MÄRKTE EUROPA/Deutsches BIP bricht ein - DAX minus 4%


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FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Donnerstag deutlich nach unten. Am Nachmittag verliert der DAX 3,9 Prozent auf 12.315 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert 3,3 Prozent tiefer bei 3.190 Punkten. Die Anleger meiden vor allem die zyklischen Sektoren, während sich die defensiven etwas besser halten. Bundesanleihen sind in diesem Umfeld gesucht, so rentieren die Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bei minus 0,55 Prozent, dies ist der tiefste Stand seit Anfang Mai. Eine Nachrichtenflut kommt von der Berichtssaison, darunter handfeste Überraschungen.

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Historischer BIP-Einbruch

Der Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland wie auch in den USA im zweiten Quartal in Folge der Corona-Pandemie und des Lockdowns wird als historisch eingestuft. Die Commerzbank spricht von einer "erwarteten Katastrophe" beim deutschen BIP-Rückgang um 10 Prozent im zweiten Quartal. Die Frage ist nun, wie schnell sich die Wirtschaft von dem Schock erholen kann.

"Bereits im laufenden dritten Quartal werden wir einen kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts sehen - voraussichtlich erneut einen historischen Superlativ", erwartet Sebastian Dullien, Wissenschaftlicher Direktor des IMK. Aber es gibt auch vorsichtige Stimmen, so überwiegt beim Bankhaus Lampe trotz der Zuversicht für eine anhaltende Konjunkturerholung weiter die Skepsis. "Denn angesichts der vorerst unbewältigt bleibenden Corona-Pandemie steht die Rückkehr zu gewohnter wirtschaftlicher Normalität unseres Erachtens nicht bevor", erklärt Chefvolkswirt Alexander Krüger.

Das US-amerikanische BIP fällt im zweiten Quartal 2020 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 32,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was nach europäischer Lesart einem Rückgang von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Ohne weitere Hilfsmaßnahmen wird nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, die größte Volkswirtschaft der Welt nicht auskommen. Die zusätzliche Arbeitslosenunterstützung laufe bereits am Freitag aus. Bislang konnten sich Republikaner und Demokraten über kein neues Hilfspaket einigen. Die am Nachmittag veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe belegen, dass der Virus die USA auch weiter im Griff hat.

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Deutsche Börse "langweilig" - VW kürzt Dividende

Aufgrund des Abverkaufs, angefacht auch aus Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle, kommen die Quartalszahlen wenig zum Tragen. Mit Gewinnmitnahmen geht es für Deutsche Börse um 5,2 Prozent nach unten. "Alles on track, eigentlich ziemlich langweilig", kommentiert ein Händler die Geschäftszahlen. Ähnlich sieht das auch die Citigroup. Auch der Ausblick für das Jahr 2020 sei bestätigt worden, womit sich die Neuigkeiten in Grenzen halten.

Für Fresenius geht es nach Zahlenausweis 7 Prozent nach unten, FMC verlieren 6,1 Prozent. Die Senkung der Prognose bei Fresenius und deren Bestätigung bei FMC seien nur die erwarteten Anpassungen an das Corona-Umfeld, heißt es im Handel.

Als "eigentlich okay" im erwartet negativen Rahmen werden die Geschäftszahlen von VW gesehen. Die Dividendensenkung indes belastet. VW fallen um 6,9 Prozent.

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Anheuser-Busch gegen den Markt aufwärts

Für die Aktien von Anheuser-Busch Inbev geht es nach deutlich weniger schlimm als befürchtet ausgefallenen Geschäftszahlen um 1,8 Prozent nach oben. "Q2 überrascht überall", so die Analysten der Citi zu den Zweitquartalszahlen.

Nestle verlieren nach durchwachsenen Geschäftszahlen 0,4 Prozent. Zwar sei beim organischen Wachstum die Erwartung einen Tick übertroffen worden, allerdings habe Nestle sie für das Gesamtjahr danach gesenkt, heißt es im Handel. Nach schwächeren Zahlen fallen Danone um 6 Prozent. Die organische Umsatzentwicklung ist mit minus 5,7 Prozent laut Jefferies unter der Konsensschätzung von minus 3,3 Prozent geblieben.

Als "angesichts der Krise sehr ordentlich" werden die Zahlen der Zementhersteller gesehen. Sowohl Lafargeholcim als auch Heidelbergcement seien einen Tick besser als erwartet durch die Coronakrise gekommen. Lafargeholcim fallen 3 Prozent, während Heidelcement um 6,6 Prozent nachgeben.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.177,59 -3,71 -122,57 -15,13

Stoxx-50 2.928,91 -2,71 -81,61 -13,93

DAX 12.266,53 -4,33 -555,73 -7,42

MDAX 26.048,40 -2,91 -780,79 -8,00

TecDAX 2.968,88 -3,45 -106,01 -1,53

SDAX 11.603,10 -3,07 -368,00 -7,26

FTSE 5.930,04 -3,29 -201,42 -18,71

CAC 4.807,05 -3,06 -151,69 -19,59

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,55 -0,05 -0,79

US-Zehnjahresrendite 0,55 -0,03 -2,13

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:40h Mi, 17:21 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1784 -0,07% 1,1754 1,1767 +5,1%

EUR/JPY 123,90 +0,14% 123,67 123,63 +1,6%

EUR/CHF 1,0747 -0,11% 1,0743 1,0761 -1,0%

EUR/GBP 0,9032 -0,43% 0,9076 0,9076 +6,7%

USD/JPY 105,12 +0,18% 105,23 105,07 -3,4%

GBP/USD 1,3048 +0,37% 1,2949 1,2964 -1,5%

USD/CNH (Offshore) 7,0144 +0,25% 7,0058 7,0029 +0,7%

Bitcoin

BTC/USD 10.999,76 -2,61% 10.990,26 11.183,76 +52,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,00 41,27 -5,5% -2,27 -32,5%

Brent/ICE 42,15 43,75 -3,7% -1,60 -32,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.949,05 1.970,90 -1,1% -21,85 +28,5%

Silber (Spot) 23,23 24,43 -4,9% -1,19 +30,2%

Platin (Spot) 892,88 929,00 -3,9% -36,13 -7,5%

Kupfer-Future 2,90 2,91 -0,4% -0,01 +2,8%

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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

July 30, 2020 10:22 ET (14:22 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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