MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne vor US-Arbeitsmarktdaten weiter aus
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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Gewinne am Donnerstagnachmittag weiter aus. Die Anleger setzen offenbar auf einen guten US-Arbeitsmarktbericht. Erwartet wird, dass sich der US-Arbeitsmarkt im Juni weiter erholt hat. Die US-Wirtschaft dürfte laut Volkswirten außerhalb der Landwirtschaft 2,9 Millionen neue Stellen geschaffen haben nach gut 2,5 Millionen im Mai. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollen in der vergangenen Woche leicht zurückgegangen sein auf 1,38 Millionen von 1,48 Millionen.
Der DAX steigt um 1,7 Prozent auf 12.463 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verbessert sich um 1,6 Prozent auf 3.280 Punkte. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht könnte den Ausbruch des DAX über den 12.500er Widerstand nachhaltig machen, wie ein Händler sagt. Marcel Mußler von den Mußler-Briefen spricht derweil von einem "brutalen Vorgriff auf die Zahlen. Hoffentlich gibt es kein Unglück, wenn die Zahlen heute Nachmittag dann auch wirklich da sind", sagt er. Aus technischer Sicht könnte der DAX-Future nun auf ein neues zyklisches Hoch über 12.906 Punkte laufen.
Risikofaktor Virus bleibt
Damit blendet der Markt allerdings weiter die neuen Rekordausbrüche beim Coronavirus in den USA aus: Mit nur rund 4 Prozent der Weltbevölkerung stellt das Land fast 25 Prozent der weltweiten Coronafälle. "Wall Street rechnet das natürlich um in einen Abgang von US-Präsident Donald Trump", so ein Händler. Sein Konkurrent Joe Biden habe klar angekündigt, die Steuerreformen durch Trump abzuschaffen. Damit wären die Gewinne der US-Unternehmen bei seiner Wahl nach oben gekappt.
Banken liegen am Donnerstag an der Spitze der Gewinner in Europa. "Die Konjunkturdaten waren zuletzt überwiegend deutlich besser als erwartet", sagt ein Marktteilnehmer. Sollte sich das fortsetzen, dürften auch die Renditen wieder steigen. "Und das wäre dann gut für die Banken", sagt er. Stoxx-Banken-Index plus 3,2 Prozent.
Bayer steigen um 0,7 Prozent nach der erfolgreichen Platzierung neuer Anleihen. Sie hatten nach der Aufnahme von 6 Milliarden Euro am Anleihenmarkt etwas zur Schwäche geneigt. Die Autowerte werden von leicht besseren US-Absatzzahlen getrieben; Daimler gewinnen 2,1 Prozent.
Wirecard brechen weiter ein
Wirecard brechen hingegen erneut um 31,2 Prozent ein. Die bislang stützenden Eindeckungskäufe der ehemaligen Short-Seller scheinen ausgelaufen zu sein. Dazu distanziert sich auch Softbank weiter von dem Unternehmen. Sie hatten geplant, Wirecard als Zahlungsdienstleister für ihr großes Tech-Portfolio zu etablieren. Aktionärsschützer fordern derweil immer lauter, den Wert sofort aus dem DAX-Index zu entfernen.
Bei den Nebenwerten steigen Grenke nach sehr ordentlichen Zahlen um 2 Prozent. Home24 setzen ihre Rally nach sehr guten Zahlen um weitere 3,1 Prozent fort.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.284,70 1,74 56,25 -12,29
Stoxx-50 3.027,77 1,08 32,23 -11,03
DAX 12.485,00 1,83 224,43 -5,77
MDAX 26.481,56 1,54 400,90 -6,47
TecDAX 2.970,16 0,26 7,68 -1,49
SDAX 11.635,16 0,65 75,00 -7,01
FTSE 6.212,62 0,89 54,66 -18,36
CAC 5.005,07 1,59 78,14 -16,28
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,41 -0,02 -0,65
US-Zehnjahresrendite 0,68 0,01 -2,00
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:19 Mi, 17:38 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1275 +0,22% 1,1267 1,1256 +0,5%
EUR/JPY 121,21 +0,26% 121,07 120,95 -0,6%
EUR/CHF 1,0647 +0,05% 1,0656 1,0641 -1,9%
EUR/GBP 0,9016 +0,00% 0,9016 0,9032
USD/JPY 107,51 +0,05% 107,43 107,45 -1,2%
GBP/USD 1,2503 +0,21% 1,2494 1,2463
USD/CNH (Offshore) 7,0721 +0,05% 7,0685 7,0689 +1,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.192,26 -0,49% 9.190,88 9.247,01
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,10 39,82 +0,7% 0,28 -31,2%
Brent/ICE 42,34 42,03 +0,7% 0,31 -32,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.772,82 1.769,90 +0,2% +2,92 +16,8%
Silber (Spot) 17,95 17,93 +0,2% +0,03 +0,6%
Platin (Spot) 822,98 812,00 +1,4% +10,98 -14,7%
Kupfer-Future 2,74 2,72 +1,0% +0,03
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/err
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2020 07:13 ET (11:13 GMT)
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