MÄRKTE EUROPA/Leicht nach oben vor Zinsentscheid der US-Notenbank


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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben zu Wochenmitte zugelegt. Allerdings sprachen Teilnehmer im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Zinsentscheidung am Abend von Zurückhaltung. Der DAX erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 25.538 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg ebenfalls um 0,5 Prozent auf 6.267 Punkte. Von den veröffentlichten EU-Konjunkturdaten ging kein Impuls aus. Die Industrieproduktion ist trotz besserer Stimmung im Juli erneut um 0,1 Prozent gesunken, wobei Ökonomen jedoch einen stärkeren Rückgang vorhergesagt hatten.

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Der als Inflationstreiber geltende Ölpreis gab deutlich nach, verharrte aber auf seinem erhöhten Niveau. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 3,2 Prozent auf 105,23 Dollar. Berichten zufolge könnte die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiter kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller vonstattengehen, als zunächst mit einigen Wochen veranschlagt.

An den Märkten hat sich nach zuletzt sehr robusten US-Arbeitsmarktdaten und weiter hohen Inflationsdaten und auch mit Blick auf den Ölpreisanstieg die Erwartung durchgesetzt, dass eine US-Zinserhöhung unverzichtbar ist. Die US-Zehnjahresrendite ist nach dem Vortages- und Mehrjahreshoch von 5,04 Prozent leicht auf 4,96 Prozent zurückgekommen. Marktteilnehmer sahen das als eine Art Vorschusslorbeeren für die erwartete Zinsanhebung, weil die US-Notenbank damit zeigen würde, dass sie es auch unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh ernst meint mit der Inflationsbekämpfung.

Weitaus wichtiger als der eigentliche Zinsschritt sind laut Marktteilnehmern wie ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder aber die zeitgleich veröffentlichten neuen Konjunktur-, Inflations- und Zinsprojektionen - der sogenannte Dot Plot. Dieser Ausblick berge Überraschungspotenzial. Das Problem für die Märkte ist, dass die US-Notenbank unter Warsh ihren bislang üblichen Hinweis auf den geldpolitischen Kurs (Forward Guidance) zurückgefahren hat, also zunehmend darauf verzichtet, künftige Zinsschritte vorab zu signalisieren. Im Blick haben die Akteure daher auch das genaue Abstimmungsverhältnis innerhalb der Fed.

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Die US-Einzelhandelsumsätze setzten keinen Impuls. Diese hatten sich im August deutlicher erhöht als erwartet. Hier wurde eine Zunahme um 1,2 Prozent verzeichnet, während Ökonomen lediglich ein Plus von 0,8 Prozent prognostiziert hatten.

Autoaktien lagen schwach im Markt. Der Stoxx-Subindex büßte 0,4 Prozent ein. Händler verwiesen auf das ungünstige Marktumfeld mit hohen Ölpreisen und dadurch verstärkte Inflations- und Zinssorgen. Das belaste konjunkturabhängige Aktien wie die der Auto-Hersteller besonders.

Die BMW-Aktie verlor nach Anfangsgewinnen 1,2 Prozent, obwohl Berenberg die Aktie auf "Buy" hochgestuft hat. Zugleich senkten die Analysten das Kursziel für Mercedes-Benz und stuften die Aktie von Stellantis auf "Neutral" ab. Berenberg verwies hier auf Gegenwind durch China, geopolitische Risiken und Inflation. Mercedes-Benz fielen um 2,6 Prozent, Stellantis büßten 3,3 Prozent ein. Renault sackten sogar um 4,5 Prozent ab, VW gaben um 2,3 Prozent nach. Mit Blick auf BMW sprachen die Berenberg-Analysten von solideren Erwartungen nach der Gewinnwarnung im Juni und von anhaltender fundamentaler Stärke. Kepler hat unterdessen das VW-Kursziel erhöht und rät weiter zum Kauf der Aktie.

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Auf Erholungskurs zeigten sich "KI-Aktien", nachdem sie zu Wochenbeginn wegen Bedenken hinsichtlich der Risiken des KI-Einsatzes stark verkauft wurden. Bei Elmos Semiconductor trieb zusätzlich eine Kaufempfehlung durch Metzler, die Aktie gewann 3,3 Prozent. ASML rückten um 1,3 Prozent vor, und Suss Mirotec stiegen um 4,0 Prozent.

Die Infineon-Aktie gewann 1,2 Prozent. Nur kurzzeitig belastete hier die Nachricht, dass sich der Konzern von einem Teil seines Geschäfts mit Speicher-Chips trennt. Infineon verkauft für 1,12 Milliarden US-Dollar einen Teil seines Geschäfts mit Speicherlösungen an das taiwanische Unternehmen Winbond Electronics. Das Geschäft mit NOR-Flash- und F-RAM-Speichern umfasst ein Produktportfolio für die Automobilbranche, Industrie und Infrastruktur.

In Paris machten Soitec einen Satz um 13,4 Prozent. JP Morgan hat die Aktie des Herstellers von Halbleitermaterialien auf "Overweight" hochgestuft.

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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 6.267 +0,5 +7,7

Stoxx-50 5.313 +0,3 +7,7

Stoxx-600 637 +0,5 +7,1

DAX 25.538 +0,5 +3,7

FTSE-100 London 10.688 +0,4 +7,3

CAC-40 Paris 8.141 +0,6 -0,7

AEX Amsterdam 1.096 +0,0 +15,2

ATHEX-20 Athen 6.920 +0,1 +29,3

BEL-20 Brüssel 5.733 +0,2 +12,7

IBEX-35 Madrid 19.636 +0,4 +13,0

SMI Zürich 13.869 +0,4 +4,1

* gerundet

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15

EUR/USD 1,1535 -0,1 -0,0008 1,1543 1,1540

EUR/JPY 179,02 +0,0 0,0400 178,98 179,0300

EUR/CHF 0,9448 +0,0 0,0001 0,9447 0,9452

EUR/GBP 0,8579 +0,2 0,0018 0,8561 0,8558

USD/JPY 155,21 +0,1 0,1300 155,08 155,1300

GBP/USD 1,3439 -0,3 -0,0035 1,3474 1,3482

USD/CNY 6,706 -0,1 -0,0052 6,7112 6,7112

USD/CNH 6,7056 -0,1 -0,0055 6,7111 6,7133

AUS/USD 0,7129 0,0 0,0000 0,7129 0,7128

Bitcoin/USD 75.752,81 -0,2 -146,22 75.899,03 75.994,56

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 102,36 -3,3 -3,47 105,83

Brent/ICE 105,23 -3,2 -3,52 108,75

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.349,37 +1,3 56,68 4.292,69

Silber 64,50 +1,3 0,85 63,65

Platin 1.784,78 +0,5 8,96 1.775,82

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/brb

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

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Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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