MÄRKTE EUROPA/Technologie-Werte sorgen für Erholung - US-Daten im Blick


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DOW JONES--Eine kräftige Erholung bei Technologiewerten sorgt am Donnerstag für steigende Kurse an den Börsen in Europa. Auslöser sind deutlich besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse des Speicherchip-Herstellers Micron Technology vom Vorabend in den USA. Sowohl die Ergebnisse als auch der Ausblick übertrafen die hohen Erwartungen deutlich. Mit dem europäischen Technologiesektor geht es in der Folge um 2,4 Prozent nach oben. Infineon führen mit einem Aufschlag von 4,9 Prozent die DAX-Gewinnerliste an. Für die Titel von ASML und STMicro geht es um bis zu 4,4 Prozent aufwärts. Aixtron klettern um 1,5 Prozent und Suss Microtec um 7,3 Prozent - auch gestützt durch eine Hochstufung auf "Kaufen" von MWB.

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Der DAX verzeichnet ein Plus von 0,8 Prozent auf 24.925 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls um 0,8 Prozent aufwärts - auf 6.263 Punkte. Einen wichtigen Impuls könnten auch die am Nachmittag anstehenden Inflationsdaten für den Mai aus den USA liefern. Der PCE-Deflator ist der bevorzugte Indikator für die monatlichen Preissteigerungen der US-Notenbank. Hier wird im Monatsvergleich mit plus 0,3 Prozent und im Jahresvergleich mit plus 3,4 Prozent gerechnet. Am Markt wird spekuliert, dass der neue Fed-Chef Kevin Warsh unter US-Präsident Donald Trump unabhängiger agieren könnte; gleichzeitig preist der Markt eine 40-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im nächsten Monat ein, was den Goldpreis belastet.

Auffällig ist die jüngste Euro-Schwäche, er handelt bei 1,1343 Dollar. Der Greenback profitiert unter anderem davon, dass Marktteilnehmer mit zumindest einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank in diesem Jahr rechnen. Der politische Druck auf die Fed zu Zinssenkungen scheine zudem nachzulassen, was die Stimmung für den Dollar stütze, so die Analysten von DBS. US-Finanzminister Scott Bessent merkte an, dass US-Präsident Trump erklärt habe, der Fed-Vorsitzende Warsh werde unabhängig agieren. Die Europäische Zentralbank dagegen dürfte die kommenden zwölf Monate die Leitzinsen bestätigen. Bundesanleihen starten stabil in den Tag, die Rendite der Bonds mit einer Laufzeit von 10 Jahren liegt aktuell bei 2,86 Prozent.

Die Ölpreise sinken weiter dank Fortschritten bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie einer Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. So notiert Brent nur noch knapp über der Marke von 70 Dollar je Barrel, WTI bereits knapp darunter.

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Volkswagen verkauft Everllence-Mehrheitsanteil an Bain Capital

Volkswagen (+2,8%) hat einen Käufer für einen Mehrheitsanteil an dem Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauer Everllence gefunden. Wie der DAX-Konzern mitteilte, verkauft er einen Anteil von 51 Prozent an den Finanzinvestor Bain Capital. Der Erlös von 7,4 Milliarden Euro ergebe sich aus dem Verkauf des 51-Prozent-Anteils und der erwarteten Verschuldung nach Abschluss der Leveraged Buy-out Transaktion. Der Buchwert von Everllence SE in der VW-Bilanz lag zum Stichtag 31. Mai bei rund 3,4 Milliarden Euro. Der Deal wurde erwartet und liefert keinen Impuls für die Aktie.

Die Aktien der Merck KGaA steigen um 0,3 Prozent. Das Unternehmen übernimmt in einer milliardenschweren Transaktion das US-Life-Science-Unternehmen Bio-Techne. Wie die Darmstädter mitteilten, ist eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb des Unternehmens für 73 US-Dollar je Aktie unterzeichnet worden, was einem Unternehmenswert (Enterprise Value) von 9,9 Milliarden Euro bzw. 11,3 Milliarden US-Dollar entspricht. In einer ersten Einschätzung heißt es von einem Marktteilnehmer, dass der Kauf strategisch sinnvoll erscheine, auch wenn der Kaufpreis auf den ersten Blick hoch ausfalle. Positiv sei zudem, dass sich der Deal fördernd auf die Marge auswirke sowie keine Kapitalerhöhung drohe.

Der Online-Apothekenbetreiber Docmorris (+6,8%) will seine Kosten durch Kürzungen in der Belegschaft und den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis Ende 2027 um mindestens 15 Millionen Franken jährlich reduzieren. Konzernweit sollen dazu rund 100 Vollzeitstellen wegfallen, wie das Unternehmen mitteilte.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.263,01 +0,8 48,31 6.214,70 8,1

Stoxx-50 5.369,52 +0,7 35,39 5.334,13 9,2

DAX 24.925,39 +0,8 185,03 24.740,36 1,8

MDAX 32.126,91 +0,7 207,66 27.039,42 4,9

TecDAX 3.914,54 +0,8 31,52 3.091,28 8,1

SDAX 17.922,84 -0,2 -40,87 13.062,07 4,4

FTSE 10.501,25 +0,4 39,62 10.461,63 5,7

CAC 8.430,01 +0,5 44,52 8.385,49 3,4

SMI 14.180,04 +0,4 62,29 14.117,75 6,9

ATX 6.482,97 +0,3 20,57 6.462,40 21,7

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:00 Uhr

EUR/USD 1,1343 -0,1 -0,0014 1,1357 1,1360

EUR/JPY 183,64 -0,1 -0,1100 183,75 183,7300

EUR/CHF 0,9217 -0,1 -0,0008 0,9225 0,9220

EUR/GBP 0,8614 -0,1 -0,0010 0,8624 0,8623

USD/JPY 161,87 +0,1 0,1000 161,77 161,7500

GBP/USD 1,3166 +0,0 0,0001 1,3165 1,3170

USD/CNY 6,7976 -0,2 -0,0130 6,8106 6,8106

USD/CNH 6,804 -0,1 -0,0084 6,8124 6,8138

AUS/USD 0,6891 -0,1 -0,0008 0,6899 0,6900

Bitcoin/USD 61.225,59 +0,5 324,68 60.900,91 59.831,91

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 69,44 -1,3 -0,90 70,34

Brent/ICE 72,74 -1,4 -1,00 73,74

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 3.983,18 -0,4 -17,24 4.000,42

Silber 57,32 -0,2 -0,11 57,44

Platin 1.578,25 0,0 0,00 1.578,25

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJG/ros/flf

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June 25, 2026 07:20 ET (11:20 GMT)

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21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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