LPKF Laser: Zukunft im Kurs, Zahlen im Minus
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Die Halbjahreszahlen von LPKF Laser boten vor allem eines: viel Zukunftsfantasie. Zuletzt standen Unternehmen aus der Optoelektronik jedoch wieder unter Druck.
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Steigende Datenmengen, ein höherer Energieverbrauch und Platzmangel bei Hardware sind Probleme in der Halbleiterindustrie, für die schnell Lösungen her müssen. Als ein möglicher Ansatz gilt das sogenannte Advanced Packaging. Mit der patentierten LIDE-Technologie besitzt LPKF Laser nach eigenen Aussagen einen wirksamen Hebel, um sich vom hohen Volumen des Advanced-Packaging-Marktes ein großes Stück herauszuschneiden.
Ernüchternde Halbjahreszahlen
Laut dem Management beträgt das für LPKF adressierbare Volumen bis 2030 rund 1,7 Mrd. Euro. In den Zahlen der Garbsener schlägt sich dies aber noch nicht nieder. Der Umsatz sank in der ersten Jahreshälfte 2026 um über 38 Prozent auf 36,5 Mio. Euro. Wesentlich hierfür war dabei die Entwicklung im Bereich Solar. Das EBIT rutschte zudem mit minus 14,1 Mio. Euro noch tiefer in den roten Bereich. Das unter anderem um Restrukturierungskosten und Wertveränderungen bereinigte EBIT wiederum sank auf minus 10,4 Mio. Euro (HJ 2025: minus 0,7 Mio. Euro).
Zukunftstechnologie als Pfand
Der Auftragsbestand lag per 30. Juni mit 34,7 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau und die Auftragseingänge legten leicht auf 44,0 Mio. Euro (HJ 2025: 43,0 Mio. Euro) zu. Dass das kein Grund für allzu große Euphorie ist, sieht auch CEO Klaus Fiedler so. Bei der Zahlenbekanntgabe verwies er aber auf die Geopolitik, die das Kerngeschäft des Unternehmens in der Breite belastete. Beim Thema Advanced Packaging bleibt er hingegen kompromisslos optimistisch: Immerhin wurde die LIDE-Technologie schon bei führenden Halbleiterkunden erfolgreich eingesetzt und gilt als Schlüssel für die rissfreie, hochpräzise Glasbearbeitung.
Fazit
Die Halbjahreszahlen dürfen getrost als enttäuschend eingestuft werden. Um die Jahresziele für 2026 zu erreichen, wird LPKF noch eine Schippe drauflegen müssen. Immerhin sollen ein Konzernumsatz von 105 bis 120 Mio. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent erreicht werden. Bedingt durch die operative Entwicklung hat das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 342 Mio. Euro. Das ist gemessen an Umsatz und Ertrag zwar schon ambitioniert, verglichen mit Wettbewerbern aus der Optoelektronik jedoch kaum der Rede wert. Technisch besitzt das Papier eine Unterstützung im Bereich um 13,50 Euro, die 200-Tage-Linie verläuft bei rund 12,30 Euro.
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Erstellung am 18.08.26 um 14:02 Uhr.
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