MÄRKTE EUROPA/DAX gut behauptet - Rüstungswerte gesucht
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DOW JONES--Mit einer uneinheitlichen Tendenz haben sich die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte gezeigt. Während sich am Makroumfeld wenig geändert hat, war es auch von Seiten der Geopolitik recht ruhig. Der DAX gewann 0,2 Prozent auf 25.040 Punkte und schloss damit wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Dabei profitiert der DAX von einem Kursplus von 6,1 Prozent bei Rheinmetall und 5,1 Prozent bei SAP.
Der Euro-Stoxx-50 gab dagegen um 0,7 Prozent nach auf 6.283 Punkte, wegen der Schwäche der Öl- und Gaswerte (-1,6%) sowie dem Energie-Sektor (-2,4%). Auch die meisten anderen Börsenplätze in Europa schlossen knapp im Minus. Der Ölpreis gab leicht nach, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 2,4 Prozent auf 71,18 Dollar. An den Devisenmärkten reduzierte sich der Euro leicht auf 1,1386 Dollar. Der Goldpreis legte zu und handelte bei 4.085 Dollar.
Euroraum-Inflation wieder unter 3 Prozent
Die Inflationsrate im Euroraum ist im Juni spürbar von 3,2 auf 2,8 gefallen. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich niedrigere Energiepreise. Die Kerninflation fiel von 2,6 Prozent auf 2,4 Prozent, während 2,6 Prozent erwartet worden waren. Die Volkswirte der Commerzbank erwarten in den kommenden Monaten die Teuerungsrate weiter nahe 3 Prozent, worauf die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer September-Sitzung wohl mit einer weiteren Zinserhöhung reagieren dürfte.
Für die Nordea-Ökonomen dämpfen die Zahlen die Inflationssorgen und das Risiko einer weiteren Leitzinserhöhung bereits auf der Juli-Sitzung erheblich. Die Märkte würden für dieses Jahr mittlerweile weniger als eine weitere vollständige Zinserhöhung einpreisen.
Derweil warf die Berichtssaison zunehmend ihre Schatten voraus. Rational (+1,1%) veranstaltete einen Pre-Close-Call, genauso wie Continental, letzterer allerdings erst nach Börsenschluss. Wie die Erfahrung der vergangenen Tage erneut gezeigt hat, können Pre-Close-Calls, in denen Unternehmen über das aktuelle Quartal berichten, stärkere Bewegungen der betroffenen Aktien auslösen.
Nach der jüngsten Schwäche zogen Rüstungswerte und die Aktien von Flugzeugbauern wieder an. Während Rheinmetall den Tagesgewinner im DAX stellten, gewannen Renk 5,4 Prozent und Hensoldt 4,6 Prozent. Leonardo in Mailand stiegen um 3,9 Prozent und Thales kletterten in Paris um 2,1 Prozent. Die Financial Times hatte berichtet, hat der Panzerhersteller KNDS Schwierigkeiten habe, Investoren davon zu überzeugen, seinen geplanten Börsengang mit einer Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu unterstützen, was die Aussicht auf eine Verzögerung des vielbeachteten Börsengangs erhöht. Zu Beginn diesen Jahres war noch eine Bewertung zwischen 18 und 20 Milliarden Euro diskutiert worden.
Für Airbus ging es um 1,9 Prozent nach oben. Die rekordhohen Juni-Auslieferungszahlen dürften die Debatte über eine mögliche Senkung des Ausblicks beenden, erwarten die MWB-Analysten.
Sowohl Deutsche Telekom (+1,8%) als auch BMW (+1,6%) starteten am Mittwoch die dritte Tranche ihrer laufenden Aktienrückkaufprogramme. Im Fall des Telekommunikationsanbieters hat dieses ein Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2026. Bei BMW hat das Aktienrückkaufprogramm ein Gesamtvolumen von ebenfalls bis zu 2 Milliarden Euro und soll spätestens bis zum 30. April 2027 abgeschlossen sein.
Die geplante Übernahme des Anbieters von KI-gestützter Industriesoftware Cognite durch Schneider Electric (-3,1%) für 3,1 Milliarden US-Dollar passe zwar in die Strategie des französischen Technologiekonzerns, der Preis des Deals werfe jedoch Fragen auf, so die Analysten von Bernstein. "Investoren werden den gezahlten Preis genau unter die Lupe nehmen, da der Markt bereits Vorbehalte hinsichtlich des Ausmaßes der Wertschöpfung aus früheren Software-Deals von Schneider hat", sagten die Analysten.
Für die Aktie von Klarna ging es auf Xetra um 5,4 Prozent nach oben. Hier hatte ein schwedisches Gericht der Klarna-Tochter PriceRunner im Rahmen eines Kartellverfahrens gegen Google einen Schadenersatz von 1,97 Milliarden US-Dollar zugesprochen.
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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 6.283 -0,7 +9,3
Stoxx-50 5.375 -0,8 +10,1
Stoxx-600 639 -0,4 +8,4
DAX 25.040 +0,2 +2,1
FTSE-100 London 10.497 -0,2 +5,7
CAC-40 Paris 8.404 -0,8 +3,1
AEX Amsterdam 1.080 -0,7 +13,6
ATHEX-20 Athen 6.233 +0,9 +16,5
BEL-20 Brüssel 5.751 -0,8 +13,3
BUX Budapest 139.892 -0,3 +26,0
OMXH-25 Helsinki 6.237 -1,5 +9,4
OMXC-20 Kopenhagen 1.599 +2,0 -0,6
PSI 20 Lissabon 9.133 -0,5 +10,5
IBEX-35 Madrid 19.472 -0,3 +12,5
FTSE-MIB Mailand 51.682 -0,2 +15,0
OBX Oslo 1.841 -0,3 +15,2
PX Prag 2.567 +0,1 -4,4
OMXS-30 Stockholm 3.203 -0,6 +11,1
WIG-20 Warschau 136.678 +0,8 +15,7
ATX Wien 6.464 -1,2 +21,4
SMI Zürich 14.194 -0,6 +7,0
* gerundet
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:00
EUR/USD 1,1386 -0,3 -0,0035 1,1421 1,1431
EUR/JPY 184,92 -0,4 -0,7400 185,66 185,7600
EUR/CHF 0,9202 -0,3 -0,0029 0,9231 0,9221
EUR/GBP 0,8571 -0,5 -0,0040 0,8611 0,8612
USD/JPY 162,39 -0,1 -0,1500 162,54 162,4900
GBP/USD 1,328 +0,2 0,0020 1,326 1,3270
USD/CNY 6,7942 +0,1 0,0091 6,7851 6,7851
USD/CNH 6,7948 +0,1 0,0040 6,7908 6,7871
AUS/USD 0,6904 -0,2 -0,0015 0,6919 0,6927
Bitcoin/USD 60.084,57 +2,4 1.419,58 58.664,99 58.392,57
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 68,12 -2,0 -1,38 69,5
Brent/ICE 71,18 -2,4 -1,77 72,95
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.085,27 +1,9 78,04 4.007,23
Silber 60,32 +3,0 1,74 58,58
Platin 1.588,70 +2,4 37,45 1.551,25
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 01, 2026 12:16 ET (16:16 GMT)
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