MÄRKTE EUROPA/Kräftiges Plus - VW ziehen den Sektor nach oben


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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte tendieren auch am Dienstagnachmittag freundlich. Bereits am Morgen stützten gute Wirtschaftsdaten aus China die Stimmung. Zum einen stieg dort die Industrieproduktion im November um 7 Prozent zum Vorjahreszeitraum, womit sich die konjunkturelle Erholung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter beschleunigte. Zum anderen gab es gute Daten vom chinesischen Immobilienmarkt. Auch dürften einige Anleger auf eine Einigung bei den Post-Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel hoffen. Der DAX gewinnt 1,0 Prozent auf 13.352 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,5 Prozent auf 3.522 Punkte nach oben.

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Das Umfeld bleibt indes schwierig: Nach Deutschland haben nun auch die Niederlande einen harten Lockdown angekündigt. "Es ist klar, dass die erneuten Lockdowns massive Spuren im Wachstum des laufenden und des kommenden Quartals hinterlassen werden", so QC Partners. Die entscheidende Frage sei nun, wie stark sich die wirtschaftliche Situation verschlechtere, bevor es im nächsten Jahr besser werde. Zudem dürfte das US-Hilfspaket geringer ausfallen. Nach bislang geplanten rund 900 Milliarden Dollar zeichnet sich nun eine Größenordnung von nur etwa 750 Milliarden Dollar ab.

VW zieht Automobilsektor nach oben

Mit Blick auf die Sektoren sind Automobilwerte gefragt, aber auch Chemiewerte wie BASF (plus 1,6 Prozent). Wie ein Händler anmerkt, habe der Chemiesektor im November Rekordaufträge aus der Automobilindustrie erhalten. Das spreche für einen starken Dezember und ein starkes erstes Quartal 2021.

Unter den Automobilwerten fallen VW mit einem Plus von 7,1 Prozent auf - hier wird von Anlegern mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass VW-Vorstandschef Herbert Diess den Konzern auch in den nächsten Jahren führen wird. Aber auch Aussagen zur Effizienz-Steigerung und der Optimierung der Materialkosten nahmen die Analysten zur Kenntnis. So sollen Goldman Sachs die VW-Aktie mit "Kaufen" bestätigt haben, Bernstein soll das Votum auf "Market Perform" hochgenommen haben. Die Aktie von Porsche fährt mit einem Plus von 4,7 Prozent etwas hinterher, der Sektorindex gewinnt 2,3 Prozent.

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Stahlwerte gesucht - Outokumpu haussieren

Gefragt sind zudem die Stahlwerte. Nach einer Anhebung der Prognose notieren Outokumpu an der Börse Helsinki mit Aufschlägen von gut 14 Prozent. Aufgrund einer höheren Edelstahlnachfrage soll das EBITDA im vierten Quartal nun gegenüber dem Vorquartal steigen und nicht mehr unverändert wie bislang erwartet ausfallen. Die Ergebnisse sollen sich auch dank einer höheren Kosteneffizienz verbessern. Im Markt besteht offenbar Anpassungsbedarf bei den Prognosen.

Eine stärker als erwartete Erholung der Nachfrage im vierten Quartal und ein verbessertes Preisniveau sorgen auch beim Stahlhändler Klöckner & Co (plus 2,0 Prozent) für Zuversicht. Der Konzern hob seinen Ausblick für das operative Ergebnis 2020 an und geht von einem guten Start ins neue Jahr aus. Thyssenkrupp ziehen um 5,1 Prozent an und Arcelormittal um 5,4 Prozent. Zudem hat die Societe Generale laut Händlern Arcelormittal auf "Kaufen" erhöht und das Kursziel verdreifacht.

Für H&M geht es nach Umsatzzahlen 3,6 Prozent nach unten. Diese sind schlecht ausgefallen, was allerdings nach Einschätzung aus dem Handel erwartet worden war. Dennoch fällt die Aktie deutlich. Auch Inditex fallen um 2,4 Prozent - trotz einer positiven Entwicklung des Online-Geschäfts. Negative Folgen dürften die sich verschärfenden Lockdowns mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen haben.

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Kellerhals-Streit bei Ceconomy beigelegt

Ceconomy haussieren um 25,6 Prozent. Hier sei ein jahrelanges Gerangel zwischen dem Unternehmen und der Gründerfamilie von Media Markt, Kellerhals, beigelegt worden. Dies sei immer wieder als Bremsklotz bei Unternehmensentscheidungen empfunden worden, heißt es im Handel. Nun teilte Ceconomy mit, dass die restlichen 21,6 Prozent der Familienanteile übernommen werden. Die sind in der Holding Convergenta untergebracht. Diese soll dafür unter anderem eine Beteiligung von 25,9 Prozent an Ceconomy erhalten. "Das ist absolut angemessen", sagt ein Händler mit Blick auf die Kursrally: "Wie erwartet ist das eine Zeitenwende, hier wurde ein jahrelanger Belastungsfaktor beseitigt".

Metro gewinnen 7,5 Prozent trotz eines gedämpften Ausblicks. Gut sei allerdings der Dividendenvorschlag von 0,70 Euro je Aktie, der aufgrund der hohen Dividendenrendite den Kurs stützen sollte, heißt es im Handel.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.522,43 0,53 18,47 -5,95

Stoxx-50 3.075,76 0,04 1,12 -9,62

DAX 13.352,28 0,98 129,12 0,78

MDAX 29.719,14 -0,03 -8,45 4,97

TecDAX 3.119,62 0,28 8,62 3,47

SDAX 14.183,17 1,17 164,01 13,36

FTSE 6.506,29 -0,39 -25,54 -13,40

CAC 5.543,60 0,29 15,76 -7,27

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,62 0,00 -0,86

US-Zehnjahresrendite 0,91 0,02 -1,77

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:27h Mo, 17:09 Uhr % YTD

EUR/USD 1,2153 +0,06% 1,2142 1,2128 +8,4%

EUR/JPY 126,19 -0,11% 126,35 126,18 +3,5%

EUR/CHF 1,0777 +0,06% 1,0782 1,0773 -0,7%

EUR/GBP 0,9087 -0,24% 0,9105 0,9097 +7,4%

USD/JPY 103,82 -0,19% 104,06 104,04 -4,6%

GBP/USD 1,3376 +0,34% 1,3340 1,3331 +0,9%

USD/CNH (Offshore) 6,5289 -0,03% 6,5377 6,5344 -6,3%

Bitcoin

BTC/USD 19.314,00 +0,13% 19.163,75 19.163,25 +167,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 47,27 46,99 +0,6% 0,28 -15,6%

Brent/ICE 50,41 50,29 +0,2% 0,12 -16,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.848,77 1.828,00 +1,1% +20,77 +21,8%

Silber (Spot) 24,37 23,88 +2,1% +0,50 +36,5%

Platin (Spot) 1.025,65 1.009,85 +1,6% +15,80 +6,3%

Kupfer-Future 3,52 3,52 +0,1% +0,00 +24,7%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 15, 2020 09:52 ET (14:52 GMT)

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Datum Rating Analyst
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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