MÄRKTE EUROPA/Hoffen auf Corona-Impfstoff gibt Kursschub


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Indizes

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FRANKFURT (Dow Jones)--Mit deutlichen Kursgewinnen sind Europas Aktienmärkte am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Die zunehmend gute Nachrichtenlage rund um einen Impfstoff gegen Covid-19 sorgte für gute Laune. Vor allem die Leidtragenden der Krise wie konjunkturnahe Aktie oder jene der Reisebranche waren gesucht. Dazu gesellten sich zumeist deutlich bessere Quartalszahlen aus diversen Branchen und starke Konjunkturdaten aus den USA. So zog selbst im Corona-Hotspot New York die Geschäftstätigkeit wieder an. Der DAX stieg um 1,8 Prozent auf 12.931 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,7 Prozent auf 3.378 Punkte nach oben.

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Politik, Notenbank und Impfstoff stützen

Neben den Hoffnungen auf weiter ausgedehnte Käufe von Wertpapieren durch die US-Notenbank setzte man auch in Europa auf den geplanten EU-Wiederaufbaufonds über 750 Milliarden Euro. Für besonders gute Laune sorgten aber die sich häufenden Nachrichten aus der Pharmabranche über Studienerfolge bei der Suche nach Corona-Medikamenten. So hatte in den USA Moderna gute Studienergebnisse berichtet; in Europa könnte Astrazeneca "vielleicht schon morgen" Erfolge zu ihrem Anti-Corona-Wirkstoff melden, berichtet der britische TV-Sender ITV. Entsprechend legten Astrazeneca um über 5 Prozent zu.

Hauptverlierer gesucht

Die Hoffnung auf eine rasche Wirtschaftsbelebung dank eines Corona-Impfstoffes trieb vor allem Konjunkturwerte, Reise- und Luftfahrtaktien. Der Reise- und Freizeitsektor führte das Tableau mit plus 6,1 Prozent an. Airbus stiegen um 4,7 Prozent, MTU im DAX sogar um 7 Prozent und Fraport um 3,8 Prozent. Vor allem die gebeutelte Kreuzfahrtbranche feierte die Aussichten: An der Wall Street sprangen Norwegian Cruise und in London Carnival um je 11 Prozent, Tui legten um fast 7 Prozent zu. Die Titel des Kinokettenbetreibers Cineworld zogen um fast 9 Prozent an.

Auch Auto- (plus 1,5 Prozent) und Chemietitel (plus 1,9 Prozent) waren gesucht: Linde stiegen um 4,2 und Covestro um 3,7 Prozent. VW verbesserten sich um 2,8 Prozent. Bankaktien profitierten von starken Geschäftszahlen bei Goldman Sachs. Dort hatte sich besonders das Anleihegeschäft deutlich stärker entwickelt als gedacht. Deutsche Bank stiegen um 1,4 Prozent.

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Drägerwerk und Hapag mit starken Zahlen und Ausblick

Dazu gesellten sich erste Geschäftszahlen aus der europäischen Berichtssaison: So sprangen Drägerwerk über 11 Prozent. Der Medizintechnikkonzern hatte nach guten Geschäftszahlen den Ausblick stärker als erwartet erhöht. Zooplus legten nach Zahlenausweis und Ausblick 4 Prozent zu. Die Umsätze waren im ersten Halbjahr um 18 bis 19 Prozent gewachsen. Das genannte EBITDA-Ziel lag über den Markterwartungen. Hapag-Lloyd zogen um fast 4 Prozent nach Vorlage von Halbjahreszahlen an. Honoriert wurde vor allem der Ausblick. Denn die Reederei hatte trotz der Coronafolgen die Ergebnisprognose auf EBITDA-Basis für 2020 bestätigt.

Carl Zeiss Meditec kletterten um 2,8 Prozent wegen der Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen rechnet mit rund 1,3 Milliarden Euro nach 1,46 Milliarden im Vorjahr. Varta stiegen um 5,4 Prozent nach einem kräftig erhöhten Kursziel durch Berenberg.

Gegen den Trend verloren Teamviewer 7,4 Prozent, waren in der Spitze aber schon über 12 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen meldete eine Übernahme samt Kapitalerhöhung und lieferte einen Zwischenbericht.

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Hausse bei Infrastrukturbetreiber Atlantia

In Italien haussierte die Aktie des Infrastrukturbetreibers Atlantia um fast 27 Prozent. Das Unternehmen zieht sich zwar aus dem Autobahnbetrieb zurück, muss aber nur 3,4 Milliarden Euro für den Einsturz der Brücke in Genua bezahlen. Hier waren höheren Ausgleichszahlungen befürchtet worden.

Für Modekonzern Burberry ging es dagegen in London um 5,6 Prozent tiefer. Im ersten Geschäftsquartal brach der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 45 Prozent ein. Hier belasteten geschlossene Geschäfte und fehlende Touristen als Käufer. Auch für das zweite Quartal bis Ende September ist Burberry skeptisch.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

stand absolut in % seit

Jahresbeginn

Euro-Stoxx-50 3.378,21 +56,82 +1,7% -9,8%

Stoxx-50 3.088,59 +51,36 +1,7% -9,2%

Stoxx-600 373,87 +6,47 +1,8% -10,1%

XETRA-DAX 12.930,98 +233,62 +1,8% -2,4%

FTSE-100 London 6.304,65 +124,90 +2,0% -18,1%

CAC-40 Paris 5.108,98 +101,53 +2,0% -14,5%

AEX Amsterdam 577,56 +5,05 +0,9% -4,5%

ATHEX-20 Athen 1.542,46 +20,46 +1,3% -32,9%

BEL-20 Brüssel 3.500,87 +43,11 +1,2% -11,5%

BUX Budapest 35.371,88 +280,16 +0,8% -23,2%

OMXH-25 Helsinki 4.062,74 +6,42 +0,2% -3,8%

ISE NAT. 30 Istanbul 133.924,93 -810,74 -0,6% -3,5%

OMXC-20 Kopenhagen 1.308,90 +28,39 +2,2% +15,2%

PSI 20 Lissabon 4.450,09 -30,16 -0,7% -15,2%

IBEX-35 Madrid 7.487,60 +135,60 +1,8% -21,6%

FTSE-MIB Mailand 20.281,38 +401,63 +2,0% -15,4%

RTS Moskau 1.219,26 +2,47 +0,2% -21,3%

OBX Oslo 754,78 +15,16 +2,0% -10,5%

PX Prag 948,11 +10,27 +1,1% -15,0%

OMXS-30 Stockholm 1.767,85 +29,25 +1,7% -0,2%

WIG-20 Warschau 1.794,78 +23,08 +1,3% -16,5%

ATX Wien 2.332,35 +25,79 +1,1% -27,0%

SMI Zürich 10.460,01 +200,51 +2,0% -1,5%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,45 0,00 -0,69

US-Zehnjahresrendite 0,62 0,00 -2,06

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:21 Uhr Di, 17:24 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1409 +0,06% 1,1406 1,1405 +1,7%

EUR/JPY 122,02 -0,23% 122,31 122,32 +0,1%

EUR/CHF 1,0766 +0,48% 1,0719 1,0719 -0,8%

EUR/GBP 0,9066 -0,14% 0,9061 0,9061 +7,1%

USD/JPY 106,96 -0,27% 107,23 107,24 -1,7%

GBP/USD 1,2582 +0,20% 1,2587 1,2587 -5,1%

USD/CNH (Offshore) 6,9869 -0,30% 6,9978 6,9979 +0,3%

Bitcoin

BTC/USD 9.195,76 -0,45% 9.233,51 9.233,51 +27,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 40,68 40,29 +1,0% 0,39 -30,2%

Brent/ICE 43,21 42,90 +0,7% 0,31 -30,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.811,73 1.807,90 +0,2% +3,83 +19,4%

Silber (Spot) 19,34 19,18 +0,9% +0,17 +8,4%

Platin (Spot) 832,13 830,50 +0,2% +1,63 -13,8%

Kupfer-Future 2,86 2,92 -1,9% -0,06 +1,6%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 15, 2020 12:18 ET (16:18 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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