MÄRKTE EUROPA/Impfstoff-Rückschlage bremsen - Reisebranche fällt
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FRANKFURT (Dow Jones)--Eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung an Europas Börsen deutet sich auch am Mittwoch an. Der DAX gewinnt 0,1 Prozent auf 13.034 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 reduziert sich dagegen um 0,1 Prozent auf 3.276 Punkte. Der Markt sei weiter hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Einflüssen. Einerseits belastet die Corona-Pandemie mit den Rückschlägen bei den Impfstoffen die Stimmung, ebenso die Brexit-Unsicherheit und die Ungewissheit um die US-Wahlen. Andererseits setzen die Marktteilnehmer auf weitere geld- und fiskalpolitische Stimuli. So könnte die EZB mit Blick auf den jüngsten Preisrückgang in Deutschland schon im Dezember die Geldpolitik weiter lockern, heißt es.
"Es ist eine Erinnerung, dass dieses Rennen um einen Impfstoff länger als erwartet dauern könnte", kommentiert Chefstratege Paul Jackson von Invesco die angekündigte Testpause bei Eli Lilly. Zuvor hatte schon Johnson & Johnson eine Studie im finalen Stadium ausgesetzt. Der Markt sei zu optimistisch darüber, wie schnell ein Gegenmittel die Pandemie aufhalten könnte. Allein seine breite Distribution werde Zeit benötigen.
Kurzfristig dürfte der Markt nun weiter Impulse von der Berichtssaison suchen. Am Mittag legen mit Bank of America, Goldman Sachs und Wells Fargo weitere US-Finanzkonzerne ihre Zwischenbilanzen vor. Bei den Konjunkturdaten steht vor allem die Industrieproduktion in der Eurozone für August im Fokus.
Kapitalerhöhung bei Covestro im Blick
Covestro legen trotz einer Kapitalerhöhung um 1,8 Prozent zu. Die neuen Aktien waren zum Stückpreis von 43,85 Euro verkauft worden und zeigen sich schon wieder über einen Euro höher. Der Bruttoerlös beträgt rund 447 Millionen Euro. Anleger hatten die neuen Stücke nach Berichten aus dem Handel gut aufgenommen.
Gute Nachrichten kommen aus der Chip-Branche. So hat ASML am Morgen starke Zahlen vorgelegt, sowohl der Umsatz als auch der Gewinn haben im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen. "Auch der Ausblick ist gut", sagt ein Händler und stellt die angestrebte Brutto-Marge heraus, die im vierten Quartal auf 50 Prozent steigen soll von 47,5 Prozent. Die Aktien geben allerdings mit Gewinnmitnahmen um 1,5 Prozent nach.
Auch in den Aktien von Dermapharm macht eine Platzierung die Kurse. Die Titel fallen um 6,6 Prozent auf 45,59 Euro und damit unter den Platzierungspreis von 46 Euro. Der Großaktionär Themis hat laut Händlern 10 Prozent der Dermapharm-Aktien in den Markt gegeben. Der Brutto-Erlös liegt damit bei gut 252 Millionen Euro.
Thyssenkrupp stehen mit Spekulationen über eine mögliche Staatsbeteiligung im Blick. Wie die Wirtschaftswoche schreibt, liefen bereits konkrete Gespräche darüber. Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht äußern. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium waren dazu aber zuletzt eher ablehnende Stimmen zu hören, die Aktien geben um 0,7 Prozent nach.
Corona-Aktien wieder Hauptverlierer
Unter Druck stehen auch wieder die üblichen Corona-Leidtragenden, die Aktien der Reise- und Luftfahrtindustrie. Der Sektor-Index ist mit 1,3 Prozent Minus der größte Verlierer in Europa. Aktuell belasten die wieder stark zunehmende Ausbreitung des Virus und Sorgen vor dem enormen Kapitalbedarf.
So kündigte Kreuzfahrtveranstalter Royal Caribbean die Konditionen für die geplante Anleihen- und Aktienemission im Umfang von rund 1 Milliarde Dollar an. Die Aktien brachen an der Wall Street 13 Prozent ein. Entsprechend fallen nun auch Carnival in London und Tui um bis zu 2,9 Prozent. Lufthansa verlieren 3,0 Prozent, die Aktien der British-Airways-Mutter IAG sogar 4,7 Prozent.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.276,09 -0,09 -3,10 -12,52
Stoxx-50 2.958,75 -0,16 -4,73 -13,06
DAX 13.034,46 0,12 15,47 -1,62
MDAX 27.904,27 0,10 28,23 -1,44
TecDAX 3.210,81 0,46 14,64 6,50
SDAX 12.892,87 0,02 2,87 3,04
FTSE 6.001,13 0,53 31,42 -20,85
CAC 4.947,02 -0,01 -0,58 -17,25
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,57 -0,01 -0,81
US-Zehnjahresrendite 0,72 0,00 -1,96
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:05 Uhr Di, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1736 -0,09% 1,1747 1,1743 +4,6%
EUR/JPY 123,76 -0,13% 123,83 123,93 +1,5%
EUR/CHF 1,0738 -0,06% 1,0745 1,0738 -1,1%
EUR/GBP 0,9114 +0,35% 0,9095 0,9045 +7,7%
USD/JPY 105,44 -0,05% 105,47 105,53 -3,1%
GBP/USD 1,2876 -0,48% 1,2938 1,2983 -2,8%
USD/CNH (Offshore) 6,7386 +0,03% 6,7356 6,7410 -3,3%
Bitcoin
BTC/USD 11.398,51 -0,45% 11.407,51 11.397,01 +58,1%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,98 40,20 -0,5% -0,22 -29,7%
Brent/ICE 42,21 42,45 -0,6% -0,24 -31,1%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.895,54 1.890,30 +0,3% +5,24 +24,9%
Silber (Spot) 24,17 24,18 -0,0% -0,01 +35,4%
Platin (Spot) 876,93 868,50 +1,0% +8,43 -9,1%
Kupfer-Future 3,05 3,04 +0,3% +0,01 +7,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/ros
(END) Dow Jones Newswires
October 14, 2020 03:39 ET (07:39 GMT)
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