MÄRKTE EUROPA/Börsen erholen sich - Stimmung besser als Lage


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DOW JONES--Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag haben sich die europäischen Aktienmärkte zum Wochenausklang auf Erholungskurs gezeigt. Der DAX legte um 1,4 Prozent auf 25.099 Punkte zu und profitierte vom Aufschlag der SAP-Aktie (+9,3%) nach Zahlenausweis. Der Euro-Stoxx-50 schloss 1,1 Prozent höher bei 6.281 Zählern. Entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung hatte der Ölpreis, der nach dem jüngsten Sprung über die Marke von 100 Dollar wieder klar unter dieser Marke handelte - Brentöl kostete zuletzt rund 96 Dollar je Fass. Die Ölpreise zeigten sich zwar mit Abgaben, was aber wohl nur auf eine technische Korrektur zurückzuführen war. Die Abgaben dürften durch wachsende Sorgen vor Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten begrenzt bleiben, warnten Händler.

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Trotz der erneuten Eskalation des Iran-Kriegs zeigten die Einkaufsmanager im Juli eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität in der Eurozone. Laut Ersteinschätzung stieg der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex wieder deutlich über die Expansionsschwelle und erreichte ein Fünfmonatshoch. Da sich die Lage im Nahen Osten jedoch weiter verschlechterte und die Energiepreise zuvor auf den höchsten Stand seit April gestiegen waren, bezweifelten die Berenberg-Volkswirte, dass die Stimmung und die wirtschaftliche Dynamik für den Rest des dritten Quartals so stark bleiben würden. Dennoch deute die Erholung der Umfragewerte im Juli darauf hin, dass die Wirtschaft der Eurozone - sobald der Höhepunkt des Iran-Konflikts überwunden ist - sehr rasch zu einem spürbaren Wachstum zurückkehren könne.

SAP wächst in der Cloud

Daneben liefert die Berichtssaison weiter Impulse. SAP hatte solide Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, die dazu beitragen dürften, einige der KI-bezogenen Sorgen zu zerstreuen, hieß es von Metzler. Das Wachstum beim Current Cloud Backlog (CCB) habe sich entgegen den Befürchtungen einer weiteren Verlangsamung wieder beschleunigt, angetrieben durch die zugrunde liegende Geschäftsdynamik. Das operative Ergebnis habe dagegen 5 Prozent unter dem Konsens gelegen, wobei sich das Wachstum stark verlangsamt habe.

Die VW-Aktie notierte 2 Prozent im Minus. Von einem soliden zweiten Quartal sprach JP Morgan. Die Konzernmarge habe jedoch unter der Erwartung gelegen. Auch das Betriebsergebnis sei unter dem vom Unternehmen ermittelten Konsens ausgefallen. Zudem hatte der Konzern nach einem schwierigen zweiten Quartal den Umsatzausblick für das Gesamtjahr gesenkt, die Margenprognose aber bestätigt. Zusätzlich hatte VW auch die Absatzprognose für 2026 reduziert.

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Adidas schlossen 1,6 Prozent im Minus - belastet vom Ausblick eines US-Wettbewerbers. Munich Re (+0,6%) machte überraschend Angaben zur Ergebnisentwicklung. Der Rückversicherer hat im zweiten Quartal mehr verdient als gedacht und von einer geringen Großschadensbelastung und einem guten Kapitalanlageergebnis profitiert. Atoss Software (+9,8%) hat in der zweiten Periode die zweistelligen Prozentwachstumsraten bei Umsatz und Gewinnen fortgesetzt, die Marge verbessert und sich auf Kurs für die Ziele im Gesamtjahr gesehen.

Das Fintech Wise Group hat keine Banklizenz in den USA erhalten. Die dortigen Regulierungsbehörden wiesen den Antrag auf eine nationale Treuhandbanklizenz mit der Begründung zurück, das Unternehmen weise Mängel im Programm zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf. Die in London gelistete Aktie von Wise fiel zwischenzeitlich um bis zu 11 Prozent, am Ende schloss sie jedoch nur noch 4,9 Prozent im Minus.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.281 +1,1 +7,2

Stoxx-50 5.429 +1,0 +9,3

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Stoxx-600 645 +0,8 +8,0

DAX 25.099 +1,4 +1,1

FTSE-100 London 10.639 +0,9 +7,1

CAC-40 Paris 8.299 +0,9 +1,8

AEX Amsterdam 1.087 +0,3 +14,2

ATHEX-20 Athen 6.247 +1,5 +16,7

BEL-20 Brüssel 5.693 +0,7 +12,1

BUX Budapest 144.176 -0,5 +29,9

OMXH-25 Helsinki 6.176 +0,4 +8,3

OMXC-20 Kopenhagen 1.611 +0,1 +0,2

PSI 20 Lissabon 9.253 -0,4 +12,0

IBEX-35 Madrid 19.267 +1,7 +11,3

FTSE-MIB Mailand 51.316 +1,0 +14,2

OBX Oslo 1.959 -0,6 +22,6

PX Prag 2.635 +0,7 -1,9

OMXS-30 Stockholm 3.167 +1,0 +9,9

WIG-20 Warschau 143.583 -0,1 +22,5

ATX Wien 6.459 -0,1 +21,3

SMI Zürich 14.327 +0,8 +7,1

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:20

EUR/USD 1,1383 +0,1 0,0007 1,1376 1,1371

EUR/JPY 186,37 -0,0 -0,0200 186,39 186,3500

EUR/CHF 0,9295 +0,0 0,0004 0,9291 0,9289

EUR/GBP 0,8531 -0,1 -0,0012 0,8543 0,8540

USD/JPY 163,7 -0,1 -0,1500 163,85 163,8600

GBP/USD 1,3341 +0,2 0,0028 1,3313 1,3311

USD/CNY 6,7719 +0,0 0,0018 6,7701 6,7701

USD/CNH 6,7705 -0,1 -0,0071 6,7776 6,7758

AUS/USD 0,6994 +0,4 0,0027 0,6967 0,6973

Bitcoin/USD 64.105,06 -1,5 -1.005,31 65.110,37 64.821,09

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 88,43 -4,1 -3,76 92,19

Brent/ICE 96,1 -4,6 -4,59 100,69

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.076,55 +0,7 29,40 4.047,15

Silber 58,89 +2,1 1,22 57,68

Platin 1.601,20 +0,1 0,95 1.600,25

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

July 24, 2026 12:17 ET (16:17 GMT)

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Datum Rating Analyst
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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