MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Berichtssaison nimmt Fahrt auf


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11.89 EUR 0.04 EUR 0.34 %

4.36 EUR 0.03 EUR 0.69 %

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstagmittag mit kleinen Verlusten. Im Handel spricht man von Abwarten vor diversen Notenbanksitzungen im Wochenverlauf, dazu bremst der weiter steigende Ölpreis die Kaufbereitschaft. Der Preis für Brent liegt mit 111,25 Dollar das Fass nur noch unweit des seit Ausbruch des Iran-Kriegs bei 120 Dollar erreichten Hochs. Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum sind im März unter dem Eindruck des Kriegs gestiegen, die kurzfristigen sogar sehr deutlich. Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 23.989 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent nach unten. Der Euro gibt leicht nach auf 1,1696 Dollar.

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Die Bemühungen um eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg kommen derweil nicht voran. US-Präsident Donald Trump und sein nationales Sicherheitsteam stehen einem neuen Vorschlag des Iran laut US-Regierungsvertretern skeptisch gegenüber. Teheran hat angeboten, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, wenn der Krieg dafür beendet wird und die USA die Blockade iranischer Häfen beenden. Außerdem sollen die Diskussionen über das iranische Atomprogramm zunächst zurückgestellt werden.

Die Bank of Japan hat bereits getagt und die Leitzinsen wie erwartet bestätigt. Zugleich erhöhte sie aber die Inflationserwartungen und senkte die Wachstumsprognose. Am Mittwoch steht nach Handelsschluss hierzulande die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Kalender. Auch von ihr wird keine Änderung der Leitzinsen erwartet. Am Donnerstag folgen die EZB und die Bank of England. Überall dürften die begleitenden Kommentare zumindest ähnlich ausfallen wie nun in Japan.

Unternehmensseitig nimmt die Berichtssaison Fahrt auf und sorgt vor allem bei Einzelwerten für Impulse. Schlusslicht im DAX ist die Qiagen-Aktie mit einem Abschlag von 6,6 Prozent. Das Diagnostikunternehmen hat die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten genommen und erwartet nun ein Umsatzwachstum von etwa 1 bis 2 Prozent bei konstanten Wechselkursen nach zuvor mindestens 5 Prozent.

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Bayer verlieren 2,6 Prozent nach einer Anhörung vor dem Obersten US-Gericht zu Glyphosat-Klagen. Die Richter haben sich empfänglich gezeigt für Argumente, dass Bayer nach einem Gesetz in Missouri auf Schadensersatz verklagt werden kann, wobei es im Kern um fehlende Warnhinweise geht. Bayer hat dagegen zusammen mit der US-Regierung dargelegt, dass Warnhinweise auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten, die sich von dem durch die US-Umweltbehörde genehmigten Produktlabel unterscheiden, durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Ein Urteil des Gerichts steht zunächst weiter aus.

Novartis hat im ersten Quartal durchwachsene Ergebnisse vorgelegt. Der schweizerische Pharmakonzern habe einen Konzernumsatzrückgang von 1 Prozent in US-Dollar verzeichnet, "etwas unter dem Konsens und unseren Erwartungen aufgrund der generischen Erosion von drei wichtigen Medikamenten", so Vontobel. Novartis geben 1,8 Prozent nach.

Die Aktie der Deutschen Börse legt nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 0,8 Prozent zu. Nettoerlöse und operatives Ergebnis zogen im Auftaktquartal kräftig an. Neben strukturellem Wachstum profitierte der Börsenbetreiber von der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten. Henkel verlieren 1,9 Prozent, die Aktie wird allerdings ex Dividende gehandelt.

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Im SDAX haussieren Init Innovation Traffic Systems um 12,5 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag in Australien zur Modernisierung von Fahrkartensystemen erhalten hat. Salzgitter geben um gut 2 Prozent nach. Der Stahlhersteller will den Streubesitz und die Liquidität seiner Aktie mit dem Verkauf selbst gehaltener Aktien erhöhen und zunächst rund 3 Millionen Aktien auf den Markt bringen.

Die hohen Ölpreise haben derweil dem britischen Ölkonzern BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne beschert, was an der Börse mit einem Kursplus von 3,2 Prozent goutiert wird. Air Liquide geben an der Pariser Börse hingegen um 3,7 Prozent nach. Das vergleichbare Umsatzwachstum hat die Erwartungen nicht erfüllt.

In Oslo verbilligen sich Telenor nach einem gesenkten Ausblick des Telekommunikationsanbieters um 6,9 Prozent. In London zeigt sich die Aktie der Werbeagentur WPP nach dem Geschäftsausweis 1,4 Prozent fester. In schwierigen Zeiten hat WPP ein besser als erwartet ausgefallenes organisches Umsatzwachstum ausgewiesen. Die Branche ist einer der Hauptleidtragenden der KI-Disruption. Seit Jahresbeginn haben WPP mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.841,59 -0,3 -18,73 5.860,32 0,9

Stoxx-50 5.017,15 -0,5 -22,94 5.040,09 2,0

DAX 23.989,04 -0,4 -94,49 24.083,53 -2,1

MDAX 30.159,50 -0,7 -202,51 27.039,42 -1,5

TecDAX 3.603,31 -1,3 -48,44 3.091,28 -0,5

SDAX 17.592,88 -0,4 -77,13 13.062,07 2,4

CAC 8.122,19 -0,2 -19,73 8.141,92 -0,3

SMI 13.051,55 -0,9 -113,68 13.165,23 -1,6

ATX 5.789,37 +0,4 25,60 5.763,77 8,7

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:56

EUR/USD 1,1688 -0,3 -0,0032 1,1720 1,1723

EUR/JPY 186,69 -0,1 -0,1300 186,82 186,8600

EUR/CHF 0,9235 +0,3 0,0029 0,9206 0,9209

EUR/GBP 0,8674 +0,2 0,0015 0,8659 0,8657

USD/JPY 159,74 +0,2 0,3200 159,42 159,3600

GBP/USD 1,3472 -0,4 -0,0058 1,353 1,3538

USD/CNY 6,8372 +0,2 0,0144 6,8228 6,8228

USD/CNH 6,841 +0,2 0,0158 6,8252 6,8261

AUS/USD 0,7154 -0,4 -0,0030 0,7184 0,7189

Bitcoin/USD 76.230,89 -1,0 -742,64 76.973,53 76.767,74

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 100,89 +4,7 4,52 96,37

Brent/ICE 111,77 +3,3 3,54 108,23

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.577,20 -2,2 -104,65 4.681,85

Silber 72,25 -4,3 -3,24 75,50

Platin 1.918,97 -3,2 -63,48 1.982,45

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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April 28, 2026 07:40 ET (11:40 GMT)

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10.08.26 Bayer Hold Jefferies & Company Inc.

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