MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Sanierungspläne treiben VW-Aktie


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DOW JONES--Europas Börsen zeigen sich im frühen Handel am Freitag gut behauptet. Rückenwind kommt von der Wall Street, wo die Indizes deutlich zulegten. Für wieder bessere Stimmung sorgt die Entspannung an den Anleihemärkten, wenngleich die Renditen am frühen Morgen wieder leicht anziehen.

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Der DAX gewinnt 0,3 Prozent auf 26.073 Punkte, der Euro-Stoxx-50 liegt 0,1 Prozent höher. Von den Ölpreisen kommt kein neues Störfeuer, nachdem der jüngste Preisanstieg im Verlauf des Vortages bereits an Dynamik verloren hatte. Brent-Öl kostet weiter um 95 Dollar je Fass. Am Devisenmarkt ist es ruhig, der Euro wird mit rund 1,1628 Dollar gehandelt. Der Yen gibt leicht nach, nachdem er am Vortag stark aufgewertet hatte mit Spekulationen über eine Intervention zu Gunsten der japanischen Devise.

Für den jüngsten Rückgang der Renditen sorgte US-Notenbanker Christopher Waller. Er sieht erste Zeichen einer Entspannung bei der Inflation. Zugleich signalisierte er, eine Zinspause im September zu unterstützen, sollten die Inflationsdaten für August die jüngsten Fortschritte im Juni und im Juli bestätigen. Am Zinsterminmarkt ist darauf die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September auf rund 50 Prozent gesunken von Ständen nahe 70 Prozent im früheren Wochenverlauf.

Mit Blick auf die Zinsperspektiven in den USA stehen nun die US-Arbeitsmarktdaten für August am Nachmittag im Fokus, was zugleich für etwas Zurückhaltung sorgt. Die US-Notenbank hat ein Doppelmandat für Preisstabilität und Beschäftigung. Je nachdem wie die Beschäftigungsdaten ausfallen, könnten sie die Zinserwartungen beeinflussen. Erwartet wird für August ein Stellenaufbau von 53.000 und ein Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat.

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Konjunkturseitig sorgt der deutsche Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe für keinen Auftrieb. Er legte im Juli überraschend kräftig zu, was aber fast nur auf Großaufträge zurückzuführen ist. Laut der Deutschen Bank ist die Entwicklung ohne diesen Sondereffekt gegenüber dem Vormonat schwach.

Unternehmensseitig ist klar Volkswagen das Thema des Tages. Überraschend hat der Aufsichtsrat bereits am Donnerstag einem Sanierungsplan des Vorstands zugestimmt - und zwar einstimmig, also auch die Arbeitnehmerseite in dem Gremium.

Der Plan sieht unter anderem den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030 vor, massive Investitionen und eine höhere Effizienz. Die Modellpalette soll um rund 50 Prozent ausgedünnt, die Konzernstruktur vereinfacht werden. Für einzelne Standorte sollen alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft werden. Analysten äußern sich durchweg positiv überrascht und sprechen von einem ermutigenden Zeichen. Im Handel ist von einem "Aufbruchssignal" die Rede. VW legen um 6,6 Prozent zu, Porsche SE um 3,7 und Porsche AG um 0,7 Prozent. Im Sog legen auch die Kurse anderer Autoaktien zu, BMW um 1,8, Mercedes-Benz um 1,2, Stellantis in Mailand um 2,2 und Renault in Paris ebenfalls um 2,2 Prozent.

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Eine erneute Gewinnwarnung des US-Herstellers von Sportbekleidung Lululemon belastet die Aktien von Adidas und Puma: Adidas verlieren 0,6 Prozent und Puma 0,7 Prozent.

Unterdessen hat der Indexbetreiber Stoxx die Änderungen für den September-Termin in den Indizes der DAX-Familie mitgeteilt. Hugo Boss und Ströer tauschen ihre Plätze im MDAX und SDAX. OHB rücken für Cancom in den TecDAX auf. Boss und Ströer bewegen sch darauf kaum, OHB gewinnen 1,7 Prozent, Cancom 0,7 Prozent. Keine Änderung wird es dagegen zum 21. September im DAX geben. Die Lufthansa-Aktie hat es damit im dritten Anflug nicht in die erste deutsche Börsenliga geschafft. Den Kurs belastet das nicht, Lufthansa gewinnen 0,4 Prozent.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.386,84 +0,1 4,25 6.382,59 10,3

Stoxx-50 5.432,32 +0,2 9,31 5.423,01 10,5

DAX 26.072,68 +0,3 69,36 26.003,32 6,4

MDAX 32.412,28 +0,5 155,19 27.039,42 5,9

TecDAX 4.051,60 +0,6 24,17 3.091,28 11,8

SDAX 18.715,83 +0,6 118,80 13.062,07 9,0

FTSE 10.840,79 +0,1 9,27 10.831,52 9,1

CAC 8.292,09 +0,1 5,69 8.286,40 1,7

SMI 14.427,44 +0,2 32,67 14.394,77 8,7

ATX 6.822,99 +0,3 22,27 6.800,72 28,1

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:17

EUR/USD 1,1626 +0,0 0,0002 1,1624 1,1592

EUR/JPY 181,73 +0,4 0,6300 181,1 184,1200

EUR/CHF 0,9396 +0,1 0,0009 0,9387 0,9422

EUR/GBP 0,8583 -0,1 -0,0010 0,8593 0,8584

USD/JPY 156,29 +0,3 0,5000 155,79 158,8100

GBP/USD 1,3541 +0,2 0,0020 1,3521 1,3501

USD/CNY 6,7109 -0,1 -0,0072 6,7181 6,7190

USD/CNH 6,7094 -0,1 -0,0082 6,7176 6,7178

AUS/USD 0,7202 +0,0 0,0003 0,7199 0,7168

Bitcoin/USD 80.775,93 -0,9 -706,27 81.482,20 77.333,82

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 91,12 -0,2 -0,18 91,3

Brent/ICE 95,5 -0,0 -0,02 95,52

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.477,41 +0,1 4,55 4.472,86

Silber 66,92 -0,0 -0,03 66,95

Platin 1.815,22 -0,6 -11,03 1.826,25

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 04, 2026 03:57 ET (07:57 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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