MÄRKTE EUROPA/Kräftiges Plus mit Iran-Feuerpause - Brent-Öl unter 90 USD


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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Montagmittag deutlich erholt. Gestützt wird die Stimmung durch eine Pause im USA-Iran-Konflikt. Die Märkte entspannen sich in Erwartung oder Hoffnung auf eine neuerliche Waffenruhe, heißt es. Der DAX legt um 1,7 Prozent zu auf 25.521 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um 1,4 Prozent auf 6.365 Punkte.

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Impulsgeber der gestiegenen Risikobereitschaft ist das Öl, das nun knapp unter 90 Dollar handelt, nachdem das Barrel Brent in der Vorwoche noch über 100 Dollar kostete. In der Folge handeln auch die Anleihen freundlich, die Renditen kommen damit unter Druck. Sollten die Energiepreise längerfristig fallen, könnte dies die Aussichten auf Zinserhöhungen durch Zentralbanken dämpfen und die Risikobereitschaft weiter verbessern. Aktien der Fluglinien wie Lufthansa, Air France-KLM und IAG legen steigen um bis zu 3,5 Prozent. Umgekehrt fallen die Titel der Ölkonzerne wie Shell, BP und Eni um bis zu 3,8 Prozent.

US-Präsident Donald Trump will vorerst keine weitere Eskalation gegen den Iran. Hintergrund sind Bemühungen, die Diplomatie zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus wiederzubeleben, sowie eine Debatte über die Auswirkungen sinkender Munitionsbestände, wie aus US-Regierungskreisen zu erfahren war.

Zudem stellen sich Investoren auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche sowie auf wichtige Quartalszahlen von US-Tech-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta ein. "Die entscheidende Entwicklung über das Wochenende war das Aussetzen der US-Angriffe gegen den Iran seit Ende Freitag", sagte Michael Wan, Analyst bei der MUFG Bank. "Auch wenn der weitere Verlauf schwer einzuschätzen ist, bleibt unser Hauptszenario eine schrittweise Deeskalation", fügt der Währungsexperte hinzu.

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Europäische Berichtssaison startet stärker als erwartet

Die ersten Ergebnisse der europäischen Berichtssaison wertet Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, als insgesamt positiv. Nachdem rund ein Drittel der Marktkapitalisierung des Stoxx-600 Zahlen vorgelegt hat, zeichnet sich ein Gewinnwachstum von mehr als 17 Prozent ab - gut 2 Prozentpunkte über den Erwartungen zu Beginn der Saison.

Zwar wurden negative Überraschungen stark abgestraft, dies sei zu Beginn einer Berichtssaison jedoch nicht untypisch und verdeutliche die hohe Bedeutung der Unternehmenszahlen für die Märkte. Aus dem Stoxx-600 legen diese Woche 202 Unternehmen Ergebnisse vor, darunter HSBC, Shell, L'Oreal, Hermes, Airbus, Schneider Electric, UBS, Barclays, Deutsche Bank, Unilever, Rio Tinto und AB InBev.

Vodafone hebt Prognose wegen Safaricom-Deal an

Die Vodafone Group (+4,2%) hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2027 angehoben. Der angehobene Ausblick spiegelt die Konsolidierung des kenianischen Telekommunikationsanbieters Safaricom wider, nachdem die hauseigene Tochter Vodacom ihre Beteiligung von 35 auf 55 Prozent aufgestockt hat. Die wichtige Ergebniskennzahl solle am oberen Ende des neuen Ausblicks liegen, teilte der Konzern mit.

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Bei SAP geht die Rally der Vorwoche mit 5,6 Prozent Plus weiter. Der Softwarekonzern hatte die Anleger mit starken Umsatzzahlen und der Widerstandsfähigkeit seines Cloud-Geschäfts überrascht. Der Cloud-Auftragsbestand wuchs im zweiten Quartal währungsbereinigt um 26 Prozent. Schon am Freitag hatten die Aktien über 9 Prozent höher geschlossen.

Astrazeneca (+1,8%) hat für das zweite Quartal einen höheren Umsatz gemeldet, der auf das Wachstum im Onkologie-Geschäft zurückzuführen ist. Der Konzern bekräftigte zudem sein Umsatzziel für 2030, nachdem eine klinische Studie Anfang des Monats gescheitert war.

Die Aktien von Hochtief steigen um 0,1 Prozent nach einer erhöhten Prognose für das Gesamtjaht 2026. Damit hat das Unternehmen aber nur geliefert was wegen der starken Entwicklung seiner US-Tochter Turner im Bereich Rechenzentren erwartet wurde, heißt es.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.365,46 +1,4 84,52 6.280,94 9,9

Stoxx-50 5.483,03 +1,0 53,88 5.429,15 11,5

DAX 25.520,60 +1,7 421,60 25.099,00 4,2

MDAX 32.330,90 +1,1 365,37 27.039,42 5,6

TecDAX 3.837,63 +1,8 67,66 3.091,28 5,9

SDAX 18.398,60 +0,9 169,32 13.062,07 7,1

FTSE 10.805,63 +0,7 69,40 10.736,23 8,8

CAC 8.451,16 +0,9 78,88 8.372,28 3,7

SMI 14.441,27 +0,8 114,07 14.327,20 8,8

ATX 6.449,78 -0,1 -6,10 6.455,88 21,1

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20

EUR/USD 1,1393 +0,2 0,0026 1,1367 1,1385

EUR/JPY 186,41 +0,1 0,1400 186,27 186,3700

EUR/CHF 0,9286 -0,2 -0,0014 0,9300 0,9298

EUR/GBP 0,8554 +0,3 0,0023 0,8531 0,8533

USD/JPY 163,62 -0,1 -0,2200 163,84 163,6800

GBP/USD 1,3315 -0,0 -0,0004 1,3319 1,3339

USD/CNY 6,7657 -0,1 -0,0062 6,7719 6,7719

USD/CNH 6,7667 -0,1 -0,0049 6,7716 6,7704

AUS/USD 0,7002 +0,3 0,0023 0,6979 0,6993

Bitcoin/USD 65.136,78 +0,8 523,39 64.613,39 63.927,82

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 83,36 -6,7 -5,95 89,31

Brent/ICE 89,42 -7,6 -7,36 96,78

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.099,89 +1,2 47,33 4.052,56

Silber 59,23 +1,8 1,07 58,17

Platin 1.635,52 +3,0 46,98 1.588,54

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

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July 27, 2026 07:41 ET (11:41 GMT)

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Datum Rating Analyst
24.09.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
04.09.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.08.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.

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