MÄRKTE EUROPA/Europa perfomt den DAX im ersten Halbjahr aus
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DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten ist es am Dienstag deutlich nach oben gegangen. Das fundamentale Umfeld wurde im Handel als günstig beschrieben angesichts gefallener Energiepreise, niedrigeren Renditen an den Anleihemärkten sowie dem abflauenden Nahost-Konflikt. Zudem verbesserte sich die Stimmung für Technologie-Werte, der europäische Branchen-Index schloss 3,4 Prozent im Plus.
Der DAX gewann 1,5 Prozent auf 24.996 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,6 Prozent auf 6.328 Punkte nach oben. Es war der letzte Handelstag im ersten Halbjahr 2026 - und die Entwicklung der Aktienmärkte in Europa war selten so uneinheitlich. So hat der DAX-Kursindex nahezu eine "Nullnummer" in den ersten sechs Monaten verzeichnet und gehörte damit zu den Schlusslichtern. Der Euro-Stoxx-50 liegt dagegen gut 9 Prozent im Plus. Während der Index in Mailand um 15 Prozent zulegte, brachte es Madrid auf 12,5 Prozent. Auch Wien ist mit plus 21 Prozent weit vorne dabei.
Der unerwartet deutliche Rückgang der Inflation in Deutschland stützt nach Aussage von Alexander Krüger, Chefvolkswirt ABN Amro Deutschland, die Aussicht, dass die Inflationsrate ihr Hoch hinter sich gelassen hat. "Voraussetzung hierfür ist aber, dass der Konflikt im Nahen Osten nicht wieder aufflammt. Zweitrundeneffekte bleiben auf der Agenda, wenn auch weniger stark als vor einigen Wochen", schrieb er in einem Kommentar. "Die deutsche Vorgabe lässt der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum für noch eine Zinserhöhung", so Krüger. Andere Volkswirte gehen dagegen von keiner weiteren Zinsanhebung durch die Notenbank aus.
Derweil warf die Berichtssaison ihre Schatten voraus, das zeigten erste Pre-Close-Calls. Das Gewinnwachstum in Europa dürfte sich im zweiten Quartal laut den Konsensschätzungen am Markt auf 12 Prozent im Jahresvergleich beschleunigt haben, so die Deutsche Bank. Diese Dynamik werde jedoch stark vom Energiesektor getrieben, während das zugrunde liegende Wachstum ohne Energie voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich bleiben werde.
Nach einem Pre-Close-Call gewannen Siemens Energy 5,6 Prozent. Bei den Aufträgen impliziere der positive Ton ein potenzielles Aufwärtspotenzial für Gas Services, so die Citigroup.
Siemens stiegen nach positiven Analystenkommentaren um 4,4 Prozent. Siemens dürfte ein weiteres starkes Quartal mit einer anhaltend positiven Dynamik sowohl bei Smart Infrastructure als auch bei Digital Industries liefern, hieß es von der Bank of America.
Die jüngste Kursschwäche in Deutsche Telekom ist auffällig - hier ging es um weitere 3,9 Prozent nach unten. Die UBS nannte drei Gründe, die aktuell belasten. Erstens die Befürchtung, dass die Telekom weiterhin eine Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US (TMUS) anstrebe. Zweitens die Sorge vor einem potenziell verstärkten Wettbewerb im US-amerikanischen Mobilfunkmarkt und drittens habe die Abspaltung von NBC/Sky durch Comcast zu Auflösungen von Short-Positionen im Kabelfernseh-Sektor geführt und sich dadurch auf die US-Telekommunikationsunternehmen ausgewirkt. Analyst Polo Tang geht davon aus, dass die operative Entwicklung der Telekom sowohl in den USA als auch in Deutschland robust ist, sein Votum heißt weiter "Buy" und das Ziel von 36,60 Euro bietet ein Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent.
Mit einem Plus von 11,3 Prozent stellte die Aktie von SMA Solar den größten Gewinner im TecDAX. Die Analysten von Jefferies verwiesen auf einen Reuters-Bericht, demzufolge die Trump-Administration Beschränkungen für in China hergestellte Wechselrichter vorsieht - die auch die Kasselaner produzieren. Obwohl der Vorschlag noch geändert oder ganz zu den Akten gelegt werden könnte, würde eine Verabschiedung westlichen Akteuren erheblich zugutekommen.
Abivax haussierten um 38,7 Prozent. Den Grund lieferte die Nachricht, dass Daten zu seiner experimentellen Behandlung von Colitis ulcerosa eine verbesserte Sicherheit und eine höhere Wirksamkeit zeigten, was die Anleger beruhigen dürfte, so die Stifel-Analysten.
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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 6.328 +1,6 +7,6
Stoxx-50 5.416 +1,0 +9,0
Stoxx-600 642 +0,9 +7,4
DAX 24.996 +1,5 +0,6
FTSE-100 London 10.484 +0,1 +5,6
CAC-40 Paris 8.367 +0,4 +2,7
AEX Amsterdam 1.065 +1,4 +12,0
ATHEX-20 Athen 6.255 -0,4 +16,9
BEL-20 Brüssel 5.719 +0,6 +12,6
BUX Budapest 139.082 +0,6 +25,3
OMXH-25 Helsinki 6.150 +1,4 +7,8
OMXC-20 Kopenhagen 1.591 +0,5 -1,0
PSI 20 Lissabon 9.159 -0,3 +10,8
IBEX-35 Madrid 19.387 +0,4 +12,0
FTSE-MIB Mailand 51.163 +1,0 +13,8
OBX Oslo 1.841 -0,0 +15,3
PX Prag 2.572 -0,2 -4,2
OMXS-30 Stockholm 3.167 +1,2 +9,8
WIG-20 Warschau 135.647 +0,6 +15,0
ATX Wien 6.352 +1,8 +19,3
SMI Zürich 14.224 -0,2 +7,2
* gerundet
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15
EUR/USD 1,1413 -0,1 -0,0007 1,1420 1,1419
EUR/JPY 185,65 +0,4 0,6800 184,97 184,9100
EUR/CHF 0,9228 +0,0 0,0003 0,9225 0,9233
EUR/GBP 0,861 0,0 0,0000 0,861 0,8622
USD/JPY 162,65 +0,4 0,7100 161,94 161,9100
GBP/USD 1,3253 -0,0 -0,0003 1,3256 1,3242
USD/CNY 6,7851 -0,1 -0,0085 6,7936 6,7936
USD/CNH 6,7913 -0,1 -0,0091 6,8004 6,8014
AUS/USD 0,6912 +0,4 0,0026 0,6886 0,6880
Bitcoin/USD 58.357,21 -3,1 -1.865,91 60.223,12 59.098,14
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 69,91 -1,2 -0,84 70,75
Brent/ICE 73,02 -0,2 -0,13 73,15
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.027,69 +0,3 11,67 4.016,02
Silber 59,60 +2,2 1,30 58,30
Platin 1.554,45 -1,3 -20,11 1.574,56
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/ros
(END) Dow Jones Newswires
June 30, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)
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