MÄRKTE EUROPA/Freundlich - DAX auf Rekordhoch - Auto- und Chemieaktien gesucht


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Indizes

25,231.20 EUR 291.85 EUR 1.17 %

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--An den europäischen Börsen ist es am Freitag auf breiter Front nach oben gegangen. Der deutsche Aktienindex DAX erklomm zwischenzeitlich das höchste Niveau seiner Geschichte. In der Spitze erreichte er gut 26.618 Punkte, stand am Ende des Tages dann allerdings nur noch bei 26.570 Punkten, immer noch ein Plus von 0,8 Prozent zum Vortag. Das bisherige Rekordhoch lag bei 26.573 Punkten und stammt vom 12. August. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,0 Prozent zu auf 6.486 Zähler. Ihm fehlen etwa 80 Punkte zu seinem Rekordhoch.

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Für Kauflaune sorgte laut Börsianern Konjunkturoptimismus nach zuletzt vermehrt ermutigenden Konjunkturdaten. Daneben werden auch die unter der Woche überzeugend ausgefallenen Geschäftszahlen und der Ausblick des KI-Schwergewichts Nvidia genannt.

Die mit Spannung erwartete Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Nachmittag sorgte für keinen stärkeren Impuls, vor allem aber auch kein Störfeuer. Warsh klang in seinen Ausführungen eher falkenhaft und fachte damit Spekulationen über eine im September womöglich kommende US-Zinserhöhung zumindest leicht an. Der Notenbanker sprach von einer starken Wirtschaft und betonte, dass das derzeitige Zinsniveau nicht bremsend wirke. Zugleich warnte er vor dem Risiko einer zu hohen Inflation.

In der Folge stiegen am Anleihemarkt die Renditen, insbesondere am kürzeren Ende. Die deutsche Zehnjahresrendite legte um 2 Basispunkte auf 3,28 Prozent zu. Der Euro geriet mit der Aussicht auf höhere US-Zinsen unter Druck und fiel deutlicher auf knapp unter 1,16 Dollar.

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Mit Kursgewinnen reagierten europaweit Chemieaktien auf positive Daten des Ifo-Instituts. Demnach kletterte der Geschäftsklimaindex für die Branche von minus 26,3 Punkten im Juli auf nun minus 2,4 Punkte. Erstmals seit vier Jahren beurteilen die Chemieunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage wieder positiv: Der entsprechende Indikator stieg von minus 14,6 auf plus 11,6 Punkte. Auch bei den Geschäftserwartungen zeigt der Trend nach oben.

BASF stiegen um 2,0, Brenntag um 2,1, Lanxess um 3,9, Wacker Chemie um 3,2 und Alzchem um 1,5 Prozent. In Paris verteuerten sich Arkema um 2,2 und Air Liquide um 1,8 Prozent, in Amsterdam DSM-Firmenich ebenfalls um 1,8 Prozent. Der Stoxx-Index Chemie zog um 1,7 Prozent an.

In der Breite auffallend fest zeigten sich auch Autoaktien. Der Stoxx-Subindex stieg um 2,5 Prozent und war klarer Tagessieger. BMW führten die Gewinnerliste im DAX mit einem Plus von 4,5 Prozent an. Das Papier wurde gestützt von positiven Analystenstimmen. Für die Citi-Analysten ist viel Negatives in der Aktie eingepreist, Bernstein verwies auf Presseberichte, die auf ein erhebliches Interesse am bevorstehenden, in China gebauten BMW iX3 hindeuteten. Mercedes-Benz schlossen 3,0 Prozent fester, VW 3,2, Renault 3,6 und Stellantis 2,3 Prozent. Auch Aktien von Zulieferer waren gesucht. Continental stiegen um 1,3, Schaeffler um 2,5 Prozent und Forvia nach einem positiven Analystenkommentar sogar um 5,1 Prozent.

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In Wien schnellen Strabag nach Geschäftszahlen über den Erwartungen und einem angehobenen Ausblick um fast 16 Prozent nach oben. Im Sog ging es für die Bauwerte Heidelberg Materials und Buzzi um 1,0 bzw. 2,1 Prozent nach oben. In Zürich gewannen Holcim 0,4 Prozent.

Mit einem Kursplus von 2,4 Prozent bei Essilorluxottica quittierte der Markt, dass der Optikkonzern eigene Aktien zurückkaufen will.

Aktien von Flughafenbetreibern standen nach nicht gänzlich überzeugenden Zahlen von Flughafen Zürich unter Druck. Flughafen Zürich fielen um 7,7 Prozent, Fraport um 1,5 und Aeroports de Paris um 2,1 Prozent.

Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.486 +1,0 +10,9

Stoxx-50 5.476 +0,6 +10,7

Stoxx-600 655 +0,5 +10,1

DAX 26.570 +0,8 +7,7

FTSE-100 London 10.793 +0,3 +8,7

CAC-40 Paris 8.320 +1,0 +2,1

AEX Amsterdam 1.103 +0,8 +16,0

ATHEX-20 Athen 6.819 +0,5 +27,4

BEL-20 Brüssel 5.839 +0,5 +15,0

BUX Budapest 149.647 +0,7 +34,8

OMXH-25 Helsinki 6.499 +0,2 +14,0

OMXC-20 Kopenhagen 1.634 +0,3 +1,6

PSI 20 Lissabon 9.389 +0,4 +13,6

IBEX-35 Madrid 19.882 +0,8 +14,9

FTSE-MIB Mailand 52.265 +0,7 +16,3

OBX Oslo 2.014 +0,5 +26,0

PX Prag 2.798 +0,3 +4,2

OMXS-30 Stockholm 3.321 +0,3 +15,2

WIG-20 Warschau 151.918 +0,6 +28,8

ATX Wien 6.676 +1,7 +25,3

SMI Zürich 14.384 +0,1 +8,4

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr

EUR/USD 1,1592 -0,5 -0,0059 1,1651 1,1651

EUR/JPY 185,52 -0,1 -0,2000 185,72 185,6100

EUR/CHF 0,9375 +0,1 0,0005 0,9370 0,9361

EUR/GBP 0,8556 -0,2 -0,0016 0,8572 0,8574

USD/JPY 160,04 +0,4 0,6500 159,39 159,3000

GBP/USD 1,3546 -0,3 -0,0046 1,3592 1,3587

USD/CNY 6,726 +0,1 0,0062 6,7198 6,7198

USD/CNH 6,7308 +0,2 0,0123 6,7185 6,7181

AUS/USD 0,7161 -0,5 -0,0033 0,7194 0,7193

Bitcoin/USD 78.216,94 -2,3 -1.874,34 80.091,28 80.684,34

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 83,05 -0,6 -0,48 83,53

Brent/ICE 89,3 -0,5 -0,40 89,70

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.511,99 -1,9 -89,01 4.601,00

Silber 67,83 -2,1 -1,43 69,26

Platin 1.853,19 +0,4 6,78 1.846,41

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos/sha

(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2026 12:18 ET (16:18 GMT)

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28.09.26 BASF Buy Deutsche Bank AG
28.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 BASF Outperform Bernstein Research
24.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.

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