MÄRKTE EUROPA/Kräftiges Plus dank US-Notenbank - EZB im Blick


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FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftig im Plus zeigen sich Europas Börsen am Donnerstagmittag. Die Aussagen der US-Notenbank und ihr Bekenntnis zur Bekämpfung der Inflation kommen gut an. Am Markt sorgt das für die erhoffte Planungssicherheit für das kommende Jahr 2022. Von der EZB werden hingegen am Nachmittag keine Maßnahmen gegen die Inflation erwartet.

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Die US-Notenbank hat angesichts der extrem Preisanstiege einen zügigeren Ausstieg aus ihrem massiven Kaufprogramm beschlossen. Zudem werden in neuen Projektionen mindestens drei Zinserhöhungen im nächsten Jahr in Aussicht gestellt. Die Reduzierung der Anleihekäufe wird auf 30 Milliarden Dollar pro Monat beschleunigt, so dass das Programm bereits im März statt wie ursprünglich geplant im Juni 2022 enden könnte.

Der DAX steigt 1,9 Prozent auf 15.767 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 2,1 Prozent auf 4.245 Punkte. Die neuen Einkaufsmanager-Indizes aus Europa liefern kein einheitliches Bild und treten angesichts der Notenbanken in den Hintergrund.

Klare Ansagen der Fed - EZB-Prognosen im Blick

Die Blicke des Marktes richten sich bereits auf die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag. Sicher sind sich Analysten, dass die EZB beschließen dürfte, die Nettokäufe unter dem Pandemiekaufprogramm PEPP Ende März 2022 einzustellen. Die Unsicherheit über weitere Fragen - wie viel Anleihen kauft die EZB im ersten Quartal, wie viel danach, wie wird das APP-Programm modifiziert - ist allerdings groß.

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Die neue Corona-Variante Omikron wird indes als "Verbündeter der EZB" gesehen: "Der Verweis auf unsichere Rahmenbedingungen durch Omikron erlaubt, die geldpolititsche Straffung beliebig nach hinten zu verschieben", sagt ein Händler. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Inflationsprognosen für 2023 und 2024. Am Vortag waren Kreisemeldungen durchgesickert, die EZB wolle hier wieder nur Anstiege um 2 Prozent sehen. Am Markt wurde dies als "realitätsfremd" kommentiert.

Airbus-Aktie steigt mit Qantas-Entscheidung

Gesucht in Europa sind vor allem konjunktursensible Branchen: Auto- und Minenwerte liegen um die 2 Prozent im Plus. Im DAX stehen VW mit 2,7 Prozent vorn. Auch die zinsempfindlichen Technologiewerte steigen im Schnitt um 2,1 Prozent. Dank des konkreten Zinspfads der US-Notenbank können nun Risikoabschläge von den Aktien genommen werden.

Die Airbus-Aktie gewinnt 3 Prozent. Die australische Qantas hat für einen Paukenschlag gesorgt. Sie hat Dutzende neuer Jets bei Airbus bestellt und will damit die Inlandsflotte erneuern, womit die Maschinen des Konkurrenten Boeing ersetzt werden. Auch die Titel des Triebwerksbauers MTU steigen um 2,4 Prozent.

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Novartis (+4,4%) will den Erlös aus dem kürzlich erfolgten Verkauf der Roche-Beteiligung dazu verwenden, bis Ende 2023 eigene Aktien im Wert von bis zu 15 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Wie der Pharmakonzern zudem mitteilte, rechnet er bis 2026 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von mindestens 4 Prozent.

Der Kurs von Frankreichs Energieversorger EdF bricht um 13 Prozent ein. Hier mussten Reaktoren aus Wartungsgründen vom Netz genommen werden, was Leistungs- und damit auch Gewinnausfälle nach sich ziehen. Die Höhe des Kursverlusts liegt wohl daran, dass die Aktie in auf E-Mobilität ausgerichteten Portfolios zu hoch gewichtet war.

In London bricht die Boohoo-Aktie um 16 Prozent ein. Der Online-Modehändler hat die Prognose 2022 aufgrund von Covid-19-Unsicherheiten gesenkt. Shop Apotheke (+2,3%) hat auf ihrer Internetplattform in Deutschland ein Marktplatzangebot mit neuen Produkten gestartet. Die Online-Apotheke plant, ihr Angebot auf weitere Länder auszudehnen.

Metro fallen um 5,4 Prozent: Der Handelskonzern will für das abgelaufene Geschäftsjahr die Dividendenausschüttung aussetzen. Ein Grund sei, dass man unter dem Strich wieder einen Verlust geschrieben habe, der im Unterschied zum vergangenen Jahr nicht von Transaktionserlösen kompensiert werden könne.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.245,41 +2,1% 85,73 +19,5%

Stoxx-50 3.762,86 +1,8% 65,75 +21,1%

DAX 15.766,57 +1,9% 290,22 +14,9%

MDAX 34.822,20 +1,4% 489,11 +13,1%

TecDAX 3.889,95 +1,4% 53,48 +21,1%

SDAX 16.255,08 +1,7% 275,97 +10,1%

FTSE 7.261,08 +1,3% 90,33 +11,0%

CAC 7.042,89 +1,7% 115,26 +26,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,37 -0,01 +0,21

US-Zehnjahresrendite 1,44 -0,02 +0,52

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:22 Mi,17:31 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1294 +0,0% 1,1286 1,1261 -7,5%

EUR/JPY 128,95 +0,1% 129,00 128,18 +2,3%

EUR/CHF 1,0449 +0,1% 1,0442 1,0424 -3,3%

EUR/GBP 0,8513 -0,0% 0,8519 0,8519 -4,7%

USD/JPY 114,18 +0,1% 114,14 113,82 +10,6%

GBP/USD 1,3269 +0,0% 1,3244 1,3219 -2,9%

USD/CNH (Offshore) 6,3764 +0,0% 6,3747 6,3784 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 49.310,53 +1,1% 48.645,85 46.957,36 +69,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 72,03 70,87 +1,6% 1,16 +51,7%

Brent/ICE 75,01 73,88 +1,5% 1,13 +47,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.786,53 1.777,62 +0,5% +8,91 -5,9%

Silber (Spot) 22,24 22,08 +0,7% +0,16 -15,8%

Platin (Spot) 935,55 921,00 +1,6% +14,55 -12,6%

Kupfer-Future 4,30 4,18 +2,9% +0,12 +22,2%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 16, 2021 06:47 ET (11:47 GMT)

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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