MÄRKTE EUROPA/Deutliche Abgaben nach Fed und vor Verfall


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FRANKFURT (Dow Jones)--Deutlich abwärts geht es an den europäischen Aktienmärkten im frühen Handel am Donnerstag. "Die US-Notenbank Fed hat die Stimmung erst einmal vermasselt", sagt ein Händler. Die Fed hatte am Vorabend zwar wie erwartet Zinsniveau und den Umfang der Anleihekäufe bestätigt, aber keinen Hinweis auf eine Aufstockung der Anleihekäufe und auch keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen zur Bereitstellung von Liquidität gegeben, um die Konjunktur-Erholung in den USA weiter zu stützen. Zudem wurden von Fed-Präsident Jerome Powell weitere fiskalische Hilfen gefordert, was angesichts der unverändert festgefahrenen Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern derzeit jedoch schwierig erscheint.

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"Einige Marktbeobachter hatten hier vorsichtige Andeutungen zu einer möglichen zeitnahen Erhöhung der Anleihekäufe erwartet", sagt Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank. "Da diese ausblieben, legte der US-Dollar in einer ersten Reaktion moderat zu, wohingegen die US-Leitindizes während der Pressekonferenz Jerome Powells zurücksetzten", erklärt er die Reaktion der Märkte.

Der DAX verliert 1,4 Prozent auf 13.076 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent auf 3.296 Punkte nach unten. Seit der Sitzung der Fed ziehen Dollar und Renditen an, Aktien und die Rohstoffpreise kommen überwiegend zurück. Der Euro fällt im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen.

Daneben dürfte der nahende große Verfallstermin an der Eurex laut Händlern den Handel bremsen. Während auf der Put-Seite eine größere offene Position bei 13.000 den DAX unterstützen könnte, dürfte ihn auf der Call-Seite eine offene Position auf der 13.200er Basis bremsen. Darüber liegen erst bei 13.500 und 13.600 größere offene Call-Positionen.

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Autowerte mit schwachen Absatzzahlen unter Druck

Deutlich abwärts geht es mit dem europäischen Automobil-Sektor, der um 1,0 Prozent nachgibt. "Der Autoabsatz ist sehr schwach", sagt ein Händler. Im August zeigten die Zahlen in Europa ein Minus von 17,6 Prozent, im Juli seien es lediglich minus 3,7 Prozent gewesen. Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen geben zwischen 0,7 und 1,8 Prozent nach, in Paris fallen Renault um 2,0 Prozent.

"Merck stehen vor neuen Allzeithochs", so ein Händler. "Die Aussagen vom Kapitalmarkttag sind gut angekommen", sagt er. Die Citi hat das Kursziel bereits auf 142 Euro erhöht. "Andere Häuser dürften folgen", ergänzt der Händler. Die Merck-Aktie verliert 0,4 Prozent auf 123,80 Euro, hält sich damit aber besser als der Gesamtmarkt.

Für die Aktie von Delivery Hero geht es gegen den Trend 1,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen übernimmt das Geschäft der Lieferplattform Glovo in Lateinamerika für bis zu 230 Millionen Euro. Damit stärke Delivery Hero seine Marktstellung in Argentinien, Panama und der Dominikanischen Republik weiter, so die Citi-Analysten. "Delivery Hero war bereits die Nummer Eins in diesen Ländern und baut seine Marktposition damit noch einmal aus". Zudem dürfte sich der Zukauf positiv auf die Entwicklung der EBITDA-Marge in Lateinamerika auswirken.

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BBVA verlieren 1,9 Prozent. "Die Aktie leidet unter anderem unter ihrem Türkei-Engagement", so ein Händler. Am Mittwoch war sie auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren gefallen. BBVA halte fast 50 Prozent an der drittgrößten türkischen Bank Garanti. Am Freitag werden BBVA zudem zum Schlusskurs aus dem Euro-Stoxx-50 absteigen, auch das spricht für weiteren Verkaufsdruck.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.295,57 -1,30 -43,27 -12,00

Stoxx-50 2.983,61 -1,09 -32,96 -12,32

DAX 13.075,64 -1,36 -179,73 -1,31

MDAX 27.420,82 -0,98 -271,17 -3,15

TecDAX 3.085,84 -1,01 -31,39 2,35

SDAX 12.442,70 -0,61 -76,35 -0,55

FTSE 6.014,69 -1,05 -63,79 -19,41

CAC 5.020,79 -1,06 -53,63 -16,01

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,49 -0,01 -0,73

US-Zehnjahresrendite 0,68 -0,02 -2,00

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:12 Uhr Mi, 17:41 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1773 -0,36% 1,1766 1,1837 +5,0%

EUR/JPY 123,36 -0,52% 123,53 124,16 +1,2%

EUR/CHF 1,0742 -0,05% 1,0740 1,0749 -1,1%

EUR/GBP 0,9091 -0,23% 0,9099 0,9111 +7,4%

USD/JPY 104,77 -0,20% 105,07 104,90 -3,7%

GBP/USD 1,2950 -0,14% 1,2932 1,2992 -2,3%

USD/CNH (Offshore) 6,7687 +0,32% 6,7775 6,7534 -2,8%

Bitcoin

BTC/USD 10.886,01 -1,16% 10.909,26 10.985,51 +51,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,69 40,16 -1,2% -0,47 -30,7%

Brent/ICE 41,77 42,22 -1,1% -0,45 -32,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.944,50 1.963,20 -1,0% -18,70 +28,2%

Silber (Spot) 26,76 27,33 -2,1% -0,57 +49,9%

Platin (Spot) 947,18 974,00 -2,8% -26,83 -1,9%

Kupfer-Future 3,02 3,06 -1,3% -0,04 +6,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 17, 2020 03:40 ET (07:40 GMT)

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