RENK-Aktie kann Gewinne nach Rüstungsdeal nicht verteidigen: Zukauf im Marinegeschäft

RENK will sein Marinegeschäft ausbauen und hat vor diesem Hintergrund eine millionenschwere Übernahme verkündet.
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Der Getriebehersteller RENK will sich im Marinegeschäft verstärken. Dazu wolle das Unternehmen den nicht börsennotierten Hersteller David Brown Defence übernehmen, wie am Morgen bestätigt wurde.
Demnach hat RENK einen verbindlichen Vertrag über den Erwerb von David Brown Defence in Form der Anteile an DB Defence Holdco SARL unterzeichnet. Der Übernahmekandidat David Brown Defence hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich und ist auf hochpräzise Getriebe für den Marine- und Landverteidigungssektor spezialisiert.
Wie das Unternehmen mitteilte, stellt die Übernahme eine strategisch wichtige Ergänzung des bestehenden Portfolios von RENK im Marinesektor dar. Insbesondere erhält RENK dadurch Zugang zu hochwertigen Marineprogrammen der nächsten Jahre sowie zu einem langfristigen Auftragsbestand im Rahmen der wichtigsten Marineprogramme im Vereinigten Königreich, in Kanada und Australien, einschließlich Geschäftsmöglichkeiten im Aftermarket-Bereich.
Darüber hinaus wird die Übernahme es dem Konzern ermöglichen, erhebliche Synergien auf operativer und technologischer Ebene zu erschließen.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen
Genehmigungen und soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Bloomberg hatte zuvor berichtet, David Brown Defence könnte mit 200 Millionen bis 250 Millionen Dollar bewertet werden.
Der Zukauf würde RENK Zugang zu Technologie für Antriebssysteme für U-Boote verschaffen. RENK fertigt unter anderem die Getriebe für den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000, aber auch den französischen Panzer Leclerc. Darüber hinaus produziert RENK Pumpen, Kompressoren und Getriebe für die Öl- und Gasindustrie.
Die RENK-Papiere verlieren auf XETRA zeitweise 0,8 Prozent auf 46,89 Euro.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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Bildquellen: RENK Group AG
