MÄRKTE EUROPA/Inflation und boomende US-Wirtschaft treiben Renditen


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17.15 EUR 0.85 EUR 5.21 %

24.47 EUR -0.22 EUR -0.89 %

6.60 EUR -0.05 EUR -0.75 %

DOW JONES--Mit leichten Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch den Handel beendet. Nach einer Fülle starker US-Wirtschaftsdaten und hoher Inflationszahlen aus den USA und Europa verflog die anfänglich gute Laune schnell. Der DAX fiel um 0,8 Prozent auf 25.199 Punkte, der Euro-Stoxx-50 büßte 0,8 Prozent auf 6.269 Punkte ein.

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Schon die Inflationsdaten aus Europa verhießen nichts Gutes. Die September-Verbraucherpreise aus Deutschland sprangen um 3,3 Prozent zum Vorjahr an, in Frankfreich ging es um 3,4 Prozent nach oben, in Italien sogar um 4,1 Prozent. Auch der zwischenzeitlich positiv interpretierte PCE-Index aus den USA stieg um 3,0 Prozent in der Kernrate. Alle diese Zahlen liegen meilenweit entfernt von den Inflationszielen der jeweiligen Notenbanken von je 2 Prozent.

Gleichzeitig zeigten die US-Konjunkturdaten eine extrem starke Wirtschaft. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) Chicago sprang auf 58,8 Punkte nach 47,1 im Vormonat und der ADP-Arbeitsmarktbericht zeigte kräftige Gehaltsanstiege bei US-Arbeitnehmern, die einen Jobwechsel vornehmen. "Diese Wirtschaft kann Zinserhöhungen ohne Wenn und Aber ertragen", sagte ein Händler. Eine US-Zinserhöhung gleich auf der nächsten Fed-Sitzung am 28. Oktober sei nur aus politischen Gründen wenig wahrscheinlich. Kurz darauf stehen die US-Zwischenwahlen am 3. November an. Die US-Anleihemärkte reagierten darauf mit Renditeanstiegen. Die langlaufenden 30-jährigen Bonds sprangen sogar über 5,63 Prozent auf ein neues Jahreshoch.

Hauptverlierer am Aktienmarkt waren wie üblich die zinssensitiven Branchen, wie Versicherer und vor allem die Immobilienwerte.

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Auf Unternehmensseite standen vor allem Autowerte im Blick, so wie BMW (+1,5%) mit ihrem Kapitalmarkttag. JP Morgan erwartet zwar, dass das Unternehmen an seinem langfristigen Margenziel von 8 bis 10 Prozent im Automobilbereich festhalten wird, auch wenn es für die kommenden drei Jahre kein realistisches Ziel sei.

Porsche Automobil Holding legten um 1,2 Prozent zu. Sie hatten im jahrelangen Rechtsstreit um die versuchte VW-Übernahme einen endgültigen Sieg errungen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies Schadensersatzforderungen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro zurück.

VW reduzierten sich um 0,9 Prozent. Hier stand die Kündigung einiger Tarifverträge durch das Unternehmen im Fokus. Bislang betrifft dies aber nur einige Detailregelungen, nicht den Manteltarif mit den Arbeitszeiten. Bei Autozulieferer Continental ging es 1,7 Prozent nach unten. Hier wartet der Markt auf Aussagen von ihrem Pre-Close-Call am Abend.

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Nach einer Herabstufung durch die Deutsche Bank auf "Hold" gaben Commerzbank um 4,0 Prozent nach. Bei Ionos führte die Ersteinschätzung mit "Sell" durch Metzler sogar zu 5,8 Prozent Minus. Die Analysten sehen keinen Grund, dem Anbieter von Web-Hosting die hohen Aktienbewertungen von KI-Unternehmen zuzubilligen.

Mit Verlusten von 6,2 Prozent reagierten CTS Eventim auf den Abgang von CFO William Willms. Dieser scheidet mit sofortiger Wirkung aus, er war erst zu Jahresbeginn in den Vorstand eingezogen. Bei LPKF ging es nach einer Gewinn- und Umsatzwarnung um 2,5 Prozent abwärts.

Gerresheimer legten dagegen um 5,5 Prozent zu. Nach einem sehr verhaltenen Start in das Geschäftsjahr wurde im zweiten Quartal etwas Boden gut gemacht.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.269 -0,8 +9,1

Stoxx-50 5.323 -0,7 +9,0

DAX 25.199 -0,8 +3,7

FTSE-100 London 10.606 -0,3 +7,1

CAC-40 Paris 7.964 -0,9 -1,4

AEX Amsterdam 1.115 -0,5 +17,8

BEL-20 Brüssel 5.606 -0,7 +11,2

IBEX-35 Madrid 19.426 -0,5 +12,8

SMI Zürich 13.830 -0,6 +4,9

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:08 Uhr

EUR/USD 1,1339 -0,0 -0,0001 1,1340 1,1344

EUR/JPY 178,36 +0,0 0,0100 178,35 178,5000

EUR/CHF 0,9469 +0,2 0,0014 0,9455 0,9458

EUR/GBP 0,8549 -0,2 -0,0020 0,8569 0,8576

USD/JPY 157,27 -0,0 -0,0100 157,28 157,3300

GBP/USD 1,326 +0,2 0,0031 1,3229 1,3224

USD/CNY 6,7045 +0,0 0,0015 6,7030 6,7030

USD/CNH 6,7095 +0,0 0,0015 6,7080 6,7069

AUS/USD 0,6948 -0,5 -0,0035 0,6983 0,6989

Bitcoin/USD 84.185,19 +0,7 585,31 83.599,88 83.953,76

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 91,45 +2,3 2,07 89,38

Brent/ICE 103,72 +1,1 1,13 102,59

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.159,64 -0,5 -21,15 4.180,79

Silber 60,29 -1,9 -1,16 61,45

Platin 1.697,87 -0,5 -7,88 1.705,75

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 30, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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Datum Rating Analyst
29.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Deutsche Bank AG
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG

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