwar kein Gerät das Smartphone ersetzen. "Aber kann es ergänzt werden? Absolut!" Zugleich habe Meta zwar das Problem, dass viele Menschen dem Konzern beim Datenschutz misstrauten. Aber selbst inmitten der Beschwerden über die Kameras in Metas KI-Brillen würden Millionen der Geräte verkauft

- und Milliarden nutzten täglich verschiedene Plattformen wie

Instagram, Facebook und WhatsApp. Muse, einen auf den Alltag zugeschnittenen KI-Assistenten, hatte Meta erst vor wenigen Wochen in den USA herausgebracht.

Das neue KI-Gerät ist auch eine erneute Attacke auf die Dominanz von Apple und Google (Alphabet C (ex Google)) im Smartphone-Geschäft mit ihren beiden Betriebssystemen. Meta hatte in den vergangenen Jahren vergeblich versucht, unter anderem mit Brillen für Virtuelle Realität (VR) eine neue Computer-Plattform für die Zukunft zu etablieren. Das Smartphone erweist sich jedoch bisher weiterhin als der dominante Alltagscomputer. Der neue Apple-Chef John Ternus machte jüngst bei der Vorstellung neuer iPhone-Modelle deutlich, dass der Konzern seine Telefone weiterhin als tragende Säule des digitalen Alltags sieht.

Werbung

Neue kompakte VR-Brille

Zugleich gibt Meta auch bei VR-Brillen nicht auf. Im Frühjahr soll ein neues Modell auf den Markt kommen, das leichter und deutlich dünner ist als Geräte der Konkurrenz. Die Meta VR Glasses wiegen nur 100 Gramm. Auch die kompaktesten bisherigen VR-Headsets wirken klobig dagegen, weil die Glasses die Form einer gewöhnlichen Brille haben. Statt Gläsern hat sie aber Displays vor den Augen. Mit Spielen, TV-Inhalten und 3D-Sportübertragungen sowie der Nutzung als PC-Monitor tritt Meta direkt gegen Apples Vision Pro an, die eher das Format einer Skibrille mit Aluminium-Rahmen hat.

Zuckerberg betonte bei der Vorstellung, dass die Meta-Brille deutlich leichter als die Vision Pro sei. Sie soll in den USA 1.299 Dollar kosten - während Apple sein Gerät ab einem Preis von 3.699 Dollar verkauft. Bei einer Kostprobe wirkte die Bildqualität in der Meta-Brille etwas schlechter als bei der Vision Pro, was an der geringeren Auflösung der Bildschirme vor den Augen liegen könnte.

KI-Brille mit Display auch in Deutschland

Inmitten einer laufenden Datenschutz-Debatte um Kamera-Brillen bringt der Konzern unterdessen auch seine KI-Brille mit kleinem Display in einem der Gläser auch nach Deutschland. Das Gerät wird knapp ein Jahr nach dem US-Start ab dem 13. Oktober zum Preis von 899 Euro verfügbar sein.

Meta hat auch verschiedene Kamera-Brillen ohne Display im Angebot und stellte auf der Connect zudem ein neues Modell ohne eine Kamera vor. Die Kameras in den Brillen sind nicht nur dafür da, Fotos und Videos aufzunehmen, sondern sollen auch Künstlicher Intelligenz (KI) von Meta vermitteln, was die Nutzer gerade sehen, damit sie ihre Antworten darauf anpassen kann.

Ein LED-Licht zeigt an, wenn die Kamera aktiv ist. Zuletzt gab es Kontroversen um die Geräte. Einige Nutzer versuchten, das Licht zu verdecken oder zu entfernen, andere nahmen damit etwa Belästigungen auf und veröffentlichten sie online. Auch in Europa gibt es Forderungen, Kamera-Brillen zu verbieten.

Meta-Manager: Bekämpfen missbrauch

Meta gehe gegen Missbrauch vor, sagte der zuständige Top-Manager Alex Himel der Deutschen Presse-Agentur. "Wir nehmen das sehr ernst." Alle Brillen mit manipulierter LED-Anzeige seien abgeschaltet worden. Zudem scanne Meta Plattformen wie Instagram und Facebook, um Videos mit Belästigungen zu finden - "und dann löschen wir nicht nur die Inhalte, sondern blockieren auch die Accounts". Schließlich versuche Meta, bekannter zu machen, dass das Licht auf eine laufende Kamera hinweise. "Wir wollen, dass die Leute das wissen." Aus Sicht von Meta ist die Anzeige auch deutlicher sichtbar als bei anderen Arten von Geräten, mit denen man Aufnahmen machen kann.

Mehr Datenschutz durch Verschlüsselung

Zuckerberg kündigte auf der Connect zudem an, dass einige Interaktionen der Nutzer mit ihren Brillen mit Komplettverschlüsselung verarbeitet werden sollen, so dass auch Meta keinen Zugriff auf die Daten haben werde.

An der Brillen-Version ohne Kamera habe Meta zwei Jahre gearbeitet, sagte Himel. Sie sei für die Situationen gedacht, in denen Audio ausreiche. Die Modelle sind äußerlich kaum von einer herkömmlichen Brille zu unterscheiden.

Keine allgemeine Gesichtserkennung

Im Winter hatte es Berichte gegeben, wonach Meta erwäge, Funktionen mit Gesichtserkennung auf die Brillen zu bringen. Der Software-Code, der darauf hinwies, verschwand dann im Sommer wieder. Himel betonte, Meta habe "absolut kein Interesse" daran, eine Datenbank aufzubauen, mit der man Fremde identifizieren könnte, oder auch nur die Nutzung einer solchen Funktion auf den Geräten zuzulassen.

Es könne aber auch differenzierte Szenarien geben wie Hilfe für Sehbehinderte oder Situationen, in denen die KI Nutzern helfen könnte, sich an Namen von Bekannten oder Kollegen zu erinnern. "Aber wenn wir so etwas entwickeln sollten, müssten wir das mit viel Bedacht und verantwortungsvoll machen", sagte Himel. Aktuell wende Meta aber "nicht viel Zeit oder Energie" auf solche Ideen auf, betonte er.

Meta bringt neue Smartglass-Modelle mit KI-Agent Muse auf den Markt

Essilorluxottica und Meta Platforms bauen ihr Portfolio an sogenannten Smartglasses weiter aus. Sie bringen eine Modellreihe von reinen Audio-Brillen sowie eine neue Generation ihrer beliebten "Ray-Ban Meta"-Smartglasses auf den Markt. Letztere wird mit dem KI-Agenten Muse ausgestattet sein.

Angesichts von Gegenwind und Kontroversen um ihre Brillen mit Videoaufzeichnungsfunktion teilten die Unternehmen mit, dass sie ein Modell ohne Kameras auf den Markt bringen werden. Die neue Produktlinie mit dem Namen "Ray-Ban Meta Audio" werde die bisher leichteste und schlankste sein, fügten sie hinzu.

Die Unternehmen kündigten außerdem die "Ray-Ban Meta Gen 3" an, ein Modell der nächsten Generation ihrer beliebtesten Smartglasses, das sich durch ein schlankeres Design, eine längere Akkulaufzeit und einen anpassbaren Aktionsknopf für den direkten Zugriff auf Meta AI auszeichnet.

Die neuen Smartglasses sind vollständig mit Muse ausgestattet. Nutzer werden bald in der Lage sein, über einen Sprachmodus direkt mit dem Agenten zu kommunizieren und ihn zu bitten, Aufgaben für sie zu erledigen.

Im NASDAQ-Handel gewinnt die Meta-Aktie zeitweise 2,5 Prozent auf 762,70 US-Dollar.

MENLO PARK (dpa-AFX) / DOW JONES

Bildquellen: mundissima / Shutterstock.com, Valeriya Zankovych / Shutterstock.com

Aktuelle Apple Aktie News

Werbung

Apple Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
23.09.26 Apple Neutral UBS AG
23.09.26 Apple Neutral UBS AG
21.09.26 Apple Overweight JP Morgan Chase & Co.
18.09.26 Apple Neutral UBS AG
17.09.26 Apple Overweight JP Morgan Chase & Co.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.