Kursgewinne

Aktien von Rheinmetall, RENK & Co. im Aufwind: Rüstungssektor setzt Erholung fort


Aktien von Rheinmetall, RENK & Co. im Aufwind: Rüstungssektor setzt Erholung fort

Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS setzen am Mittwoch ihre Erholung fort, nachdem eine überraschende Personalie in London schon am Vortag die Stimmung im Sektor aufhellte.

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Aktien

78.80 EUR 2.04 EUR 2.66 %

44.62 EUR 0.19 EUR 0.43 %

1,019.00 EUR 18.40 EUR 1.84 %

81.70 EUR 1.10 EUR 1.36 %

  • Rheinmetall notiert am Mittwoch erneut fester und bewegt sich in Nähe der 1.000-Euro-Marke
  • RENK, HENSOLDT und TKMS ziehen ebenfalls mit nach oben
  • Auslöser war zuletzt eine überraschende Personalie in Großbritannien
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Die Rüstungswerte Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS setzen am Mittwoch ihre Erholung vom Vortag fort. Die Rheinmetall-Aktie notiert via XETRA zeitweise 1,23 Prozent bei 1.007,60 Euro im Plus, RENK steigt 0,50 Prozent auf 44,60 Euro, HENSOLDT klettert 1,94 Prozent auf 77,66 Euro und TKMS zieht 0,74 Prozent auf 81,70 Euro nach oben.

Healey-Nominierung treibt den Sektor an

Auslöser der Rüstungserholung war am Dienstag eine überraschende Personalentscheidung in London: Der neue britische Premierminister Andy Burnham machte den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen. Vor allem britische Branchenwerte wie BAE Systems zogen daraufhin deutlich an, auch die deutschen Rüstungswerte profitierten mit etwas Verzögerung. Nach Einschätzung von Citigroup-Analyst Charles Armitage sei die Personalie zunächst eine erfreuliche Nachricht für den Sektor, da Healey seinen früheren Rücktritt mit fehlenden Finanzmitteln für die Verteidigung begründet hatte. Wie viele zusätzliche Mittel er als Finanzminister tatsächlich bereitstellen kann, blieb laut Armitage aber offen. Die Meldung scheint auch am Mittwoch noch für Rückenwind zu sorgen, neuere Gründe für die Aufwärtsbewegung sind bisher nicht am Markt auszumachen.

Analystendruck als Vorgeschichte

Die vorangegangene Schwächephase der vier Werte ging vor allem auf eine Kurszielsenkung der Bank of America vom 17. Juli zurück. Analyst Benjamin Heelan strich darin das Kursziel für Rheinmetall von 1.770 auf 1.300 Euro zusammen, beließ die Einstufung aber bei Kaufen. Begründet wurde der Schritt mit einem strukturellen Wandel der Kriegsführung hin zu Drohnen und Präzisionswaffen, der die Erwartungen an das klassische Munitionsgeschäft dämpfe. Bereits Anfang Juli hatte JPMorgan-Analyst David Perry auf das zunehmende Tempo dieses Wandels hingewiesen. Zusätzlich belastete Ende Juni die überraschende Vergabe des milliardenschweren Fregattenprogramms F126 an TKMS statt an Rheinmetall den Sektor, was mehrere Analysehäuser zu Abstufungen bei Rheinmetall und HENSOLDT bewogen hatte.

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Was jetzt zählt

Ob sich die Gegenbewegung der vergangenen Tage als nachhaltige Stabilisierung erweist, dürfte sich erst an den Quartalszahlen entscheiden. HENSOLDT berichtet am 31. Juli, Rheinmetall und RENK folgen am 6. August. Bis dahin bleibt offen, wie stark die Anleger die strukturellen Bedenken der Analysten gegenüber der kurzfristigen Erholung gewichten.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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10.07.26 Rheinmetall Buy Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08.07.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG